Noch kein Ende in Sicht Großbaustellen an den Grundschulen in Syke und Heiligenfelde

Die eine Grundschule wird modernisiert, die andere vergrößert – in Syke und Heiligenfelde ist der Unterricht auf der Baustelle für Schüler momentan Alltag. Gerade in Syke ist noch lange kein Ende in Sicht.
15.09.2022, 12:23
Lesedauer: 3 Min
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Großbaustellen an den Grundschulen in Syke und Heiligenfelde
Von Lina Wentzlaff

Syke. Mehrere Millionen Euro stecken jeweils hinter den künftigen Veränderungen der Grundschulen in Syke und Heiligenfelde. "Das wird eine ganz tolle Sache", kündigt Christian Gill, Projektleiter im Bauamt Syke, bei der Begehung der Baustellen an der Grundschule Am Lindhof und der Astrid-Lindgren-Schule an. Doch bis dahin haben er und seine Teams vor Ort noch einiges vor sich.

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Mit dem Neubau soll die Fläche der Grundschule in Heiligenfelde von rund 1400 auf 2800 Quadratmeter verdoppelt werden (wir berichteten). Das neue Gebäude verbindet künftig den alten Altbau und den neueren Altbau. Durch einen langen Gang können die Kinder dann von einem Gebäudeteil trockenen Fußes in den anderen gelangen. Im Herzen des Neubaus wird die neue Mensa ihren Platz finden, deren Räumlichkeiten zudem als Aula für Schulveranstaltungen dienen können. An einem Ende ist eine Frischküche untergebracht, am anderen der Musikraum. Durch eine flexible Trennwand zur Aula ist der Raum auch als kleine Bühne nutzbar. Zudem gibt es eine separate Lehrküche und einen Gruppenraum, berichtet Christian Gill.

Dezentrale Lüftungsanlage

Derzeit bedarf es jedoch einiger Vorstellungskraft, um das erkennen zu können. Der Boden und die Wände sind in vielen Räumen noch blank, und auch die Türen sind rund um die Mensa noch nicht eingebaut. Nur ein Teil des Neubaus – auf dem ehemaligen Schulhofspielplatz – konnte in den vergangenen Wochen von den Schülerinnen und Schüler schon bezogen werden und lässt erahnen, wie die künftige Schule aussehen wird. "Hier handelt es sich um zwei neue Klassenräume und einen Gruppenraum", berichtet Gill. Der komplette Neubau wird über Wärmepumpen beheizt. "Wir haben hier eine Besonderheit an der Schule: Alle Räume bekommen eine dezentrale Lüftungsanlage, die während Corona gefördert wurde."

Eigentlich hätte der Bauabschnitt zum neuen Schuljahr schon komplett fertig sein sollen. "Aber wir haben etwa ein Jahr Verzögerung", sagt der Projektleiter. Somit wird sich auch das Ende der gesamten Arbeiten, das eigentlich für 2023 geplant war, um rund zwölf Monate verschieben. Gründe dafür sind die Corona-Pandemie, Personalengpässe und Materialmangel. "Stellenweise verzweifeln wir hier auch", betont Gill.

In den kommenden Monaten sei zudem der Umbau des Altbaus, der Richtung Königstraße zeigt, geplant. "Der wird energetisch auf den neusten Stand gebracht", berichtet Gill. Unter anderem seien Arbeiten an der Fassaden, dem Dach sowie den Decken geplant, und auch die Fenster und Fußböden werden neu gemacht. Aufgrund der Verzögerung und daraus resultierenden Raummangels habe die Schule eine Notlösung finden müssen, schließlich muss der Unterricht weitergehen. "Deswegen sind zwei Klassen in den fertigen Teil des Neubaus gezogen", sagt Gill und hebt die große Geduld und Flexibilität der Schulleitung, der Lehrenden sowie der Schülerinnen und Schüler hervor.

Als letzten Schritt hat das Bauamt die Sanierung des neuen Altbaus – Richtung Sportplatz zeigend – und des Verwaltungstrakts vorgesehen. Des Weiteren steht noch die Gestaltung der Außenanlage an. Ganze 7,5 Millionen Euro hat der Rat für die Bauarbeiten im Haushalt bewilligt. "Das wird hier eine Vorzeigeschule", ist sich der Projektleiter sicher. 

Brandschutzsanierung Am Lindhof

Noch länger dauert der Umbau in Syke. In der Grundschule am Lindhof ist die Stadt gerade dabei, alle Jahrgangsbereiche unter dem Aspekt Brandschutz zu sanieren. "Nach der Mensa musste auch im Rest der Schule brandschutztechnisch hergestellt werden", berichtet Gill. Pro Jahrgang rechnet die Stadt mit einem Schuljahr Umbauzeit. Gearbeitet wird vom vierten Jahrgang zum ersten. Und so werden im Namen der Modernisierung die Räume bis auf die nackte Bausubstanz entkernt.

Das Treppenhaus, das in das vierte Stockwerk führt, ist mittlerweile abgeklebt. "Das haben wir dichtgemacht, damit die Schüler auch nicht hereinkommen und Baulärm abgedämmt wird", sagt Gill. Der Jahrgang musste derweil anders untergebracht werden. Die besonders lauten Arbeiten sollen sich jeweils in den Sommerferien abspielen. Für die Kernsanierung rechnet die Stadt mit jeweils einer Million Euro pro Schuljahr. Nach den Klassenräumen muss das Forum neu gemacht werden. Und auch auf den Verwaltungstrakt sowie die Treppenhäuser haben die Regelungen des Brandschutzes einen Einfluss. Sie müssen "eingehaust" werden, erklärt Gill. Damit die preisgekrönte Architektur des mittlerweile in die Jahre gekommenen Gebäudes nicht verloren geht, soll viel Glas verbaut werden.

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