Handball

HSG Bruchhausen-Vilsen: Mittendrin im Aufstiegskampf

Die HSG Bruchhausen-Vilsen klettert mit einem eindrucksvollem 33:32 über den TuS Zeven auf Rang vier. Zwei Routiniers spielen groß auf.
09.03.2020, 14:28
Lesedauer: 3 Min
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Von Thorin Mentrup

Bruchhausen-Vilsen. Am 18. Januar schien die Handballsaison für die HSG Bruchhausen-Vilsen schon fast gelaufen. Nach der 22:40-Abfuhr beim souveränen Spitzenreiter TSV Altenwalde waren die Chancen gering, noch ins Aufstiegsrennen eingreifen zu können, zugleich war das Polster nach unten allerdings auch komfortabel. Jetzt hat sich das Blatt jedoch gewendet: Mit dem 33:32 (14:11) über den TuS Zeven, dem dritten Sieg in Serie, hat sich die HSG zurückkatapultiert in das Rennen um Rang zwei und damit um den Aufstieg in die Landesliga.

Schon an diesem Donnerstagabend im verlegten Spiel gegen die Spielgemeinschaft Achim/Baden III kann die Sieben von Trainer Gerd Anton mit einem weiteren Erfolg auf Rang zwei springen und die Zevener sowie die SG Arbergen-Mahndorf II hinter sich lassen. Dann kann Vilsen vom Jäger zum Gejagten werden. Dass sie nun diese Perspektive hat, hat die HSG ihrem eindrucksvollen Auftritt gegen Zeven zu verdanken.

Hatte sie das Hinspiel noch klar mit 22:32 verloren, trat sie beim zweiten Aufeinandertreffen sehr dominant auf. Nicht ein einziges Mal lagen die Gastgeber im Hintertreffen. Im Gegenteil: Sie führten lediglich bis zum Führungstreffer durch Alexander Schmidt nach etwas mehr als fünf Minuten und beim 18:18 (38.) nicht. „Trotzdem ist ein Sieg mit am Ende nur einem Tor Unterschied immer auch knapp“, wusste Anton. „Aber wir haben insgesamt ein richtig gutes Spiel gemacht, waren zwischenzeitlich ja auch schon vier und mehr Tore weg.“ Nachdem Moris Bolte zum 13:8 getroffen hatte, waren es im ersten Durchgang gar fünf Tore Vorsprung (27.). Das spätere 18:18 durch den 16-fachen Zevener Torschützen Sebastian Bleck konterte die HSG mit einem 5:0-Lauf und war wieder auf Kurs.

14 Minuten in Unterzahl

Warum es doch einige Male eng wurde, obwohl seine Mannschaft die stärkere war, wusste Anton ganz genau: „Die Zeitstrafen haben das Spiel spannend gehalten“, sagte er mit Blick auf die durchaus erstaunliche Verteilung: Die Gäste mussten nur einmal einen Spieler vom Feld nehmen, während sich auf der anderen Seite gleich neun Strafen ansammelten. „Wenn man insgesamt 14 Minuten lang in Unterzahl ist, ist es natürlich schwierig, so ein Spiel zu gewinnen. Aber meine Mannschaft hat das wirklich gut gemacht. Sie hat sich immer nur auf das Spiel konzentriert und nicht zu lange mit den Entscheidungen gehadert“, lobte Anton die gute Einstellung seiner Akteure, die es den großen und äußerst robusten Zevenern sehr schwer machten. Ihrerseits hatten die Vilser zunächst auch Probleme, sich offensiv die nötigen Lücken zu erspielen und die TuS-Kolosse zu überwinden. „Aber das haben wir mit zunehmender Zeit immer besser gemacht“, fand Anton. Auch weil zwei erfahrene Akteure aufdrehten: Sebastian Slembeck (9 Tore) und Hagen Sperling (8) erzielten gemeinsam mehr als die Hälfte aller HSG-Tore. „Die beiden Oldies sind momentan sehr wichtig für uns. Sie haben in den letzten Wochen bereits viele wichtige Tore für uns erzielt. Das tut uns gut, besonders weil mit Jorn (Bolte, Anm. d. Red.) einer unserer besten Torschützen immer noch angeschlagen ist und eher sporadisch zum Einsatz kommt.“ Wichtig auch: Die anderen Akteure fielen erneut keinen Deut ab. Sie traten gegen Zeven nicht so sehr als Torschützen in Erscheinung, waren aber zuverlässige und fleißige Arbeitstiere und Vorbereiter. „Ohne sie wäre es für Sebastian und Hagen wesentlich schwieriger geworden, so viele Tore zu werfen“, wusste Anton.

Es war also eine rundum gelungene Vorstellung der Vilser, gepaart mit einer großen Portion Willen und Abgeklärtheit. Das fand auch Anton: „Wir haben eine große kämpferische Leistung gezeigt“, lobte er sein Team, das den Blick nun nach oben richten darf. „Wir wussten, dass wir gewinnen müssen, wenn wir oben mitmischen wollen. Mit diesem Druck sind wir aber sehr gut umgegangen“, meinte er und blickte direkt voraus. „Es ist natürlich alles sehr eng. Aber wir sind jetzt in einer angenehmen Situation. Wir wollen den Schwung mitnehmen, so lange es geht.“ Und natürlich am Donnerstagabend gegen Achim/Baden vorlegen. Denn dann müssen die Konkurrenten erst einmal nachziehen.

Weitere Informationen

Landesklasse Männer

HSG Bruchhausen-Vilsen - TuS Zeven 33:32 (14:11)

HSG Bruchhausen-Vilsen: Brinkmann, Schütte – Ludwig, M. Bolte (3), Slembeck (9/3), Strohmeyer (3), J. Bolte (1), Sperling (8), Twietmeyer (2), Schmidt (4), Asendorf (3), Heckmann, Klitzke, Schröder

Siebenmeter: HSG Bruchhausen-Vilsen 3/3, TuS Zeven 9/9

Zeitstrafen: HSG Bruchhausen-Vilsen 8, TuS Zeven 1 THR

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