Jugendarbeit Syke Umfangreiches Angebot für junge Leute

Der Ausschuss für Schule, Kita, Jugend und Sport kam am Dienstag wieder zusammen. Der Jugendpfleger der Stadt Syke, Abdelhafid Catruat, zog eine Zwischenbilanz über die Angebote für Jugendliche in diesem Jahr.
05.10.2022, 16:39
Lesedauer: 3 Min
Zur Merkliste
Von Tim Waßmuth/ AWE

Syke. Abdelhafid Catruat hatte überwiegend Positives zu berichten. Der Jugendpfleger der Stadt Syke zog in der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Schule, Kita, Jugend und Sport eine Zwischenbilanz, wie die Projekte für Jugendlichen in der Hachestadt bisher ankamen.

Mit der Jugendpflege in Syke sind in den letzten Monaten einige Aktionen und Projekte realisiert worden. Im Bereich Jugendkultur hat es am 27. Januar eine Veranstaltung anlässlich des Holocaust-Gedenktages gegeben. In Verbindung mit der Luise-Chevalier-Schule wurde ein Theaterstück vorbereitet, das aufgrund von Corona allerdings nicht gezeigt werden konnte. "Es nahmen Jugendliche teil, die sonst nicht an dieser Thematik dran waren", berichtete der Stadtjugendpfleger. Zudem folgte im März eine Aufräumaktion mit mehr als 30 Teilnehmern.

Mehr als 100 Aktionen

Als großes Highlight wartete im Sommer eine Ferienspaßaktion mit mehr als 100 Aktionen auf die Kinder und Jugendlichen. Wie bereits in den vergangenen Ferien gab es abermals einen großen Zuspruch der Syker Vereine, Institutionen und Organisatoren, für den Nachwuchs attraktive Angebote anzubieten. Erstmals bot die Stadt ein Zeltlager für die 15- bis 22-Jährigen an. Vom 18. bis zum 21. Juli ging es für sie an die Ostsee, auf den Jugendgruppenzeltplatz Falkenhorst bei Kiel. "Das war eine tolle Aktion. Es hat wirklich Spaß gemacht", berichtete Catruat begeistert. Auch die internationale Begegnung von Jugendlichen aus Syke, Polen, Marokko im Sommer sei ein voller Erfolg gewesen. Deswegen soll schon Ende Oktober das nächste Projekt starten. Der internationale Jugendaustausch wird vom 22. bis 31. Oktober in der Hachestadt stattfinden. Dieses Mal allerdings mit Teilnehmern aus Syke, Marokko und Israel. Im Fokus der zehntägigen Zusammenkunft liegt das Thema Klimaschutz. Anmeldeschluss ist am 10. Oktober.

Die Begeisterung des Jugendpflegers nahm auch beim nächsten Thema nicht ab. Denn am 1. September startete der Bau des neuen Skateparks am Lindhof in Syke. Schon im Oktober könnte die Anlage fertiggestellt sein. "Davon träumen viele Kommunen", sagte Catruat. Die alte Skater-Anlage ist abgebaut worden und werde zeitnah in der Bremer Straße in Barrien wieder aufgestellt. Ein Gespräch mit einem Barrier Verein werde aktuell geführt. Die Anlage soll öffentlich zugänglich sein.

"Jugend entscheidet" im Theater

Am vergangenen Donnerstag und Freitag fand zudem noch das Projekt "Jugend entscheidet" der Hertie-Stiftung statt. Die Hachestadt möchte so junge Menschen für die Kommunalpolitik begeistern. Mit einem zweitägigen Workshop und einer abschließenden fiktiven Ratssitzung startete nun die Hauptveranstaltung des Projektes im Syker Theater. Rund 100 Schülerinnen und Schüler aus der Hachestadt waren bei dem Projekt dabei. "Das war wirklich großartig", berichtete CDU-Ratsfrau Stefanie Bremer, die bei dem Projekt auch vor Ort war.

Worauf der Jugendpfleger noch aufmerksam machte, war die personelle Situation im Jugendhaus Barrien. Durch die Unterbesetzung habe das Haus aktuell nur dienstags im Zeitraum von 12 bis 14 Uhr geöffnet. Hier bedarf es also noch Unterstützung. Die Auflistung der einzelnen Projekte und Angebote kam bei den meisten Ausschussmitgliedern gut an. "Ich würde sofort dort arbeiten", meint Grünen-Mitglied Nils Brickwedel. Und auch SPD-Ratsfrau Mercedes Isabell Jagst hatte nur Lob für die Aktionen der Syker Jugendpflege übrig: "Die finanziellen Mittel für die Projekte zur Verfügung zu stellen, war genau richtig."

Zur Sache

Ganztagsschule in Barrien

Ein weiteres Thema im Syker Jugendausschuss waren die Pläne, auch die Grundschule an der Wassermühle in Barrien für den Ganztag auszubauen. Denn die Verwaltung geht davon aus, dass im Schuljahr 2026/2027 deutlich mehr Schülerinnen und Schüler einen Ganztagsplatz in Anspruch nehmen müssen. Die Stadt Syke hat sich deswegen im Voraus mit Schulleiter Björn Scheer und dem Schulelternrat zusammengesetzt, um den tatsächlichen Bedarf an Räumen zu erörtern. Die Einordnung stellte sich bei den Gesprächen jedoch als schwierig heraus, berichtete Fachbereichsleiterin Claudia Prößler. Der Ausschuss beschloss deswegen, einen Architekten zu beauftragen, einen entsprechenden Plan zu erstellen. In diesem Zusammenhang sei auch abzuklären, ob alle notwendigen Gebäudekomplexe auf dem bisherigen Schulgelände unterzubringen sind. Auch die Möglichkeit eines Neubaus soll in die Machbarkeitsstudie einbezogen werden. Die Angaben sollen spätestens bis Ende Mai 2023 vorliegen.

Jetzt sichern: Wir schenken Ihnen 1 Monat WK+!
Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Einwilligung und Werberichtlinie

Ich erkläre mich damit einverstanden, dass die von mir angegebenen Daten dazu genutzt werden, regelmäßig per E-Mail redaktionelle Inhalte des WESER-KURIER seitens der Chefredaktion zu erhalten. Die Daten werden nicht an Dritte weitergegeben. Ich kann diese Einwilligung jederzeit formlos mit Wirkung für die Zukunft widerrufen, z.B. per E-Mail an widerruf@weser-kurier.de.
Weitere Informationen nach Art. 13 finden Sie unter https://www.weser-kurier.de/datenschutz

Schließen

Das Beste mit WK+