Wellness-Messe in Harpstedt 1551-Festival-Premiere geglückt

Was die Zahl 1551 im Festivalnamen bedeutet, blieb bis zum Schluss ein Geheimnis. Ansonsten aber war die Premiere der Wellness-, Fitness- und Gesundheitsmesse in Harpstedt ein voller Erfolg.
09.09.2018, 18:07
Lesedauer: 3 Min
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Von Martin Siemer

Harpstedt. Wer am Wochenende den Koems in Harpstedt besuchte, der erfuhr viel Interessantes über Wellness, Gesundheit, Fitness und unterschiedliche Heilverfahren. Was die Zahl „1551“ im Festivalnamen bedeutet, auf diese Antwort müssen die Besucher allerdings noch ein wenig warten. Zwar hatte Festivalorganisatorin Heike Kastens aus Heiligenrode angekündigt, das Geheimnis zu Beginn des Festivals zu lüften. Jetzt aber macht sie daraus ein Gewinnspiel. In den kommenden drei Wochen kann man ihr einen Lösungsvorschlag unter info@1551-festival.de zumailen und auf einen Gewinn hoffen.

Die Premiere des Festivals rund um das Wohlbefinden kann man aber getrost als gelungen bezeichnen. Am Sonnabend und Sonntag tummelten sich zahlreiche Besucher zwischen den Scheunen und im Saal. Dort waren zahlreiche Aussteller vertreten, die sich auf die Bereiche Gesundheit, Wellness und Heilmethoden spezialisiert hatten. Wobei der Messestand, an dem es Thermomix-Geräte zu besichtigen gab, wohl nur bedingt in den Wellnessbereich passte. Denn gesund kochen kann man auch ohne Hightech-Küchenmaschine.

Premiere hatte auch Senfhersteller Ralf Hartmann aus Worpswede. Mit Ehefrau Anke präsentierte er eigene Kreationen. Die Hartmanns achten auf eine schonende Herstellung, damit die wertvollen ätherischen Öle der Senfsaaten erhalten bleiben. Bereits die Araber erwähnten 1000 vor Christi den Senf in medizinischen Geschichtsbüchern. In früheren Zeiten wurden ihm magische Kräfte zugesprochen: So soll er Liebeskräfte anregen. Und Hippokrates nannte das Senfkorn einen großen medizinischen inneren Reiniger.

Heilwirkung wird auch dem Honig zugeschrieben. Für dessen Produzenten, den Bienen, setzen sich die Imker ein, die ebenfalls auf dem 1551-Festival vertreten waren. Einer ihrer größten Fürsprecher, Götz Neuber aus Klattenhof, warb unermüdlich dafür, die Umwelt bienenfreundlicher zu gestalten. Als Ursachen für das inzwischen auch öffentlich wahrgenommene Bienensterben macht Neuber den Einsatz von Bioziden, das vermehrte Auftreten von Schadorganismen durch die globale Vernetzung, Nahrungsmangel und immer weniger Habitate aus. Jeder Einzelne könne durch den Verzicht auf Pflanzenschutzmittel und entsprechend gestalteten Gärten ein wenig dazu beitragen, dass es den Bienen besser geht.

Doch auch der Mensch reagiert auf äußere Störungen, die sich dann in seinem Inneren festsetzen. Das weiß Ruth Große-Wilde, die gemeinsam mit Shiatsu-Praktikerin Agne Kania diese Blockaden beseitigen will. Shiatsu ist eine an die traditionelle chinesische Medizin angelehnte japanische Heilmassage. „Im Gegensatz zur klassischen Massage arbeiten wir mit dem eigenen Körperdruck“, erklärt Große-Wilde, die ihre Massagen auch in Wildeshausen anbietet. „Wir wollen bei der Shiatsu Massage das energetische System des Kunden erreichen, die Meridiane, diese Leitbahnen, die den ganzen Körper durchziehen“, sagt die Expertin. „Dadurch entsteht Raum, um selbst von innen wieder weit zu werden“, weiß sie aus ihrer langjährigen Erfahrung. Insgesamt sei Shiatsu ein gutes System, um auch während einer Krise Halt zu geben.

Auf den Freiflächen am Koems zeigten unter anderem die Einradfahrerinnen der „Dominos“ des Unicycle Teams Harpstedt ihr Können. Schweißtreibend waren die Vorführungen des Gym80-Studios aus Bassum. Bei der „Jumping Fitness“ auf zehn Trampolinen ging es bei fetziger Musik richtig zu Sache. Bis zu 1000 Kalorien in der Stunde verbrenne man bei einem solchen Workout, berichtete Trainerin Jasmin Ebenthal.

Um die verbrauchten Kalorien wieder aufzufüllen, konnte man sich unter anderem in der „Werftküche“ des Bremer Martinshofs gütlich tun. Im Angebot waren Bio- und regionale Produkte, die von Menschen mit Handicap in der „Werftküche“ in der Nähe der Bremer Waterfront entstehen. Ganz neu ist ein Hopfenessig, der in Zusammenarbeit mit der „Gemüsewerft“ entsteht. Und das erste Bremer Biobier, das bei der Bremer Unionbrauerei gebraut wird. Wobei man natürlich trefflich darüber streiten kann, ob Bier ein Fitnessgetränk ist.

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