Gartenkultur-Musikfestival In Erinnerungen schwelgen

Das erste Konzert des Gartenkultur-Musikfestivals in Syke war ein Erfolg. Im voll besetzten Garten des Syker Vorwerks feierten die Besucher ausgelassen mit Musik von Larry and the Handjive.
07.08.2022, 17:41
Lesedauer: 2 Min
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Von Otto Kirmse

Syke. „Das ist eine Bombenstimmung gewesen gestern Abend im Garten des Vorwerks“, schwärmte noch einen Tag später eine Syker Besucherin des Konzerts. Und recht hatte sie. Unter blauem Himmel bei sommerlichen Temperaturen hatte sich eine Riesenzahl von Gästen im idyllischen Garten des Zentrums für zeitgenössische Kunst eingefunden, um beim ersten Konzert im Zuge des Gartenkultur-Musikfestivals die Bremer Kultband "Larry and the Handjive" live zu erleben.

Kaum wollten die auf Paletten bereitgelegten Klappstühle reichen, etliche Bierzeltgarnituren waren bald belegt und einige Besucher hatten auch von der Möglichkeit Gebrauch gemacht, einen Picknickkorb mitzubringen. Als die Band am Sonnabend um 19 Uhr auf der Bühne erschien, hatte die eingespielte Musik aus den Lautsprechern bereits perfekt auf den kommenden Abend eingestimmt. Da war natürlich Elvis zu hören mit „You ain't nothin' but a hound dog“ und dem Hit „My Blue Suede Shoes“. Schließlich hat es sich die 1986 in Bremen gegründete Band zum Ziel gesetzt, die Pop- und Rockmusik der 1950er- und 1960er-Jahre in ihrem ganzen Sound am Leben zu erhalten. Dabei spielte sie immer wieder mit bekannten Musikern dieser Szene, wie Tony Sheridan, zusammen. Zudem kann die Band auf viele erfolgreiche Konzerte in zurückblicken, vor allem in der norddeutschen Region.

In langer Schlange standen noch viele Gäste am Gastro-Zelt der Lions Club Damen für ein Getränk an, als die ersten kräftigen Beats den Musikabend eröffneten. Die Band spielte mit zwei Gitarren, auch akustische Gitarre, Bass (E-Bass und Kontrabass) für ein Stück mit Akkordeon, Keyboard und natürlich Drumset.

In der Begrüßungsansprache erinnerte sich Larry daran, vor etwa zehn Jahren schon einmal in Syke gespielt zu haben. Und dann ging die Party los. Es gab viel Beifall für die ersten Lieder, besonders für den Kunstpfeifer Herbie Miller mit dem Hit „Walking in the Rain“. Sehr nah am Original klang der Titel „Gimme some Lovin'“ von der Spencer Davis Group. Unverwechselbar der Beginn mit den heftigen Beats, unterlegt von den Orgeltönen des Keyboards.

Das gut gelaunte Publikum zeigte rundum, dass ihm die Musik in die Beine ging. Der treibende Blues-Rock von „The Wanderer“ brachte viel Begeisterung und Applaus, wie bei allen Stücken, die an diesem besonderen Abend gespielt wurden.

Mit dem Hit „Rock Everybody, Roll Everybody“ ging es dann mit viel Schwung und reichlich Sound in die Pause. „Sie spielen genau die Musik, die wir früher immer gehört haben“, meinte eine Besucherin aus Kirchweyhe mit hörbarer Begeisterung in der Stimme. Dafür war sie eigens mit dem Fahrrad angereist.

Die Pause dauerte ungewöhnlich lange 45 Minuten, was aber der Stimmung keinen Abbruch tat. Allenthalben waren die Besucher miteinander im Gespräch, holten sich noch das eine oder andere Glas Wein und tauschten sich untereinander aus. Und da viele Besucher schon etwas älter waren, konnte man unschwer erraten, dass an diesem Abend eine Generation einen perfekten Rahmen gefunden hatte, sich über so manche Erinnerung an die „alten Zeiten“ auszutauschen.

Zu Beginn des zweiten Teils des Abends trauten sich dann schon eine größere Zahl von Tänzern vor die Bühne. Und mit bekannten Titeln wie „Route 66“, "All My Loving" und "Dedicated Follower of Fashion" ging es in die hereinbrechende Nacht. Da die Sonne schon hinter den Bäumen am Versinken war, konnte „Hey Jude“ von den Beatles mit den geschwenkten Handylampen gefeiert werden.

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