Syker Stadtrat Andreas Schmidt ist neuer Ratsvorsitzender

Über zahlreiche Um- und Neubesetzungen hatte der Syker Stadtrat am Donnerstagabend zu befinden. Zuvorderst die Position des Ratsvorsitzes, aber auch das Amt der Schiedsperson und der Stellvertretung.
13.05.2022, 15:12
Lesedauer: 2 Min
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Andreas Schmidt ist neuer Ratsvorsitzender
Von Sarah Essing

Syke. Um- und Neubesetzungen nahmen am Donnerstagabend einen großen Teil der Sitzung des Syker Stadtrats ein. Nachdem Karsten Bödeker sich beruflich verändert hat (wir berichteten), musste seine Nachfolge geregelt werden – sowohl in der SPD-Fraktion als auch in seiner Funktion als Ratsvorsitzender.

Die Nachfolge in der SPD-Fraktion war bereits vor Beginn der Sitzung geregelt. Gemäß Wahlergebnis rückt Ralf Betcher nach. Bürgermeisterin Suse Laue musste ihn nur noch förmlich verpflichten und über seine Pflichten belehren.

Zügig ging auch die Wahl des neuen Ratsvorsitzenden vonstatten. Die FWG schlug ihren bisherigen Fraktionsvorsitzenden Andreas Schmidt vor, der, wie berichtet, diesen Posten niedergelegt hat. Gegenvorschläge gab es keine. Bei einer Enthaltung stimmte das Gremium für den 58-jährigen Kriminalhauptkommissar. Dieser nahm die Wahl an und dankte für das Vertrauen seiner Ratskollegen. "Ich freue mich, dass ich das jetzt so machen darf", sagte er und verlieh seiner Hoffnung auf eine weitere gute Zusammenarbeit Ausdruck, ehe die Fraktionsvorsitzenden von CDU, SPD und Grünen ihm gratulierten und kleine Präsente überreichten. Ein wenig haderte der neue Ratsvorsitzende noch mit dem Sitz, der ihm nun nur noch zur Verfügung steht, als er an seiner neuen Position Platz nahm. "Das ist hier enger", scherzte er.

Da Marlene Früchtenicht den Fraktionsvorsitz der FWG übernommen hat (wir berichteten), stand auch ihre Position als stellvertretende Ratsvorsitzende zur Disposition. Dafür kam von der SPD Tahir Göcmen als Vorschlag. Bei einer Gegenstimme wurde er gewählt. Als neues Mitglied der SPD-Fraktion für die Gesellschaftsversammlung der Netzgesellschaft und als neues stellvertretendes Mitglied für die Gesellschaftsversammlung der Stadtwerke benannte die SPD-Fraktion Mercedes Isabell Jagst.

Wahl der neuen Schiedsperson

Das waren allerdings nicht die einzigen Stimmen, die die Ratsmitglieder abgeben mussten. Auf der Tagesordnung stand zudem die Neuwahl einer Schiedsperson und ihres Stellvertreters. Für dieses Amt hatten sich fünf Männer beworben: Martin Edenharder aus Heiligenfelde, Ralf Eggers aus Barrien, Heino Hassel aus Barrien, Michael Schröder aus Ristedt und Bernd Wilhelm aus Syke. Der Stadtrat wählte Heino Hassel als neue Schiedsperson. Der studierte Telekommunikationsingenieur und dreifache Vater hat die vergangenen fünf Jahre das Amt bereits stellvertretend innegehabt. Als neue stellvertretende Schiedsperson wählte der Stadtrat Bernd Wilhelm aus Syke.

Zweiter Versuch fürs Gängeviertel

Über die Um- und Neubesetzungen hinaus standen auch noch einige Entscheidungen auf der Agenda. Bei jeweils einer Gegenstimme, befürwortete der Rat den Verkauf zweier Grundstücke im Gewerbegebiet Hinterm Bahnhof. Die Neufassung der Straßenreinigungssatzung und der Straßenreinigungsverordnung wurde bei zwei Enthaltungen verabschiedet und der Aufstellungsbeschluss für den Hundeplatz an der Bundesstraße 6 in Barrien bei einer Enthaltung und fünf Gegenstimmen.

Den Bebauungsplan Westlich der Kieler Straße in Barrien nahm der Rat zur Kenntnis. Nachdem die Planung zum Bauleitverfahren bereits seit Juni 2020 abgeschlossen ist, fehlte ein Satzungsbeschluss, da es Uneinigkeiten mit Blick auf die Erreichbarkeit des Plangebiets, vor allem mit Baufahrzeugen, gab. Diese konnten nun geklärt werden. Den Satzungsbeschluss verabschiedete der Rat dann mit 20 Ja- und 13 Nein-Stimmen.

Einigkeit herrschte im Rat hingegen beim Gängeviertel. Einstimmig befürwortete das Gremium, einen Antrag auf Aufnahme in die Städtebauförderung für das Programmjahr 2023 zu stellen.

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