Hallenbad Syke Innenausbau schreitet voran

Die neue Halle und das neue Becken sind fertig. Von außen sieht das Syker Hallenbad schon gut aus, doch im Inneren sind die Bauarbeiter noch kräftig am arbeiten.
18.08.2022, 15:34
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Innenausbau schreitet voran
Von Sarah Essing

Syke. Die Halle für das neue Becken im Syker Hallenbad ist fertig, das Dach ist drauf, zurzeit sind vor allem die Landschaftsbauer aktiv. Sie bearbeiten den Außenbereich vor, berichtet Mario Kruse vom Bauamt der Stadt Syke beim Vorort-Termin. Dort entsteht nicht nur eine Liegewiese für den Aufenthalt im Freien, sondern auch ein Spielbereich und ein Beachvolleyballfeld. Von außen sieht das Hallenbad schon gut aus.

Im Inneren ist es allerdings noch deutlich sichtbar eine Baustelle. Im Eingangsbereich stapeln sich Materialien, die aktuell verbaut werden. Hier und da ragen noch Kabel aus den unverputzten Wänden. Im Umkleidebereich fehlen Zwischenwände und die Schränke. "Die werden in Kürze wieder eingebaut", verrät Kruse.

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Der Durchbruch für einen barrierefreien Zugang samt entsprechenden sanitären Anlagen ist hingegen schon fertig. Nur die Fliesen fehlen noch. In dieser Hinsicht sind die Bauarbeiter im Bad selbst schon ein Stück weiter. Sowohl die Ruhebänke an den Seiten als auch die Außenumrandung des neuen Babybeckens, das komplett neu gestaltet wurde (wir berichteten), sind zum Teil bereits mit den neuen Mosaikfliesen belegt. Natürlich alles passend in verschiedenen Grüntönen. Auch der Nicht-Schwimmerbereich hat neue Bodenfliesen erhalten. "Die alten entsprachen nicht mehr der gebotenen Rutschfestigkeit", erläutert Kruse.

Im Schwimmer-Bereich war das nicht erforderlich. Dafür gibt es dort eine neue Messanlage samt Anzeige für den Sportbetrieb. Ein Wunsch der Vereine, die das Hallenbad nutzen, wie Kruse verrät. Sie konnten hinsichtlich der Planung Wünsche äußern und Hinweise geben. "Die Wasserballer fiebern der Eröffnung entgegen", weiß er zudem zu berichten. Aber auch bei den Schwimmsportlern dürfte die Vorfreude inzwischen hoch sein, denn im Zeitplan hinken die Arbeiten ein wenig zurück. "Der Zeitplan war von Anfang an sehr eng gesteckt", so Kruse. Dann kamen noch einige Verzögerungen hinzu. Die Lieferengpässe und Krankheitsausfälle verschonten auch die ausführenden Firmen nicht. Im April 2023 soll aber alles fertig sein. Dabei wird der finanzielle Rahmen eingehalten.

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Hinzu kamen noch einige Herausforderungen, die mit den Besonderheiten eines Hallenbades zusammenhängen. Für die Kästen, in der die spezielle Lüftung für die Fenster untergebracht werden muss, etwa gibt es keine Normgrößen. Sie mussten eigens angefertigt werden. "Das ist aufwendig und teurer", sagt Kruse. Aufwendig war auch die gründliche Reinigung der Fenster, die trotz der fortschreitenden Bauarbeiten bereits erfolgte. "Mit speziellen Mitteln und Poliermaschinen", wie Kruse verrät, wurden sie von Kalkablagerungen und weiteren Rückständen befreit.

Im Keller, wo sich die Schwimmbadtechnik und damit das Herzstück des Hallenbadbetriebs verbirgt, sind die Arbeiten so gut wie abgeschlossen. Die alte Technik wurde entfernt – "damit haben wir auch deutlich mehr Platz gewonnen", berichtet Kruse. Platz, der nun für die Lagerung der verschiedenen Materialien genutzt werden kann. Der Anschluss an ein Blockheizkraftwerk ist erfolgt. Künftig kann das Hallenbad damit jetzt mit Biogas beheizt werden. Die Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung hat zudem ein eigenes kleines Gebäude an der Rückseite erhalten. Und am Schwallwasserbecken wurde nicht nur der Beton saniert. "Für die Aufbereitung des Schwallwassers gibt es jetzt eine eigene Aufbereitungsanlage", so Kruse. Das ist nachhaltiger, weil so weniger Abwasser produziert wird und dadurch auch die laufenden Kosten geringer sind. Erhalten blieb hingegen die Filteranlage. Sie wurde lediglich angepasst und aufbereitet.

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