Landkreis Diepholz Unterrichtsausfall bei Eis und Schnee

Bei widriger Witterung kann der Unterricht ausfallen. Der Landkreis Diepholz will Eltern und Schüler möglichst rechtzeitig darüber informieren.
08.12.2022, 12:48
Lesedauer: 3 Min
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Unterrichtsausfall bei Eis und Schnee
Von Sarah Essing

Landkreis Diepholz. Der erste Frost war da, ein paar Schneeflocken sind auch schon gefallen. Das nimmt der Landkreis Diepholz zum Anlass, um als Träger der Schülerbeförderung zu informieren, dass es durch extreme Wetterlagen auch wieder zu Unterrichtsausfällen kommen kann – wie etwa im Februar dieses Jahres, als Schnee und Eis für rutschige Straßen sorgten (wir berichteten). Aber auch Sturm, heftige Gewitter oder Regenfälle können dazu führen, dass der Landkreis als Verantwortlicher für die Schulbeförderung über einen Unterrichtsausfall entscheiden muss, sagt Kreisrätin Britta Korfage.

„Das Sicherheitsinteresse steht bei unseren Entscheidungen grundsätzlich im Vordergrund“, betont Thorsten Abeling. Die Kriterien, ob eine extreme Wetterlage vorliegt, sind genau festgelegt und wurden vom Landkreis jüngst auch noch einmal überarbeitet. "Auch vor dem Hintergrund, dass man schaut, ob man vielleicht schon eher eine Entscheidung treffen und die Betroffenen dann auch dementsprechend eher informieren kann", sagt Abeling mit Blick auf viele Beschwerden seitens Eltern, die sich genau das wünschen. Da der Landkreis als Träger der Schülerbeförderung jedoch nur für den Zeitraum ebendieser, also etwa von 6 bis 8 Uhr, zuständig ist, ist die Wetterlage oder die voraussichtliche Wetterlage zu diesem Zeitpunkt für eine Entscheidung über Unterrichtsausfall entscheidend. So sei es seitens des Regionalen Landesamtes für Schule und Bildung (RLSB) auch vorgeschrieben. Droht nach 8 Uhr etwa ein Sturm oder schwerer Schneefall, sind wiederum die jeweiligen Schulleiter in der Verantwortung. "In diesem Fall müssen sie sich dann auch mit der Schülerbeförderung in Verbindung setzen", so Abeling weiter.

In die Entscheidung fließen die Prognosen und Wetterwarnungen des Deutschen Wetterdienstes (DWD) ein, informieren Britta Korfage und Thorsten Abeling. Dabei orientiert sich der Landkreis an den Warnstufen des DWD. Gilt bei Sturm, Wind und Gewitter die Warnstufe drei oder bei Glatteis, Schnee und Schneeverwehungen die Warnstufe vier, fällt die Entscheidung für einen Unterrichtsausfall – häufig auch schon am Abend zuvor. Des Weiteren spielen auch Meldungen aus den Städten, Gemeinden, Samtgemeinden, Busunternehmen und Taxifahrern eine Rolle, fügt Abeling hinzu. Denn: "Diejenigen vor Ort wissen am besten Bescheid."

Wird entschieden, dass der Schulweg zu gefährlich sein könnte, wird spätestens um 4.45 Uhr eine Alarmierungskette in Gang gesetzt, damit die Nachricht auch so schnell wie möglich bei den Eltern ankommt. Zunächst wird die Leitstelle informiert, dann erfolgt die Mitteilung an die Polizeidirektion Oldenburg, die diese wiederum weitergibt an die Verkehrsmanagementzentrale. "Dort wird die Meldung auch veröffentlicht und ist für jeden einsehbar", so Abeling weiter. Und auch die Radiosender erhalten dann eine Mitteilung. Parallel dazu erfolgt die Nachricht über die Warn-App "BI-WAPP" und die Homepage des Landkreises. "Dazu empfehlen wir die Aktivierung der Push-Benachrichtigungen", sagt Britta Korfage. Gemeldete Unterrichtsausfälle würden so automatisch auf dem Smartphone angezeigt.

Nicht möglich ist es allerdings, einzelne Regionen im Landkreis herauszunehmen, sagt Britta Korfage. Denn die Schülerbeförderung erfolgt auch über Stadt- und Gemeinde- und sogar Kreisgrenzen hinweg.

Grundsätzlich haben Schulen jedoch auch immer noch eine Notbetreuung vorzuhalten, betonen Britta Korfage und Thorsten Abeling. Etwa für den Fall, dass Eltern die Nachrichten nicht gehört haben. "Ebenso sehe ich aber die Eltern und Erziehungsberechtigten ganz klar mit in der Pflicht", unterstreicht Abeling. Letztendlich müssen sie zwischen Sicherheitsinteresse und Schulpflicht abwägen und selbst eine Entscheidung treffen, ob sie ihr Kind bei Sturm oder Eisglätte für einen Tag zu Hause lassen oder vorzeitig vom Unterricht abholen.

Info

Ein entsprechendes Merkblatt zu Unterrichtsausfall bei extremen Witterungsverhältnissen ist vom Landkreis an die Schulen verteilt worden. Des Weiteren finden sich alle Informationen dazu auf der Internetseite des Landkreises unter dem Menüpunkt Bildung im Landkreis – Schulen – Unterrichtsausfall auf www.diepholz.de.

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