Kontrolle auf den Autobahnen Ein Drittel der kontrollierten Fahrzeuge mit Mängeln

Insgesamt 15 Fahrzeuge mit erheblichen Mängeln hat die Regionale Kontrollgruppe der Polizeidirektion Oldenburg bei einer Kontrolle in der Region am Donnerstag aus dem Verkehr genommen.
28.05.2021, 17:23
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Ein Drittel der kontrollierten Fahrzeuge mit Mängeln
Von Eike Wienbarg

Landkreis Diepholz.  Speziell ausgebildete Beamte der Regionalen Kontrollgruppe der Polizeidirektion Oldenburg haben am Donnerstag Fahrzeuge mit technischen Mängeln in den Fokus ihrer Kontrollen genommen. Im gesamten Zuständigkeitsbereich der Polizeidirektion, zu der auch der Landkreis Diepholz gehört, wurden auf den Autobahnen 1, 27, 28 und 29 sowie den umliegenden Bundesstraßen insgesamt 45 Fahrzeuge kontrolliert, berichtet die Polizei. In einem Drittel der Fälle führte die Kontrolle zu einer Untersagung der Weiterfahrt, so die Beamten weiter.

So kontrollierten die Beamten unter anderem auf der A29 einen 49-jährigen Lastwagenfahrer, der auf seinem LKW ein Fahrgestell inklusive Motorblock einer Sattelzugmaschine beförderte. Bei der Kontrolle erkannten die Beamten, dass die Ladung lediglich mit verknoteten Spanngurten befestigt und damit unzureichend gesichert war. Als weitere Ladungssicherung wurden Steine und Kanthölzer festgestellt, so die Beamten. Die Weiterfahrt wurde bis zur ordnungsgemäßen Sicherung untersagt und der 49-Jährige musste eine Sicherheitsleistung hinterlegen.

Ein mit Fahrzeugteilen beladener Kleintransporter fiel der Polizei auf der B213 auf dem Weg in die Niederlande auf. Bei der Kontrolle wurde festgestellt, dass die vorderen Reifen nicht mehr die erforderliche Mindestprofiltiefe aufwiesen. Die Weiterfahrt wurde auch hier untersagt und der 28-jährige Fahrzeugführer musste zunächst bei einer Reifenservicefirma neue Reifen für seinen Kleintransporter aufziehen lassen. Auch in diesem Fall wurde vor Ort eine Sicherheitsleistung einbehalten.

Auf der A1 beförderte ein 61-jähriger Fahrer mit seinem Sattelzug Fahrzeugteile von Portugal nach Hamburg. Bei der Kontrolle des Sattelzuges durch Polizeibeamte der Autobahnpolizei Ahlhorn wurden Mängel an der Bremsanlage festgestellt, so beispielsweise eine gebrochene Bremsscheibe am Sattelauflieger. Bei der anschließenden Überprüfung durch den TÜV Nord wurde die Verkehrsunsicherheit in einem Gutachten bescheinigt, wodurch die Nutzung im öffentlichen Verkehrsraum nicht mehr zulässig war. Der Sattelzug wurde mit Begleitung der Polizei zu einer naheliegenden Werkstatt gebracht, wo er zunächst in Stand gesetzt wird. Der Fahrer hinterließ auch hier eine Sicherheitsleistung.

Ein 75-Jähriger beabsichtigte mit seinem LKW einen Kleintransporter aus Dänemark über Wilhelmshaven nach Libyen zu überführen. Die Fahrt wurde jedoch durch Polizeibeamte der Polizeiinspektion Wilhelmshaven/Friesland gestoppt. Neben einer mangelhaften Ladungssicherung wurde festgestellt, dass in dem Kleintransporter wiederum alte LKW-Motoren gelagert waren, aus denen Betriebsstoffe ausliefen. Eine Überprüfung in Bezug auf den technischen Zustand des LKW führte zu Mängeln an der Bremsanlage und der Höhenregulierung. Ferner wies der Rahmen des Lasters Risse auf und auch der Motor verlor Betriebsstoffe. Die Weiterfahrt wurde untersagt und eine Sicherheitsleistung einbehalten.

"Dass bei 15 kontrollierten Fahrzeugen aufgrund von gravierenden technischen Mängeln die Weiterfahrt untersagt werden musste, zeigt die Wichtigkeit dieser Kontrollen. Die Verkehrssicherheit von Kraftfahrzeugen auf unseren Straßen ist von grundlegender Bedeutung, um Verkehrsunfälle zu verhindern", heißt es von der Polizei. Deshalb wollen die Beamten diesen Themenbereich weiterhin im Blick behalten.

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