Tourismus Bruchhausen-Vilsen Sehenswürdigkeiten zu jeder Zeit entdecken

Ab sofort können sich Touristen in Bruchhausen-Vilsen unabhängig von den Öffnungszeiten der Touristinfo über regionale Sehenswürdigkeiten informieren. Dafür wurde ein digitales Info-Display angeschafft.
27.10.2021, 16:32
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Sehenswürdigkeiten zu jeder Zeit entdecken
Von Ivonne Wolfgramm

Bruchhausen-Vilsen. Schon von weitem ist das neue Informationsdisplay vor dem Tourismusservice Bruchhausen-Vilsen zu sehen. "Hier tippen" ist dort in großen Lettern zu sehen, das Hand-Icon gibt die Bewegung vor. Intuitiv bedienbar und leicht verständlich soll das Display sein, mit dem die Samtgemeinde ab sofort auch außerhalb der Öffnungszeiten der Tourismusinfo über die Sehenswürdigkeiten und Angebote in der Region informieren will.

"Das Display steht zwar schon seit gut einem Monat, aber nun wollen wir es offiziell einweihen", sagt Samtgemeindebürgermeister zur Eröffnung des Ortstermins, an dem das Informationsdisplay nun der Öffentlichkeit vorgestellt werden soll. Ein Tippen mit dem Finger auf dem Touchscreen gibt den Blick auf sämtliche touristischen Angebote frei, die es in der Samtgemeinde und umzu zu erleben gibt. Ob Unterkünfte, Gästeführungen, Schwimmbäder, Museen oder Saunen; ob Bruchhausen-Vilsen, Martfeld, Hoya, Nienburg oder Dörverden – alle Angebote der Mittelweser Touristik, Wetter und aktuelle Veranstaltungen lassen sich in Echtzeit abrufen. "Es ist das erste Outdoor-Display hier in der Region", sagt Martin Fahrland, Geschäftsführer der Mittelweser-Touristik GmbH, "In Nienburg haben wir nur eines für den Innenbereich." 

Obwohl die Samtgemeinde an Attraktionen viel zu bieten hat, lassen sich auf dem Display auch touristische Angebote in der ganzen Region suchen. Das hat einen einfachen Grund: "Der Besucher kennt keine Grenzen und macht auch Tagesausflüge in entferntere Orte", weiß Fahrland. Da der Tourismusservice allein nicht die Kapazitäten hat, für alle Sehenswürdigkeiten in der Umgebung Informationen bereitzustellen und kontinuierlich zu pflegen, füllt die Mittelweser-Touristik die Datenbank, die auf dem Info-Display angezeigt wird, mit Angeboten. Für Fahrland hat das mehrere Vorteile, wie er sagt: "Es spart Aufwand und Kosten." Doch nicht nur das. Die Datenbank der Nienburger Tourismusgesellschaft umfasst Sehenswürdigkeiten aus ganz Niedersachsen. Bei über 1000 Sehenswürdigkeiten und zahlreichen Rad- und Wanderwegen sei es sinnig, die Datenpflege bei einer Stelle zu bündeln, ist sich Fahrland sicher. Zudem ist die Datenbank auch mit dem Veranstaltungsverzeichnis auf der Homepage der Samtgemeinde verlinkt, das sich ebenfalls über den Touchscreen aufrufen lässt.

"Es war schon vor der Pandemie ein Thema, den Gästen auch außerhalb der Öffnungszeiten des Tourismusservices ein Informationsangebot zu bieten", sagt Sarah Verheyen. Lange war die Touri-Information coronabedingt geschlossen, Besucher konnten sich nicht vor Ort über die zahlreichen Sehenswürdigkeiten informieren. Mit dem neuen Info-Display hat das nun aber ein Ende. "Zwischen 22 Uhr und sieben Uhr morgens befindet sich das Display im Ruhemodus, ansonsten ist es immer zugänglich." Die ersten Interessierten haben in den vergangenen Tagen das Display schon ausgetestet, weiß Verheyen zu berichten.

Durch den Touchscreen, die große Schrift und auch die Helligkeit des Bildschirms ist das Display leicht zu bedienen – ähnlich wie auf einem Smartphone lassen sich die unterschiedlichen Rubriken und Suchfilter auswählen. Mitunter ist auch eine Freitextsuche möglich, die Begriffe lassen sich mit einer Bildschirmtastatur einfach eingeben. Auch an die Barrierefreiheit wurde gedacht, demonstriert Sarah Verheyen. Denn unten in der rechten Bildschirmecke befindet sich ein kleines Icon, dass einen Rollstuhl abbildet. "Wenn ich das antippe, verkleinert sich der Bildschirm auf die halbe Displayhöhe und kann so beispielsweise auch von Rollstuhlfahrern oder Kindern besser gelesen werden." Künftig wollen die Samtgemeinde und die Mittelweser-Touristik auch Bedienmöglichkeiten für Menschen mit Sehbeeinträchtigungen anbieten. Spracheingaben oder Ausgabe von Text zu Sprache sind derzeit noch nicht möglich.

Ausschlaggebend für die Anschaffung des Informationsdisplays war die Bewilligung eines Antrags zur Förderung touristischer Projekte – ein Programm des Landes Niedersachsen. 80 Prozent der Kosten konnten so gedeckt werden. Die restlichen 20 Prozent der insgesamt 11.000 Euro hat die Gemeindeverwaltung finanziert. "Man muss an dieser Stelle aber sagen, dass die Kostenschätzung für das Display höher lag", sagt Christa Gluschak, die bei der Samtgemeinde für die Regionale Entwicklung zuständig ist. Zuerst sei man von gut 16.000 Euro Anschaffungskosten ausgegangen. Durch Recherchen und Preisvergleiche ließ sich diese Summe dann aber senken.

Ob im Luftkurort noch weitere dieser Display aufgestellt werden sollen, ließen die Beteiligten noch offen. "Wir wollen erstmal sehen, wie dieses hier angenommen wird", sagt Bernd Bormann. "Nach einem halben bis dreiviertel Jahr können wir dann überlegen, ob wir weitere Displays zum Beispiel im Ortskern oder am Rathaus aufstellen."

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