Kinderfasching in Ganderkesee Doppelte Premiere in der Bütt

Das Programm für den Ganderkeseer Kinderfasching am Sonntag, 9. Februar, steht. Erstmals seit vielen Jahren wird es nicht nur Gesang und Tanz, sondern auch einen Redner geben. Und der ist erst sieben Jahre alt.
30.01.2020, 17:33
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Doppelte Premiere in der Bütt
Von Jochen Brünner

Die Aufregung ist den amtierenden Kindermajestäten Tjorben I. (Ahrens) und Zoë I. (Struck) deutlich anzumerken. Nur wenige Tage sind es noch bis zum Sonntag, 9. Februar, wenn für sie um 15 Uhr beim Kinderfasching in der Festhalle am Steinacker einer der Höhepunkte der Saison ansteht. Unterdessen hat das Regieteam um Gesa Stienecker-Intemann und Insa Pätzold auch das Programm des Nachmittags fertiggestellt. Und die Freude ist besonders groß, dass unter den zwölf Beiträgen erstmals seit längerer Zeit auch wieder ein Vortrag mit dabei ist.

Der erst siebenjährige Vigo Kublank, Sohn des „Barons von Ganterteich“ Torge Kublank, wird gemeinsam mit seinem Vater erstmals in die Bütt steigen. „Vigo wollte immer schon zu Papa auf die Bühne, und jetzt probieren wir es zusammen“, erklärt Torge Kublank. Die Kernidee sei gewesen, dem großen Baron einen kleinen an die Seite zu stellen. Und da im Kostümfundus des Hauses Kublank zwei Star-Wars-Uniformen zur Hand gewesen seien, kommt der Vater nun als Darth Vader und sein Sohn als Stormtrooper. Die Idee besteht schon seit Sommer, seit Ende November bereiten sich die beiden konkret auf ihren Auftritt vor: „Da gab es schon mal die Situation, dass er Witze von mir nicht so lustig fand, genauso wie umgekehrt. Aber wir haben gute Kompromisse gefunden, sodass die Kinder im Publikum genauso auf ihre Kosten kommen werden wie die Eltern“, sagt Kublank. In diesem Jahr hätten sich die beiden für einen Dialog entschieden, „aber wenn es ihm auf der Bühne gefällt, kommt er im nächsten Jahr vielleicht allein“, blickt der Vater voraus.

Nachdem der TSV Immer-Bürstel im vergangenen Jahr mit einer Tanzgruppe – den Heartbeats – am Start war, schickt der Verein in diesem Jahr mit den „Danceformas“ sogar eine zweite Formation auf die Bühne. Darüber hinaus dürfen sich die Faschingsfreunde natürlich unter anderem auf die bewährten Garden und Tanz-Acts sowie die Bobbies freuen. Zudem werde es auch einen plattdeutschen Beitrag der Musikschule Strings geben. Nicht zuletzt wird die neue Jugendgarde, die aus sieben 13- bis 17-jährigen Jungs besteht, beim Kinderfasching im Einsatz sein. Schließlich lebt der Kinderfasching aber auch von Überraschungen: So ließ Gesa Stieneker-Intemann durchblicken, dass auch die Mannschaft des TSV Ganderkesee, in der Prinzessin Zoë Fußball spielt, eine Aktion vorbereitet.

Ebenfalls eine Premiere wird der Kinderfasching auch für die neue Moderatorin Rosa Hornig. Die elfjährige Gymnasiastin bereitet sich unter anderem mit Bühnenprofi Markus Weise auf ihre Aufgabe vor, verriet sie. Im Übrigen werde sie nicht nur den Kinderfasching in der Festhalle am Steinacker moderieren, sondern sämtliche Kinderfaschings-Termine der Saison – also auch die Besuche in Altenheimen oder den Kindertanz im Festzelt.

Kinderfasching-Chef Alexander Meyer hat unterdessen mitgeteilt, dass die Veranstaltung am Sonntag, 9. Februar, bereits restlos ausverkauft sei. „Wir sind bis unters Dach voll, es wird keine Tageskasse mehr geben“, erklärte er. Sowohl die Ein-Euro-Tickets als auch die Sieben-Euro-Tickets seien inzwischen alle vergriffen.

Bei der nervigen Frage nach der Farbe ihrer Festroben, die sie am Freitag, 7. Februar, zum ersten Büttenabend erstmals öffentlich präsentieren, haben sich Tjorben und Zoë auf eine einheitliche Antwort geeinigt: „Currygelb“ sei es, weisen die Beiden allzu Neugierige in die Schranken.

Weil Prinz und Prinzessin in diesem Jahr beide zentral im Ort wohnen, bereitet die Gemeinschaft Ganderkeseer Vereine (GGV) für die beiden Majestäten am Umzugstag auch einen großen Bahnhof vor. „Wir werden bereits zur Abholung mit dem großen Festwagen vorfahren. Das haben wir auch nicht in jedem Jahr“, erklärte Meyer. Die entsprechenden Straßensperrungen für den Morgen des 22. Februar habe er bereits bei der Gemeinde beantragt. Dann wird sich vielleicht auch der Kinderprinz eines Besseren belehren lassen: „Die Nachbarn lassen sich nur Bier bringen. Sonst machen die nichts“, sagte er. Aber das glaubt er nicht wirklich.

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