CDU-Kreisgeschäftsstelle

Ein zweiter Berufszweig

Seit Anfang 2021 ist Georgina Stummer für die CDU tätig. Ihr neuer Job als Leiterin der Geschäftsstelle sei ihrer langjährigen Tätigkeit als selbstständige Unternehmerin ähnlich, hat sie festgestellt.
30.04.2021, 18:04
Lesedauer: 3 Min
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Von Yannik Sammert
Ein zweiter Berufszweig

Sehr positiv blickt Georgina Stummer auf die ersten Monate als neue Geschäftsführerin der CDU-Kreisgeschäftsstelle in Bassum.

Vasil Dinev

Georgina Stummer aus Bruchhausen-Vilsen ist die neue Geschäftsführerin der CDU-Kreisgeschäftsstelle in Bassum. Wer nun vermutet, die 29-Jährige könnte etwas mit der gleichnamigen Schaustellerfamilie aus dem Luftkurort zu tun haben, liegt richtig. Auch Georgina Stummer ist als Schaustellerin aktiv. Zusammen mit ihrem Mann betreibt Sie einen Dosenwurfstand und eine Bonbon-Manufaktur. Seit dem 1. Februar ist die junge Vilserin nun auch für die CDU beruflich tätig. Unterstützt wird Stummer in der Geschäftsstelle von ihrer Stellvertreterin Reinhild Leewe und dem Mitarbeiter David Beider. „Die Arbeit macht viel Spaß und ist sehr angenehm“, zieht Stummer als Zwischenfazit.

Zudem passe der Beruf sehr gut zu ihr, stellt sie fest. Als selbstständige Schaustellerin kenne sie bereits viele der Arbeitsabläufe. „Meinen Betrieb führe ich schon, seitdem ich 18 Jahre alt bin. Die Erfahrung hilft mir nun sehr dabei, das Büro zu leiten“, schildert die junge Frau. Als Geschäftsführerin ist sie für die Beratung der 15 CDU-Ortsverbände im Landkreis Diepholz zuständig. Auch die parteiinterne Kommunikation mit der Landes- und Bundesebene zählt zu ihrem Tätigkeitsfeld. Als Geschäftsführerin übernimmt sie zudem Aufgaben wie das Herausschicken von Briefen und Ehrungen. "Aktuell gehen auch die Wahlkampfvorbereitungen Stück für Stück los“, berichtet Stummer.

Persönliche Begegnungen fehlen

In der Pandemiezeit fehle in der politischen Arbeit der persönliche Kontakt mit den Menschen, erklärt die Geschäftsführerin. Vieles läuft zurzeit nur über Mailverkehr oder telefonisch. „Wenn hier jemand anruft, dem es durch die Folgen der Pandemie nicht gut geht, gebe ich das gerne weiter. Denn ich kann die Lage gut verstehen“, betont Stummer. Schließlich ist sie als Schaustellerin selbst stark von Corona betroffen. Die allermeisten Veranstaltungen fallen seit mehr als einem Jahr aus. Ein persönlicher Lichtblick war für die 29-Jährige der Bruvi-Park, ein zeitweiliger Freizeitpark in Bruchhausen-Vilsen im September 2020.

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Beim Organisieren des Freizeitparks sei die Unterstützung der heimischen Politik sehr hilfreich gewesen, blickt Stummer zurück. Die junge Frau ist im Berufsverband für Schausteller und Marktkaufleute in Oldenburg aktiv. Im vergangenen Jahr stand sie aufgrund der Notlage ihrer Branche mehrfach mit lokalen CDU-Politikern in Kontakt – etwa mit Axel Knoerig und Volker Meyer. „Sie haben sich sehr für Schausteller, aber auch Selbstständige allgemein, eingesetzt und geholfen“, meint die 29-Jährige. Wie nimmt Stummer CDU-Probleme in Berlin wahr? „Für mich überwiegt das gute politische Handeln im Landkreis, also direkt hier bei uns“, antwortet sie.

Wieder Arbeit

Zu ihrem Arbeitsplatz in der Geschäftsstelle sei sie im Grunde durch den Kontakt mit den Politikern im vergangenen Jahr gekommen, erzählt Stummer. Schließlich habe das Kennenlernen dafür gesorgt, dass sie eine Kandidatin für die Stelle geworden sei. „Es ist schön, wieder zu arbeiten“, gesteht die 29-Jährige. Denn ihre Tätigkeit als Schaustellerin ruht bekanntlich. Als Geschäftsführerin möchte sie langfristig arbeiten, also auch dann, wenn es auf den Jahrmärkten weitergeht. „Ich denke, das lässt sich beides gut in Einklang bringen, weil es ja - in Anführungsstrichen - nur ein Teilzeitjob in der Geschäftsstelle ist.“

Seit circa drei Jahren ist Stummer CDU-Mitglied. Auch in der Jungen Union und der Frauen-Union bringt sich die Vilserin ein. „Die CDU vertritt die Interessen, die ich persönlich habe“, begründet Stummer ihre Parteiwahl. Besonders bedeutsam sei es für sie, dass sich die Christdemokraten für mittelständische Unternehmer einsetzen würden. Künftig möchte die zweifache Mutter selbst Lokalpolitikerin werden. Deshalb lässt sie sich bei der Kommunalwahl in Bruchhausen-Vilsen im Herbst für den Samtgemeinderat aufstellen.

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Zur Sache

Ausblick als Schaustellerin

Dass Schausteller ihrem Beruf aktuell nicht nachgehen können, versteht Stummer. Schließlich gebe die Pandemie nichts anderes her. „Die Gesundheit steht an erster Stelle“, hebt die 29-Jährige hervor. Sie hofft auf zeitnahe Impferfolge. „Ich bin optimistisch, dass es sehr bald besser wird mit Corona“, sagt die Selbstständige. Gleichzeitig verdeutlicht sie aber auch: „Einen üblichen Brokser Markt wird es in diesem Jahr definitiv nicht geben. Da brauchen wir uns nichts vormachen.“ Für die junge Frau sind allerdings temporäre Freizeitparks oder auch kleinere Jahrmärkte mit starker Kontrolle gute Optionen. „Der Bruvi-Park ist letztes Jahr zum Beispiel sehr gut angekommen“, so Stummer.

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