Sturm am Donnerstag Bäume blockieren Straßen

Das Gewitter und der Sturm am Donnerstag haben im Landkreis Diepholz zu mehreren Feuerwehreinsätzen geführt. Die Kräfte hatten es vor allem mit Gehölzen zu tun, die auf Straßen gefallen waren.
05.08.2022, 16:35
Lesedauer: 3 Min
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Von Wolfgang Sembritzki Ivonne Wolfgramm

Landkreis Diepholz. Die Feuerwehren im Landkreis Diepholz sind bedingt durch das Gewitter und den Sturm am Donnerstag zu mehreren Einsätzen ausgerückt. Im Stuhrer Ortsteil Varrel wurde die Ortsfeuerwehr Stuhr um 17.37 Uhr zu einem Sturmschaden an den Alten Postweg gerufen. Dort drohte ein Ast auf die Straße zu fallen, teilt Feuerwehrsprecher Nico Krumhorn mit. Vor Ort stellten die Kräfte fest, dass besagter Ast in einigen Metern Höhe hing. Um das Gehölz gefahrlos entfernen zu können, forderten die Feuerwehrleute Hilfe von der Drehleitereinheit in Brinkum an. Schließlich entfernten die Kräfte den Ast und rückten nach rund 45 Minuten wieder ab. 

Ebenfalls mit einem Ast, der auf die Straße zu fallen drohte, hatte es die Feuerwehr Fahrenhorst zu tun: Sie wurde um 17.47 Uhr an die Wulfhooper Straße gerufen. Auch dieser Ast hing hoch, weshalb erneut die Drehleiter aus Brinkum zum Einsatz kam, erklärt Krumhorn. Da diese zu dem Zeitpunkt noch in Varrel beschäftigt war, sperrten die Fahrenhorster Kräfte den Bereich ab, bis die Brinkumer Kollegen eintrafen und der Ast entfernt werden konnte. Nach rund einer Stunde rückte die Feuerwehr wieder ab. Sonst blieb es laut Gemeindefeuerwehrsprecher Christian Tümena ruhig in Stuhr. Komplett vorbeigezogen ist das Unwetter an der Gemeinde Weyhe: Dort musste keine Wehr ausrücken, teilt Gemeindefeuerwehrsprecher Steffen Wohlers mit.

In Schwarme war die Ortsfeuerwehr ab 16.45 Uhr gleich dreimal gefordert, um die Folgen des Sturms zu beseitigen. Wie Ortsbrandmeister Frank Tecklenborg mitteilt, waren auf die Bremer Straße (L 331) mehrere große Äste gefallen. Die Einsatzkräfte legten die Baumteile im Wegeseitenraum ab und sicherten den Verkehr. Gleichzeitig meldete die Rettungsleitstelle einen weiteren Einsatz, der die Feuerwehr zur Straße An der Heide alarmierte. Dort war infolge des Sturms eine große Esche auf ein Wohnhaus gefallen. Die Kameraden sicherten die Einsatzstelle und zersägten mit Motorsägen den Baum von oben herab. "Auf dem Nachbargrundstück war eine Eiche auf zwei Kleintransporter gefallen", informiert Ortsbrandmeister und Einsatzleiter Frank Tecklenborg weiter. Insgesamt 14 Einsatzkräfte waren bis 19 Uhr im Einsatz.

Viel zu tun hatten die Feuerwehren in den Syker Ortsteilen Heiligenfelde und Henstedt. Der erste Einsatz ging laut Stadtfeuerwehr-Pressesprecher Torben Schmidt am Donnerstagnachmittag gegen 16.35 Uhr ein. Die Ortsfeuerwehr Heiligenfelde wurde mit dem Stichwort "T1 – Baum auf Straße" an die Straße Fuchsberg alarmiert. Auf der Anfahrt zum Feuerwehrhaus stießen einige Kameraden der Ortsfeuerwehr auf eine weitere Einsatzstelle auf der Heiligenfelder Straße, weshalb sich die Einsatzkräfte aufteilten und beide Einsatzorte anfuhren. Auf der Heiligenfelder Straße mussten die Feuerwehrleute lediglich einige größere Äste von der Fahrbahn räumen. Am Fuchsberg waren die Arbeiten umfangreicher: "Hier musste ein beschädigter Baum komplett abgetragen werden", berichtet Torben Schmidt. Die Ortsfeuerwehr Syke wurde mit ihrer Drehleiter nachalarmiert.

Um 17.35 Uhr ging bei der Leitstelle in Diepholz der nächste Einsatz ein, während die Arbeiten am Fuchsberg noch nicht abgeschlossen waren. An der Straße Unter den Eichen drohte ein großer Ast auf die Fahrbahn zu fallen, ein gleiches Szenario zeigte sich an der vierten Einsatzstelle auf der Bundesstraße 6, Ortsausgang Heiligenfelde in Richtung Nienburg. Beide Male entfernten die Feuerwehrleute die Äste mithilfe der Drehleiter. In Heiligenfelde sperrte die Feuerwehr die B 6 dazu kurzzeitig in beide Richtungen. Um 18.30 Uhr waren alle vier Einsätze abgearbeitet, die 20 Feuerwehrleute beider Ortsfeuerwehren konnten einrücken. Die fünfte und letzte Alarmierung des Abends ging um 18.55 Uhr bei der Ortsfeuerwehr Henstedt ein. Dieses Mal mussten die Einsatzkräfte nur einen Ast beseitigen, der auf der Halbetzer Straße lag.

Der erste Einsatz für die Twistringer Ortsfeuerwehren ging um 16.07 Uhr für die Kameraden in Heiligenloh ein. Im Harmschen Holz lag ein großer Buchenast auf der Fahrbahn, den die 15 Einsatzkräfte innerhalb von 30 Minuten von der Straße räumten. Kaum war das erledigt, wurden sie zur Unterstützung der Ortsfeuerwehr Drentwede alarmiert. Auf der Bundesstraße 51 in Fahrtrichtung Barnstorf blockierte auch hier ein umgestürzter Baum die Fahrbahn. Die B 51 musste für die Aufräumarbeiten kurzzeitig voll gesperrt werden. Nach einer halben Stunde war auch dieser Einsatz beendet.

Um 16.33 Uhr machte sich die Ortsfeuerwehr Borwede auf den Weg zu ihrem Einsatz. "Auf einem kleinen Gemeindeweg war eine Eiche mit einem Stammdurchmesser von 50 Zentimetern umgestürzt", teilt Jens Meyer, Pressesprecher der Twistringer Feuerwehr, mit. Dabei hat der Baum eine Telefonleitung beschädigt. Die Feuerwehr sperrte die Straße ab, der Bauhof soll sich zeitnah um die Beseitigung des Baumes kümmern.

Der letzte Einsatz ging um 16.57 Uhr bei der Ortsfeuerwehr Rüssen ein. Auf der Gemeindestraße in der Nähe einer Hühnerfarm blockierte ein zwölf Meter langer umgestürzter Baum die Fahrbahn. Mit acht Einsatzkräften und dem Ortsbrandmeister dauerte es rund 45 Minuten, den Baum zu beseitigen.

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