Jugend- und Kulturzentrum Syke Arbeiten am Skatepark Syke haben begonnen

Seit Anfang September laufen die Bauarbeiten am Skatepark beim Jugend- und Kulturzentrum am Lindhof in Syke. Wenn alles weiterhin gut läuft, könnte die Anlage schon im Oktober fertig werden.
20.09.2022, 11:00
Lesedauer: 3 Min
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Von Norbert Lyko

Syke. Es gab nur strahlende Gesichter, als der Vorsitzende des Vereins Rund ums Syker Rathaus, Johannes Huljus, einer kleinen Gruppe voller Stolz den Fortschritt der Arbeiten am Neubau des Skateparks in Syke präsentieren konnte. „Mit dem Bau wurde am 1. September begonnen, und ich bin überrascht und stolz, dass wir schon so weit sind", erklärte Huljus den anwesenden Jugendlichen, Vertretern der Baufirma und der Jugendarbeit. "Dies haben wir allen an der Planung Beteiligten zu verdanken und aktuell der bauausführenden Firma Lars Meyer aus Timmendorfer Strand.“

Und tatsächlich: Der Skatepark beim Jugend- und Kulturzentrum am Lindhof nimmt Formen an. Erste modellierte Elemente des Skateparks sind schon deutlich erkennbar. Es ist noch nicht lange her, da wurde beim Abräumen der alten Anlage den Jugendlichen klar, dass es mit der neuen Anlage nun endlich losgeht. Die Jugendlichen selber waren an der Planung des Skateparks beteiligt und tüftelten aus vier Entwürfen eine Anlage mit sogenannten Ledges, Quarterpipes, Pools, Banks und Rails aus.

Jugendliche planen mit

Die Jugendlichen Lars Meyer, Luis-Hendrik Thöle und Jasper Slotosch erläuterten der Gruppe die einzelnen Elemente und machten deutlich: „Uns war wichtig, dass die Anlage hauptsächlich für Skater bestimmt ist. BMX und Scooter sind deswegen aber nicht außen vor, auch sie können die Anlage nutzen. Außerdem möchten wir uns auf der Anlage wohlfühlen, deshalb werden auch noch Bänke und Sitzgruppen unter anderem aus Steinquadern aufgestellt. Und eine Beleuchtung wäre natürlich noch toll.“ Jugendpfleger Abdelhafid Catruat teilt die Begeisterung der Jugendlichen: „Hier wurde etwas Einzigartiges mit den Jugendlichen gemeinsam geplant." Vergleichbares finde man nicht in der Nähe, betonte er.

Der Verein Rund ums Syker Rathaus ist Bauherr des Neubaus und hat mit der Stadt Syke einen Partnerschaftsvertrag geschlossen. Ein Vorteil der Kooperation sei dabei, dass der Verein nicht den üblichen Ausschreibungszwängen eines öffentlichen Auftraggebers unterworfen ist. Neben dem Skatepark gebe es noch weitere gemeinsame Projekte mit der Stadt, wie das Café in der Waldstraße 3, berichtete Johannes Huljus. "Alle laufen erfolgreich. Für den Skatepark konnten wir zwei bundesweit erfahrene Fachfirmen als Partner gewinnen, Maier Landschaftsarchitektur aus Köln für die Projektierung und Florian Freese für die Bauausführung."

Auch die Finanzierung lasse sich durch einen solchen Partnerschaftsvertrag eher stemmen. Die Gesamtkosten liegen bei rund 210.000 Euro. 75.000 Euro übernimmt davon die Stadt, genauso viel auch der Verein. "Unter anderem aus Überschüssen aus dem Café sowie Spenden zahlreicher örtlicher Sponsoren", erklärte Johannes Huljus. Die fehlenden Mittel steuert die EU über die Förderrichtlinie ZILE und der Landkreis über das Förderprogramm Starkklar bei.

Mit Herz und Seele dabei

„Wenn der Bau so weiter fortschreitet, ist mit der Fertigstellung bereits Mitte Oktober dieses Jahres zu rechnen“, so der Chef der Baufirma, Lars Meyer. Der Skatepark könne dann aber noch nicht gleich genutzt werden, da er erst einmal durchhärten müsse. "Das dauert sicher noch 30 Tage", vermutet Meyer. Stolz ist er aber auf sein sechsköpfiges Bau-Team. Allesamt Skaterinnen und Skater. "Die sind mit Herz und Seele dabei; eine Voraussetzung für ein gutes Gelingen.“

Material wie Beton und Schüttgüter werden von ortsansässigen Firmen geliefert. Und bei den restlichen Arbeiten wie Rasenansaat und Herstellung der Außenböschungen wird der Verein mit den Jugendlichen einiges an Eigenleistung erbringen. Johannes Huljus und Abdelhafid Catruat sind dankbar für die bisherige Spendenbereitschaft und würden sich freuen, wenn auf diese Weise auch noch die fehlende Beleuchtung finanziert werden könnte. „Wir investieren hier für die Jugend, für den schönsten Skatepark im Umkreis, also bestens angelegtes Geld.“

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