Handball

TV Neerstedt vergibt die Chance zum Sieg

Die Handballerinnen des TV Neerstedt haben sich beim TV Dinklage ein 23:23 erkämpft. Zum Ende des Spiels hätte die Mannschaft von Cordula Schröder-Brockshus durchaus auch gewinnen können.
26.09.2021, 20:03
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Von Jörn Franke

Im zweiten Punktspiel der neuen Hallenhandball-Saison 2021/22 haben die Frauen des TV Neerstedt am Freitagabend beim TV Dinklage ihren ersten Punkt erkämpft: Beim 23:23 (13:11) wäre sogar ein Sieg möglich gewesen. Dennoch stellt die Punkteteilung ein gerechtes Ergebnis dar. TVN-Trainerin Cordula Schröder-Brockshus freute sich über den gewonnenen Punkt ihres Teams, erkannte aber auch noch einige Defizite, die sie in den kommenden Trainingseinheiten rasch abstellen möchte.

Die Gastgeberinnen erwischten den besseren Start: Dinklage führte nach acht Minuten bereits mit 6:2. Der TVN fing sich jedoch – gestützt auf eine nun engagierte Deckung – und verkürzte auf 7:8. Beim 10:10 und 11:11 stellten Jette Ewa Weiland und Anna Rippe den Ausgleich her, ehe eine Unterzahl in der letzten Spielminute der ersten Halbzeit zum 11:13 führte. „Nach dem schlechten Start hat sich meine Mannschaft gut gefangen“, zeigte sich Schröder-Brockshus mit dem Verlauf der ersten 30 Minuten insgesamt zufrieden, weil ihre Mannschaft den Kampf angenommen hatte. Nach der Halbzeit verlief das Match weiter ausgeglichen. Nach dem 15:15 durch Delia Mathieu zog das Dinklager Team zwar auf 20:17 davon, doch der TVN konterte und schaffte beim 20:20 den erneuten Ausgleich. Als Dinklage eine Zeitstrafe erhielt und auch noch einen Strafwurf verwarf, erzielte Lisa Rangnick das 22:22 für die Gäste. „In diesem Moment hatten wir sogar die Chance zum Sieg, haben sie aber nicht nutzen können“, analysierte Neerstedts Trainerin.

In der entscheidenden Phase des Spiels zeigte das Team erneut Schwächen in Überzahlsituationen: Zwei Zeitstrafen gegen Dinklage in den letzten sieben Minuten konnten die Neerstedterinnen nicht zum entscheidenden Tor nutzen. Am Ende mussten die Gäste froh sein, in eigener Unterzahl einen wertvollen Punkt gerettet zu haben. „Wir waren bei unseren Würfen nicht effizient genug“, ärgerte sich Schröder-Brockshus. „Von den Außenpositionen haben wir 15 freie Bälle vergeben. Am Ende ist eine Torquote von 47 Prozent einfach nicht gut genug. Hier können sich unsere jungen Spielerinnen noch erheblich steigern.“

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