UWG-Bürgermeisterkandidat UWG hofft auf schnelle Lösung

Seit vielen Monaten ist die geplante Überquerung an der Bahnhofstraße schon Thema in den Ganderkeseer Ausschüssen. Nun melden sich die UWG und ihr Bürgermeisterkandidat, Frank Lenk, zu Wort.
31.03.2021, 18:23
Lesedauer: 3 Min
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Von Lina Wentzlaff

Die Errichtung einer Fußgängerampel und eines neuen Gehwegs an der Bahnhofstraße (K 227) in Schierbrok sorgt weiter für Diskussionen in der Gemeinde. Auch Bürgermeisterkandidat Frank Lenk und Vertreter der Unabhängigen Wählergemeinde (UWG) beschäftigt das Thema. Um ihre Standpunkte deutlich zu machen, trafen sie sich diesen Dienstag zum Vor-Ort-Gespräch.

Der große Traktor, den die UWG extra für den Ortstermin organisiert hatte, machte es dem normalen Verkehr nicht leicht. Zu eng war die Straße für das landwirtschaftliche Fahrzeug, die Autos und Radfahrer. „Wir sehen hier ganz gut, dass die Straße schon jetzt sehr eng ist“, betonte UWG-Ratsherr Carsten Jesußek. Dass die Gemeinde bald einen Gehweg von rund einem Meter plane und die Straße dann noch schmaler werde, mögen sich die Anwesenden kaum vorstellen. „Das wäre sowohl für Kinder und ältere Menschen, als auch für die Fahrzeugführer eine weitere Gefahr“, befand auch Bürgermeisterkandidat Frank Lenk.

Die Verwaltung sei laut UWG gerade dabei, die Details der Umsetzung zu planen. „Die Theorie ist aber oftmals anders als die Praxis“, betonte Jesußek. Deswegen haben sich die Vertreter der Fraktion noch einmal mit ihrem Bürgermeisterkandidaten Frank Lenk an der Bahnhofstraße treffen wollen, um zu zeigen, dass eine Fahrbahnverengung durch einen zusätzlichen Bürgersteig nicht möglich sei. „Wir wollen die Gefahren noch einmal zur Diskussion stellen, bevor das Kind in den Brunnen gefallen ist“, sagte Lenk.

Im Bereich des Schulgrundstücks will die Verwaltung eine gesicherte Querung über die Bahnhofstraße in Form einer Fußgängerampel entstehen lassen. Dem hatten die Mitglieder des Ausschusses für Straßen und Verkehr Ende vergangenen Jahres mehrheitlich zugestimmt. Die Verwaltung hatte für die Überquerung insgesamt vier Standorte geprüft – und zwar östlich der Einmündung Trendelbuscher Weg/ Forstweg, im genannten Kreuzungsbereich sowie östlich und westlich des Buswendeplatzes. Im Ergebnis favorisiert sie den Standort östlich des Wendeplatzes. Dieser Punkt sei vor allem für die Schulkinder gut erreichbar, betonte Fachdienstleiterin Sabine Finke damals.

Ergänzend dazu plant die Verwaltung auf der nordwestlichen Seite der Bahnhofstraße zwischen dem Forstweg und der Bahn einen Fußweg – und das sieht die UWG als Problem: „Sie wollen dafür einen Meter von der eh schon schmalen Fahrbahn wegnehmen“, erklärte UWG-Ratsherr Carsten Jesußek. Aufgrund des regelmäßigen landwirtschaftlichen Verkehrs sei diese Idee aber völlig „utopisch“. „Wenn dann noch Gegenverkehr kommt, ist das einfach zu gefährlich.“ Dieser Plan werde nicht funktionieren, war sich Jesußek sicher. „Das schafft eher Unsicherheit statt Sicherheit“, befand auch Lenk.

Da es sich bei der Bahnhofstraße um eine Kreisstraße handelt, bedarf es bei der Umgestaltung außerdem der Zustimmung des Landkreises. Um zu simulieren, was passiert, wenn die Straße durch die Ampel schmaler wird, habe es auch schon einen Ortstermin der Verwaltung mit dem Schulbusunternehmen Hutfilter gegeben. Dabei sei deutlich geworden, dass die Buswendeanlage starke Defizite aufweise. Bereits jetzt müsse der Schulbus den Gehweg auf dem Grundstück mit befahren. Des Weiteren müsse der Busfahrer auf dem Schulgelände und auf der Kreisstraße zurücksetzen, um die Buswendeanlage wieder zu verlassen.

Schulwegsicherheit sei wichtig, waren sich die Vertreter der UWG einig. „Aber die Überquerung im Kreuzungsbereich wäre besser, da dort auch Laternen stehen“, sagte Jesußek. So müsste auch kein weiterer Gehweg hinzukommen, und die Sicherheit der Schüler sei trotzdem garantiert. Deswegen möchte sich die UWG noch einmal dafür einsetzen, dass die Idee von Verwaltung und Politik überdacht wird. Ein ähnlicher Vorschlag kam auch von der FDP auf, berichtete UWG-Ratsherr Thorsten Busch. Für eine Querung im Kreuzungsbereich sei eine Fußgängerampel nicht ausreichend, sondern es müsste eine komplette Ampelanlage mit vier Masten errichtet werden, hieß es vonseiten der Verwaltung. Dies würde nicht nur Umgestaltungen bedeuten, für eine solche Anlage bestehe aus verkehrsrechtlicher Sicht auch keine Notwendigkeit.

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