Hochzeitsfotograf Liebe in Bildern festhalten

Alexander Hallmann aus Dünsen begleitet als Hochzeitsfotograf Paare an ihrem großen Tag. Der 34-Jährige hat sich sein Hobby zum Beruf gemacht und ist neben seinem Hauptjob als Hochzeitsfotograf tätig.
03.08.2022, 13:00
Lesedauer: 2 Min
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Von Jana Budde

Er gilt als der „schönste Tag im Leben“: der Hochzeitstag. Einer, der diese besonderen Momente häufiger miterleben und begleiten darf, ist Alexander Hallmann. Der 34-Jährige hat sich sein Hobby zum Beruf gemacht und ist neben seinem Hauptjob als Hochzeitsfotograf tätig.

Das Gewerbe hat der Dünsener 2019 angemeldet, die Kamera begleitet ihn jedoch schon sein ganzes Leben. „Schon in meiner Kindheit hatte ich immer eine Kamera in der Hand, habe aber vor allem Videos gemacht“, erinnert sich Hallmann. Dabei hat ihn nicht so sehr das Aufnehmen an sich interessiert, sondern das Produkt, das dabei entsteht: Er habe gern die Reaktionen beobachtet, wenn seine Eltern oder Großeltern sich die Videos nach ein paar Monaten angesehen haben.

Von seinem ersten Weihnachtsgeld habe er sich seine erste Spiegelreflexkamera gekauft und auch damit weiterhin vor allem viele Familienvideos gefilmt, erzählt Hallmann. Bis ihn ein Bekannter angesprochen habe, der Mediendesigner ist, und ihm angeboten habe, ihn „an die Hand zu nehmen“ und ihm auch das Technische dahinter zu erklären. „Durch mein Hobby habe ich so auch einen Freund dazugewonnen“, zeigt sich der Fotograf dankbar. „Es war eine sehr große Bereicherung.“ Auch heute machen die beiden noch Aufträge zusammen. „Dann hab ich erst mal alles ausprobiert“, berichtet Hallmann: Er habe Hunde fotografiert, sei morgens um halb 4 aufgestanden, um den Sonnenaufgang abzulichten, habe auch weiterhin seine Familie aufgenommen. „Die Fotografie ist so facettenreich.“

Seit 2020 Hochzeitsfotograf

Schließlich sei ein Paar auf ihn zugekommen und habe gefragt, ob er sich vorstellen könne, bei der Hochzeit zu fotografieren. Dadurch habe er den Mut gehabt, auch auf andere Paare zuzugehen – seit 2020 begleitet er nun Paare an einem der schönsten Tage. Wichtig ist ihm dabei, dass es zwischenmenschlich harmoniert: „Ich muss bei ihnen sein den ganzen Tag, auch emotional.“ Das ist auch das Schöne für ihn an der Arbeit als Hochzeitsfotograf, „das emotionale Dabeisein bei eigentlich fremden Menschen“. Es sei ein Tag, der einen sehr verbindet.

Um sich kennenzulernen und zu schauen, ob es passt, trifft er sich einmal mit dem Paar. Ein weiteres Mal folgt etwa 14 Tage vor der Hochzeit, um letzte Feinheiten zu besprechen – den Ablauf oder ob es einen ganz besonderen Gast gibt, wie eine Freundin, die extra aus Australien anreist und deren Wiedersehen mit der Braut er fotografisch festhalten soll.

Auch auf die Räumlichkeiten bereitet er sich vor: „Wie sieht es dort aus, wie ist das Licht, womit kann ich dort arbeiten“, gibt er Beispiele. In Kirchen benutze er beispielsweise nie einen Blitz, um die Atmosphäre nicht zu stören. Mittlerweile kennt er so einige Hochzeitslocations in der Umgebung, im Gartenhaus auf der Burginsel in Delmenhorst sei er unter anderem öfter. Aber auch Trauungen in Bremerhaven und Stade sind unter den neun Hochzeiten, die er dieses Jahr begleitet.

Maximal zehn Hochzeiten jährlich

Maximal zehn wolle er pro Jahr annehmen, da er noch seinen Hauptjob in der Logistik hat und vor allem, damit genug Zeit für seine Familie bleibt: Mit seiner Frau hat er zwei Töchter, eine neun Jahre und eine gerade vier Monate alt. „Meine Frau steht voll hinter mir und hält mir den Rücken frei“, ist Hallmann dankbar für ihre Unterstützung.

Zum Abschluss nach jeder Hochzeit führt der Fotograf gern noch ein Gespräch mit dem Ehepaar, um die emotionale Reaktion auf die Fotos und Feedback einzuholen. Das Schönste, das man ihm hinterher sagen könne: „Schön, dass du da warst, aber wir haben dich nicht bemerkt.“

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