Sturmtief Nadia Kaum Schäden durch Sturmtief Nadia

Sturmtief Nadia ist am Wochenende auch über den Landkreis Diepholz hinweggefegt. Der Schaden hielt sich jedoch in Grenzen, meldet die Feuerwehr.
30.01.2022, 16:52
Lesedauer: 4 Min
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Von Wolfgang Sembritzki Sarah Essing

Landkreis Diepholz. Das Sturmtief Nadia ist am Wochenende ab Sonnabendnachmittag auch über den Landkreis Diepholz hinweggefegt. "Insgesamt konnte man 'Gott sei Dank' nur 26 Einsätze im Landkreis Diepholz verzeichnen", meldet Ralf Schröder, stellvertretender Pressesprecher Mitte der Kreisfeuerwehr. 23 Sturmeinsätze mussten abgearbeitet werden. Die Feuerwehren aus dem Nordkreis rückten mehrmals aus, um umgekippte Bäume und herabgefallene große Äste auf Fahrbahnen zu beseitigen.

In der Gemeinde Stuhr mussten mehrere Feuerwehren ausrücken. In Fahrenhorst wurden die Einsatzkräfte am Sonnabend um 17.39 Uhr alarmiert, weil ein 15 Meter hoher Baum auf die Hauptstraße gefallen war, meldet Feuerwehrpressesprecher Christian Tümena. Sie zerlegten den Stamm mit einer Kettensäge, legten ihn im Seitenraum der Straße ab und fegten die Fahrbahn, sodass der Verkehr wieder fließen konnte. Auf dem Rückweg zum Feuerwehrhaus mussten sie dann noch einen weiteren Ast von der Fahrbahn räumen. An der Bundesstraße 51 drohte zudem ein Werbebanner auf die Fahrbahn zu wehen. Die Feuerwehr montierte es ab und sicherte es ebenso wie eine Markise, die ebenfalls drohte auf die B 51 zu wehen.

Die Feuerwehr Heiligenrode wurde um 17.47 Uhr am Sonnabend alarmiert. An der Neukruger Straße war ein großer Baum umgestürzt und blockierte die Fahrbahn, so Tümena weiter. Auch dieser wurde zersägt und von der Fahrbahn geräumt, nach knapp zwei Stunden rückten die Kräfte wieder ab. 

Die Feuerwehr Stuhr wurde um 18.09 Uhr am Sonnabend zu einem Sturmschaden gerufen. Am Gerhart-Hauptmann-Weg in Varrel war eine große Astgabel aus einer Zeder gebrochen und von einem Privatgrundstück auf die Fahrbahn gestürzt. Auch diesen zersägten die Feuerwehrleute und legten die Äste auf das Grundstück. Beim Blick auf den Baumstamm stellten die Einsatzkräfte fest, dass dieser von innen faul war. Sie zogen einen Baumsachverständigen der Gemeinde Stuhr hinzu. Dieser sollte klären, ob der Baum weiterhin sturzgefährdet ist oder gar komplett gefällt werden muss. Nachdem sich der Sachverständige ein Bild gemacht hatte, wurde entschieden, den Baum komplett zu fällen. Dazu kam dann erneut die Kettensäge und ein Greifzug, sowie ein Trecker eines ortsansässigen Unternehmers zum Einsatz. Nachdem der Baum lag, wurde der Stamm zerteilt und ebenfalls auf dem Grundstück des Eigentümers abgelegt. Die Kräfte reinigten die im Anschluss die Straße und rückten nach rund zwei Stunden im Einsatz wieder ab.

Um 0.35 Uhr am Sonntagmorgen war dann wieder die Feuerwehr Heiligenrode gefordert. Dieses Mal war ein Telefonmast umgestürzt und blockierte die Bürsteler Straße. Die Kräfte zersägten den Mast, um die Telefonleitung zu entlasten. Diese wurde dann an einem nahe gelegenen Baum befestigt, um weiteren Schaden an ihr zu verhindern und die Durchfahrtshöhe für Fahrzeuge zu gewährleisten. Nach einer Stunde war der Einsatz beendet.

Zu sechs technischen Hilfeleistungen rückten die Ortsfeuerwehren der Stadt Syke bis Sonntagmittag aus. Die Kräfte aus Jardinghausen und Heiligenfelde machten den Anfang: Am Sonnabend gegen 17.55 Uhr zerlegten sie einen Baum, der auf den Benser Weg gefallen war und legten ihn in den Seitenraum der Straße, meldet Torben Schmidt, Pressesprecher der freiwilligen Feuerwehr Stadt Syke. Auf dem Rückweg entdeckten die Heiligenfelder Feuerwehrleute einen Busch auf der Jardinghauser Straße, der auch dort die Rettungswege
versperrte und entfernt werden musste. Dort reichte es allerdings, den Busch von der Fahrbahn zu ziehen.

Gegen 18.45 Uhr am Sonnabend wurde die Ortsfeuerwehr Gödestorf alarmiert, um einen Baum zu entfernen, der auf den Schlattweg gefallen war. Die Kräfte zersägten das entwurzelte Gehölz und entfernten es von der Straße, so Schmidt weiter. 

Am Sonntagmorgen wurden dann weitere Sturmschäden entdeckt und der Leitstelle gemeldet. Die Ortsfeuerwehr Gessel-Ristedt fuhr gegen 10.15 Uhr an die Schützenstraße. Dort hatte sich ein durch den Sturm beschädigter Baum beim Fallen in der Krone eines daneben stehenden Baumes verfangen. Durch den Wind drohte dieser jederzeit herabzustürzen und war damit eine Gefahr für Passanten. Die Feuerwehr entfernte den Baum mit der Drehleiter der Ortsfeuerwehr Syke und legte ihn im Seitenraum ab.

Gegen 10.50 Uhr am Sonntagmorgen wurde die Ortsfeuerwehr Wachendorf auf einen Baum aufmerksam gemacht, der die Straße Neddernheide blockierte. Auch dieser war ein Fall für die Kreissäge. "Außer einer beschädigten Telefonleitung und einem durch herabfallende Baumteile beschädigten Zaun gab es an den Einsatzstellen der Feuerwehr aber keine weiteren Sachschäden und glücklicherweise keine Personenschäden", bilanziert Schmidt.

Für zahlreiche Einsätze hat das Sturmtief Nadia auch in der Samtgemeinde Bruchhausen-Vilsen gesorgt, teilt Feuerwehrpressesprecher Christian Wolter mit. Fünf Ortsfeuerwehren waren am Sonnabendabend im Einsatz, um umgestürzte Bäume und abgebrochene Äste zu beseitigen. Besonders gefordert sei dabei die Ortsfeuerwehr Schwarme gewesen. Sie musste ab 18 Uhr zu insgesamt drei Einsätzen aufbrechen. „Auf der Kirchstraße waren mehrere Tannen abgeknickt und blockierten die Straße“, teilt dazu Schwarmes Ortsbrandmeister Frank Tecklenborg mit. Dabei sei ein Wagen bereits gegen die Äste gefahren. Auch an der Verbindungsstraße Richtung Uenzen blockierten mehrere Bäume die Fahrbahn und kurz vor Mitternacht stürzte der nächste Baum um. Mit Motorsägen beseitigten die Einsatzkräfte die Hindernisse. In Martfeld wurden zwei Fahrzeuge durch einen umgestürzten Baum beschädigt und an der Straße Holzmase knickten Äste ab. Dort beseitigten die Ortsfeuerwehren Hustedt und Martfeld das Holz. Ebenso wie die Ortsfeuerwehren Engeln und Süstedt, die ebenfalls zu je einem Einsatz ausrückten, bei denen es galt, umgestürzte Bäume von Straßen zu holen.

In Twistringen haben die Sturmböen am Sonnabend kurz vor 18 Uhr für einen Einsatz gesorgt. Wie Feuerwehrpressesprecher Jens Meyer mitteilt, war an der Harpstedter Straße in Höhe des Ortsausgangs eine Pappel in etwa zwei Metern Höhe abgebrochen. Ein Teil des Baums fiel auf die Fahrbahn und blockierte diese vollständig. Mit vier Motorkettensägen rückten die Einsatzkräfte dem großen Baum zu Leibe. Rund eine Stunde benötigten sie, um das Hindernis zu beseitigen. Dabei half auch der Besitzer eines angrenzenden Hofes mit seinem Mini-Radlader, so Meyer weiter. Die Harpstedter Straße blieb solange gesperrt. Verletzt wurde niemand, heißt es weiter.

Auch im südlichen Bereich des Landkreises mussten Feuerwehren ausrücken, es gab dort aber deutlich weniger Einsätze, so Ralf Schröder. Verletzt wurde niemand, auch zu größeren Schäden kam es nicht, so Schröder weiter. Im Einsatz waren Ortsfeuerwehren aus Stuhr, Weyhe, Syke, Bassum, Twistringen, Bruchhausen-Vilsen, Schwaförden, Sulingen, Diepholz und Kirchdorf.

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