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Ein vollgepacktes Programm

Die Reiter aus der Region haben bei der sechsten Auflage der Veranstaltung „Polo meets Showjumping“ in Hagen-Grinden und beim reinen Dressurturnier in Beverstedt abgeliefiert.
26.07.2021, 17:45
Lesedauer: 5 Min
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Von Sina Stahlsmeier
Ein vollgepacktes Programm

Stephanie von Ahsen konnte sich beim Dressurturnier des Dressurreitclubs Brunshausen in Beverstedt mit ihrem Hannoverander-Wallach Cookido gegen ein starkes Starterfeld behaupten und verteidigte damit den sechsten Platz.

Vasil Dinev

Es war mal wieder ein Höhepunkt der laufenden Saison: Unter dem Motto "Polo meets Showjumping" richteten der RC Hagen-Grinden und der Polo Club Hagen-Grinden ihr bekanntes und beliebtes Turnierformat aus. Das Fazit von Kassandra Mohr, Sportwartin des RC Hagen-Grinden und Besitzerin der Turnieranlage, fiel sehr positiv aus: "Wir sind total zufrieden, besser hätte es nicht laufen können." Neben der tollen Stimmung vor Ort sei auch die Starterfüllung für die Veranstalter sehr zufriedenstellend gewesen, was auf anderen Turnieren durchaus nicht immer der Fall war. Das sei ein untrügliches Zeichen, dass auch die Reiter und nicht zuletzt die Zuschauer großen Gefallen an dem Turnierformat gefunden haben, das mittlerweile schon sechs Mal in Hagen-Grinden ausgetragen worden war. "Ich habe das Gefühl, für die Reiter und Zuschauer ist es immer wieder ein bisschen Neuland in die jeweils andere Sportart zu schnuppern. Das weckt die Neugier", sagte Kassandra Mohr.

Der ursprüngliche Plan, nur an vier Turniertagen Prüfungen anzubieten, musste aufgrund der hohen Nachfrage sogar noch einmal verworfen werden. Am Ende waren es fünf volle Turniertage mit großem Springturnier und Prüfungen bis zur Klasse S sowie dem Bremer Polo Cup im Rahmen des Turniers. "Die Menschen, die sonst nicht die Möglichkeit haben, zum Polo zu gehen, können hier einfach mal in den Sport reinschnuppern", so Mohr. Das sei eine tolle Möglichkeit, beide Sparten miteinander zu kombinieren. Auf dem großen Springplatz kämpften die Reiter von Mittwoch bis Sonntag um die vorderen Plätze. Die Bedingungen waren dabei phänomenal. Neben dem top gepflegten Platz mit gutem Boden gab es auch noch strahlenden Sonnenschein.

Sechs Schleifen für Jana Witt

Der zweite Tag in Hagen-Grinden stand im Zeichen der Amateurreiter, denn die Springpferdeprüfungen an diesem Tag waren bereits für Reiter der Leistungsklasse sechs ausgeschrieben – gerade in der Corona-Zeit nicht selbstverständlich. Jana Witt vom RFV Diek-Bassum räumte in den Reitpferdeprüfungen ordentlich ab: sechs Schleifen gingen auf ihr Konto. Mit Bisquit dG‘ sicherte sie sich in der Springpferde-A* den zweiten Platz und schlug sich damit lediglich selbst. Denn mit Shaqiri landete sie in derselben Prüfung auf Platz drei. Ann-Christin Niemann vom selben Verein sicherte sich auf Dialara Platz neun. In der Springpferde-A** war es wieder Wallach Shaqiri von Stakkato Gold mal Contini, der Witt einen dritten Platz bescherte. In seinem Sattel erhielt sie für den Ritt eine 7,8. In derselben Prüfung belegte sie mit Catch Me M und Caithan noch die Plätze zehn und elf.

In der Springpferde-L kam mit einer silbernen Schleife für Grey Lady D dann noch das Sahnehäubchen obendrauf. Die Wertnote von 8,2 sprach in dieser Prüfung für sich, besser war lediglich Anik Zeller vom RV Sottrum mit einer 8,4. Das Nachmittags- und Abendprogramm gestalteten die jüngsten Teilnehmer mit einem Stilspring-Wettbewerb und einem E-Springen. Lina Marie Quast vom RV Heiligenfelde sattelte für beide Prüfungen ihre Reitponystute Monastella. Im Stilspringen reichte es mit der guten Wertnote 7,8 "nur" für Platz elf. Dafür bewiesen die beiden im E-Springen, wie sie schnell und fehlerfrei einen Parcours absolvieren können: Platz drei lautete das Endergebnis für das eingespielte Team. Bei den Standard-Spring-Wettbewerb (60 Zentimeter) am vergangenen Freitag rief das Paar seine Leistung erneut ab. Eine schnelle Runde ohne Fehler brachte Quast eine zweite weiße Schleife für Platz drei ein.

Am Sonnabend war das Angebot auf dem Turnierplatz bei bestem Wetter breit gefächert. Reiter aller Altersklassen und Ranglistenpunkte konnten sich in extra geschlossenen Prüfungen gegeneinander messen. Im A*-Stilspringen für Reiter mit null Ranglistenpunkten setzte sich Carina Schiller (RV Heiligenrode) auf Tic Tac Too an die Spitze. Die goldene Schleife war ihr mit einer Wertnote von 7,8 sicher. In derselben Prüfung sicherten sich auch Malin Ritter (RV Heiligenfelde) und Nicole Schlüsselburg (RV Steller See) Platzierungen. Ritter setzte sich mit Neela nur knapp vor Schlüsselburg mit gerade einmal 0,1 Abstand durch. Sie erhielt für ihren Ritt eine 7,1, Schlüsselburg auf Hektor v’t Vennenhof eine 7,0. Im A*-Stilspringen für Reiter mit null bis 23 Ranglistenpunkten ergatterte Lara Suhling auf Capeau AS eine weiße Schleife. Mit einer 7,4 belegte sie in einem großen Teilnehmerfeld den dritten Platz. Das anschließende L-Stilspringen war ebenfalls in zwei Prüfungen unterteilt. In der Prüfung für Reiter mit null bis 65 Ranglistenpunkten sattelte Saskia Wisloh die Hannoveraner-Stute Caramella und belegte Platz fünf mit einer 7,6. Nur knapp dahinter landete Neele Catharina Nolte (beide RV Heiligenfelde) mit einer 7,3 auf Platz sechs.

Siebte Ausgabe schon in Planung

Am Sonntag, dem letzten Turniertag, konnten die Reiter durch ihren Start im M*-Springen am Nachmittag nicht nur die Zuschauer begeistern, sondern auch etwas Gutes tun. Die ausgeschriebenen Gewinngelder werden in voller Höhe an das Kinderhospiz Löwenherz gespendet. Das kam bei den Springreitern gut an, die Prüfung war mit 37 Startern voll ausgelastet. Fabian Stöckmann vom RV Sottrum setzte sich mit Abby mit nur knapp einer Sekunde Vorsprung an die Spitze und konnte das Charity-Springen gewinnen.
Für Kassandra Mohr und ihr Team steht nach dem erfolgreichen Wochenende fest: Auch im nächsten Jahr wird es das Polo meets Showjumping in Hagen-Grinden geben. "Die siebte Ausgabe planen wir zwei Wochen früher, also um den 10. Juli herum", bestätigte die Sportwartin. Die Idee zu dem Großevent ist übrigens entstanden, da Mohr ihren großen Platz auf der Anlage schon länger für ein Springturnier nutzen wollte und sie gemeinsam mit den Verantwortlichen des Polo-Clubs fand, dass sie sich gegenseitig unterstützen und das Zuschauerinteresse gemeinsam nutzen könnte. "Nach der sechsten Veranstaltung jetzt haben wir uns mehr und mehr eingefummelt und die Zusammenarbeit klappt wirklich super", betonte Mohr.

Während die Springreiter in der vergangenen Woche in Hagen-Grinden auf ihre Kosten kamen, konnten die Dressurreiter sich bei einem reinen Dressurturnier des Dressurreitclubs Brunshausen in Beverstedt messen. Der RC richtete ein hochkarätiges Dressurturnier mit 14 Prüfungen der Klasse A* bis hin zum St. George Special aus. Zugelassen waren aufgrund der Corona-Regelungen nur Reiter mit maximal einer Begleitperson. Das Prüfungsangebot zog einige Dressurreiter aus dem Bremer Raum und Umgebung auf die Anlage. Der St. Georg Spezial am Sonntagmorgen bildete den Höhepunkt des gesamten Turniers, die Reitpferdeprüfungen mit einigen vielversprechenden Dressurtalenten unter dem Sattel einen gelungenen Auftakt am Freitag.

Stephanie von Ahsen (RFV Okel) kehrt mit ihrem Hannoveraner-Wallach Cookido wohl mehr als glücklich nach Hause zurück. Das Paar konnte sich im St. Georg Spezial gegen ein starkes Starterfeld behaupten und mit einer wirklich tollen Prozentzahl von 66,27 den fünften Platz verteidigen. Der Richter bei H sah das Paar sogar deutlich weiter vorne. Damit kann die Dressurreiterin auf gleich 240 Ranglistenpunkte auf ihrem Konto verbuchen. Eine tolle Platzierung ergatterte sich Julia Bolte vom Okeler PSG. Mit Betty Wuh erkämpfte sie sich Platz zwei in der M*-Dressur. Laura Marie Monsig (RV Stuhr) schnappte sich sogar die Goldene Schleife mit ihrem Pferd Westerland in St. Georg Special.

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