Handball-Verbandsliga

Gute Offensive und anfällige Defensive

TV Neerstedt kassiert beim Wilhelmshavener HV II 40 Gegentore und rutscht nach der Niederlage in den Tabellenkeller ab.
20.01.2020, 12:13
Lesedauer: 1 Min
Zur Merkliste
Von Jörn Franke

Wilhelmshaven. Nach zuletzt 2:8-Punkten verlor der TV Neerstedt zum Auftakt der Rückrunde in der Handball-Verbandsliga Nordsee der Männer beim Wilhelmshavener HV II deutlich mit 30:40 (14:19). In der Jadestadt erwies sich die Abwehr als zu anfällig, während die dreißig erzielten Tore von einem starken Angriff zeugten. „Zwar steht für uns noch ein Nachholspiel gegen MTV Eyendorf an, aber dennoch müssen wir sehen, nicht weiter ans Tabellenende zu rutschen“, warnt Coach Andreas Müller sein Team. Seine Sieben ist momentan nur drei Punkte von einem Abstiegsrang entfernt.

Die Gastgeber um Spielmacher und Torschütze vom Dienst Jonas Koch legten schnell ein 4:1 und 6:3 vor, dann aber hatten sich die Neerstedter Gäste gefangen und verkürzten durch Marcel Behlmer und Julian Hoffmann auf 6:7, 7:8 und 10:11. Das Müller-Team bekam jedoch den Angriff der Jadestädter nie wirklich in den Griff. Neben Koch machten dem TVN vor allem Matej Kozul und der junge Okko Dröge zu schaffen. Dieses Trio erzielte allein 24 Tore.

Dem hatte der TV Neerstedt im Angriff einiges an Wurfkraft und Durchsetzungsvermögen entgegen zu setzen, wobei Eike Kolpack mit sechs Treffern und der nach langer Zeit wieder einmal aufgebotene linkshändige Mirko Reuter mit drei Treffern überzeugten. Allerdings zeigte die Abwehr zu wenig Biss und fand kaum Gegenmittel gegen den Wilhelmshavener Angriffswirbel. Zur Halbzeit führten die Gastgeber bereits mit 19:14, kein gutes Zeugnis für die Abwehrkünste des Teams um Abwehrchef Julian Hoffmann und Philipp Hollmann.

Trotz intensiver Gegenwehr im zweiten Durchgang verkürzten die Neerstedter den Vorsprung nur einmal zum 21:24, lagen jedoch zumeist mit sechs bis sieben Treffern im Rückstand (17:24, 22:28). Beim Stand von 21:24 hatte der TVN per Gegenstoß die Möglichkeit, entscheidend zu verkürzen, vergab jedoch diese Großchance, die Müller als den großen Knackpunkt der Partie ansah. Gegen Spielende gelang Koch beim 38:28 erstmalig ein Zehn-Tore-Vorsprung. „Das 40:30 ist eine deutliche Niederlage“, gab Andreas Müller nach Spielschluss zu Protokoll, „Allerdings haben wir im Angriff auch viele Dinge sehr gut gemacht, insbesondere unser Überzahlspiel hat sich gut entwickelt.“

Jetzt sichern: Wir schenken Ihnen 1 Monat WK+!
Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Das Beste mit WK+