Handball-Verbandsliga

TV Neerstedt hakt Aufstieg endgültig ab

Der TV Neerstedt war dem Tabellenzweiten Elsflether TB in allen Belangen unterlegen. Vor allem über die mangelnde Einstellung seiner Mannen ärgerte sich Trainer Björn Wolken.
11.03.2019, 15:13
Lesedauer: 2 Min
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Von Jörn Franke

Neerstedt. Gegen den Tabellenzweiten Elsflether TB hatten sich die Männer des TV Neerstedt in der Handball-Verbandsliga einiges vorgenommen und wollten sich nur zu gern für die schmerzhafte 19:27-Hinspielniederlage revanchieren. Da Elsfleth zuletzt gegen die SG Achim/Baden und die SG Neuenhaus/Uelsen ein wenig geschwächelt hatte, schien der Neerstedter Optimismus nicht unberechtigt. „Mit unserem schlechten Start haben wir unsere Chance verpatzt“, ärgerte sich Björn Wolken in seiner Spielanalyse. Letztlich unterlagen die Grün-Weißen klar mit 22:28 (9:16). Der TVN belegt weiterhin den dritten Tabellenrang, ist aber nun ohne jede realistische Chance, noch einen der beiden Aufstiegsränge zu erreichen.

Die grün-weißen Gastgeber fanden gegen die hochmotivierten Gäste aus Elsfleth nur sehr schwer ins Spiel. „Wir bekamen keinen richtigen Zugriff und gerieten rasch 1:5 in Rückstand“, berichtete Wolken. Zu diesem Zeitpunkt hatte der ehemalige Neerstedter Tizian von Lien bereits drei Tore gegen seinen Ex-Club erzielt. So lief das Spiel für die Neerstedter von Beginn an in die falsche Richtung. Elsfleth war stets einen Tick schneller in seinen Handlungen und Reaktionen als die Gastgeber. Das Fehlen von Mario Reiser allein kann da nicht als Entschuldigung gelten. Er saß eine Sperre nach einer völlig unnötigen Blauen Karte ab und fehlte seinem Team an allen Ecken und Enden. „Der Grund für unsere miserable Leistung liegt in einer mangelnden Einstellung an diesem Tag. Mental und vom Kampfgeist her war mein Team heute leider nicht präsent“, machte der engagierte Coach seinem Unmut über den frühen 3:8-Rückstand Luft.

Über 5:10 und 8:15 entschied der Elsflether TB um Trainer Uli Adami mit den Leistungsträgern Christopher Santen, Bela Rußler und Markus Zindler dieses vermeintliche Spitzenspiel frühzeitig. Insbesondere im Zweikampfverhalten Eins-gegen-eins zeigten sich die Gäste überlegen und konnten von der Neerstedter Abwehr nicht gestoppt werden. Die Zweikämpfe wurden seitens des TVN nicht so ernsthaft angenommen, wie Elsfleth dies tat.

Wer von den Zuschauern auf eine Wende zum Besseren gehofft hatte, wurde arg enttäuscht. Im zweiten Durchgang nahm das Unheil weiter seinen Lauf. Bis auf 10:19 fiel die Mannschaft um Spielgestalter Andrej Kunz immer weiter zurück. Nach dem 20:28 durch den fünffachen Torschützen Markus Zindler gelang Neerstedt durch Florian Honschopp und Andrej Kunz lediglich noch eine Ergebniskorrektur zum 22:28. „Insgesamt war das ein absoluter Totalausfall. Wir haben zu keiner Zeit die richtige Einstellung zum Spiel gefunden. Elsfleth hat verdient gewonnen. Ich bin sehr enttäuscht, was meine Mannschaft da im Moment abliefert“, ärgerte sich Björn Wolken.

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