Ganter-Tach in Ganderkesee

Der ganz spezielle Wochentag

2006 haben die damalige Wirtschaftsförderin Anke Fink-Heinemann und Geschäftsfrau Renate Drieling einen neuen Wochentag erfunden. Am 4. November erlebt der „Ganter-Tach“ seine 13. Auflage.
25.10.2018, 06:37
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Der ganz spezielle Wochentag
Von Jochen Brünner
Der ganz spezielle Wochentag

Gänse und Jazzmusik stehen auch beim "Ganter-Tach" am 4. November wieder im Fokus. Dazu gibt es einen Gesundheitstag im Rathaus und den Rotary-Bücher-Basar in der Mensa am Steinacker.

INGO MöLLERS

Die damalige Wirtschaftsförderin Anke Fink-Heinemann und Geschäftsfrau Renate Drieling (Jeans-Scheune) haben 2006 einen exklusiven Wochentag für die Gemeinde Ganderkesee erfunden: den "Ganter-Tach". Zu Beginn wurde der tragende Begriff bei Ganter-Bier und Ganter-Keksen, einem Ganter-Luftballon-Weitflug und einem Ganter-Rennen ganz schön strapaziert. Inzwischen ist der „Ganter-Tach", der am 4. November seine 13. Auflage erlebt, im Veranstaltungskalender der Gemeinde fest etabliert. Im Ortskern präsentieren dann vor allem Vereine und Initiativen ihre Arbeit, zudem sind in der Zeit von 13 bis 18 Uhr die Läden geöffnet. Besucher können durch die Geschäfte bummeln, ihre Einkäufe erledigen, sich an den Aktionen erfreuen oder auch einfach nur schnacken und klönen.

„Fröhlichen Bierjazz“ liefert dazu die Bremer Jazzband „Tuba Libre“. Mit Trompete, Klarinette, Banjo, Tuba und Gesang sorgt das Quartett für Unterhaltung im alten New-Orleans-Stil. „Alles passiert live und unplugged, denn gute Laune braucht weder Strom noch Kabel“, erklärt Gantermarkt-Vorsitzender Timo Vetter. Ab 14 Uhr werden Tuba Libre an verschiedenen Orten auftreten. Jazzfreunde kennen das Quartett möglicherweise: Erst Anfang September war die Band beim Jazz-Frühschoppen in Bookholzberg zu erleben.

Angeschlossen an den „Ganter-Tach“ ist erneut ein „Gesundheitstag“, den die Arbeitsgemeinschaft der Selbsthilfe- und Initiativgruppen in der Gemeinde Ganderkesee (ASG) im jährlichen Wechsel mit dem „Seniorentag“ organisiert. Hier stellen diverse Initiativen und Selbsthilfegruppen aus dem Gesundheitsbereich ihre Arbeit vor. Die ASG selbst wird etwa mit sogenannten „Simulationsanzügen“ vertreten sein. „Darin kann man ausprobieren, wie stark sich die eigene Beweglichkeit im Alter einschränkt“, sagt ASG-Vorsitzende Sabine Bretzke. Darüber hinaus beteiligt sich der TSV Ganderkesee mit Stuhlgymnastik-Vorführungen mit Trainerin Brigitte Maß.

Weiterhin wird an diesem Nachmittag der Oldenburger Chor „OL inclusive“ unter der Leitung von Sybille Gimon auftreten, der im vergangenen Jahr mit dem Inklusionspreis des Landkreises Oldenburg ausgezeichnet worden ist. „Das ist ein sehr interessanter Chor und ein echtes Highlight“, freut sich Sabine Bretzke über die Zusage. „Da die Chorleiterin auch das Publikum oft mit einbezieht, könnte das auch ein richtiges Rudelsingen werden.“ Auftritte sind um 15 Uhr und um 16.30 Uhr im großen Sitzungssaal des Rathauses geplant. Die Mitgliedsverbände der ASG stellen sich unterdessen im kleinen Siitzungssaal in kurzen Filmporträts vor.

Und der Rotary Club Ganderkesee veranstaltet an diesem Tag in der Zeit von 10 bis 16 Uhr in der Mensa des Schulzentrums am Steinacker wieder seinen großen Bücherbasar – wie immer mit tatkräftiger Unterstützung des Inner Wheel Clubs Wildeshausen. Knapp 20 000 gebrauchte Bücher stehen dann – gut sortiert – zum Preis von einem Euro pro Stück zur Auswahl. „2012 haben wir mal mit 12 000 Büchern angefangen“, erinnert sich der amtierende Rotary-Präsident Matthias Stöver. Er schätzt, dass etwa die Hälfte der Bücher neu im Angebot sein werden. Im Vorfeld des Basars treffen sich Rotarier und Inner-Wheel-Mitglieder einmal zu einer großen Sortieraktion. Dann werden die eingegangenen Bücher gesichtet und in insgesamt 40 Kategorien sortiert.

„In den vergangenen Jahren haben wir beim Bücherbasar immer um die 3500 Bücher verkauft“, berichtet Stöver. Der Erlös des Basars kommt in vollem Umfang dem Nachhilfe-Projekt „Schüler helfen Schülern“ zugute, das sowohl am Gymnasium als auch an der Oberschule Ganderkesee gleichermaßen erfolgreich läuft. Das Prinzip: Schülerinnen und Schüler der Jahrgänge neun und zehn unterstützen Mitschüler aus den fünften bis siebten Klassen und erhalten dafür auch ein kleines Honorar. „Das ist zwar auch für uns ein großer organisatorischer Aufwand, weil erst einmal passende Paare gefunden werden müssen. Aber die Hoffnung, dass dadurch eine ganz eigene Art der Förderung entsteht, hat sich erfüllt“, erklärt Renate Richter, Schulleiterin des Gymnasiums. Bis zum Freitag vor dem Bücherbasar nehmen sowohl die Oberschule als auch das Gymnasium weitere Bücherspenden entgegen.

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