Handball-Oberliga Frauen

Punktgewinn ist zu wenig

Der TV Neerstedt hat den ersten Sieg der Saison verpasst und bleibt damit Tabellenletzter.
23.02.2020, 15:27
Lesedauer: 2 Min
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Von Jörn Franke
Punktgewinn ist zu wenig

Trainer Maik Haverkamp und die Damen des TV Neerstedt holten gegen den VfL Horneburg immerhin einen Punkt.

TAMMO ERNST

Neerstedt. Mit einem 22:22 gegen den VfL Horneburg sind die Handballerinnen des TV Neerstedt in der Begegnung der Oberliga Nordsee zwar zu einem Punktgewinn gbekommen, allerdings wird das aller Voraussicht nach nicht ausreichen, um die Klasse zu halten. Mit nunmehr 2:34 Punkten zieren die Schützlinge von Trainer Maik Haverkamp nach wie vor das Tabellenende und weisen sechs Punkte Rückstand auf einen Nichtabstiegsplatz auf. Kurz über dem Strich steht der VfL Horneburg, auf den die Grün-Weißen durch das Remis nichts gutmachen konnten.

Haverkamp war mit dem Ergebnis entsprechend nicht zufrieden. „Wir sind sehr gut gestartet, haben aber sehr viele Chancen nicht verwertet. Wenn wir uns auch kurz vor dem Ende in Unterzahl mit dem finalen Wurf von Fenna van Dreumel mit einem Punkt belohnt haben, muss aufgrund der ausgelassenen Gelegenheiten festgestellt werden, dass wir einen Punkt verloren haben“, beklagte Haverkamp die schwache Chancenverwertung. Unter anderem verwarfen gleich vier Spielerinnen mindestens einen Siebenmeter. Insgesamt kam der TV Neerstedt auf eine schlechte Quote von weniger als 50 Prozent mit drei Treffern bei acht Versuchen.

Immerhin zeigte sich jedoch wieder mal, dass die Sieben stärker als in der Hinrunde auftritt. Im ersten Aufeinandertreffen der beiden Teams in dieser Spielzeit hatten die Neer­stedterinnen noch mit 20:33 verloren.

Im ersten Durchgang übernahmen die Gastgeberinnen schnell die Initiative und gingen bis zur 18. Minute mehrfach in Führung, zuletzt mit 8:6. Dann jedoch führten technische Fehler und Fehlwürfe zu einem starken Lauf der Gäste, die das Ergebnis nicht nur auf 9:8 zu ihren Gunsten korrigierten (22.), sondern beim 12:9 bis auf drei Tore davonzogen (28.), ehe Nadja Albes der 10:12-Anschlusstreffer gelang. Damit ging es in die Pause. „Dass uns in den letzten zwölf Minuten nur zwei Treffer gelangen und wir zwei Strafwürfe ausließen, müssen wir uns selbst ankreiden“ analysierte Maik Haverkamp.

Trotz guter Vorsätze startete das Team um Agnieszka Blacha und Fenna van Dreumel schwach in die zweite Halbzeit. Es blieb die ersten fünf Minuten ohne Torerfolg und fiel bis auf 10:15 zurück. Dieser Fünf-Tore-Rückstand hatte auch in der 44. Minute beim 14:19 noch Bestand. Immer wieder scheiterte der TVN-Angriff an der starken Horneburger Torfrau. Neerstedt gab sich jedoch noch lange nicht geschlagen und kämpfte sich in den letzten zehn Minuten wieder heran. In der 55. Minute stellte Nadja Albes den 20:21-Anschluss per Siebenmeter her. Eine eventuell zu harte Zeitstrafe gegen die fünffache Torschützin Stefanie Hanuschek mobilisierte bei den Gastgeberinnen die letzten Reserven. In Unterzahl erzwang Fenna van Dreumel sieben Sekunden vor dem Ende den 22:22-Ausgleich.

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