Anordnung des Veterinäramts Geflügelpest auf Ganderkeseer Putenhof ausgebrochen

Nun ist es amtlich: Ein Labor hat den Verdacht, dass sich Puten in einem Ganderkeseer Betrieb mit dem für die Tiere tödlichen Virus angesteckt haben, bestätigt. Jeder Verdachtsfall muss gemeldet werden.
07.12.2021, 16:08
Lesedauer: 1 Min
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Geflügelpest auf Ganderkeseer Putenhof ausgebrochen
Von Kerstin Bendix-Karsten

In einem Mastputenbestand in Ganderkesee ist die Geflüglepest ausgebrochen. Das nationale Referenzlabor des Friedrich-Loeffler-Instituts hat nach Eingang des Laborbefunds den Ausbruch amtlich festgestellt. Die Tötung der Puten ist bereits am Montag erfolgt. Das hatte das Kreisveterinäramt auf Grundlage der Geflügelpest-Verordnung angeordnet, die eine Tötung der Tiere bereits im Verdachtsfall als Vorsichtsmaßnahme vorsieht. Es handele sich um einen Bestand von rund 15.500 Tiere, teilte die Kreisverwaltung am Dienstagnachmittag mit. Um den Ausbruchsort wurde eine Schutzzone mit einem Radius von drei Kilometern eingerichtet. Zusätzlich gibt es eine Überwachungszone mit einem Radius von zehn Kilometern.

Die entsprechende Allgemeinverfügung wird heute veröffentlicht und ist ab Mittwoch, 8. Dezember, um Mitternacht gültig. Auf der Homepage des Landkreises Oldenburg wird eine interaktive Karte veröffentlicht, sodass jeder Tierhalter erkennen kann, ob der Betrieb in einem der Gebiete liegt. Ein Bürgertelefon ist im Veterinäramt eingerichtet und unter 0 44 31 / 8 57 89 (Montag bis Donnerstag: 8 bis 15 Uhr, Freitag: 8 bis 12 Uhr) erreichbar. Bereits in der vergangenen Woche gab es zudem den Geflügelpestnachweis bei einem Bussard in der Gemeinde Hatten.

Eine Ausbreitung der Vogelgrippe im Landkreis Oldenburg müsse unbedingt vermieden werden, um andere Haltungen zu schützen und wirtschaftlichen Schaden abzuwenden, teilt die Kreisverwaltung mit. Die Geflügelpest sei eine sehr leicht übertragbare Viruserkrankung bei Geflügel mit schneller Verbreitung über größere Gebiete und sehr hoher Erkrankungsrate beim Geflügel. Alle Vögel könnten Überträger sein, insbesondere wildlebendes Wassergeflügel komme als Virusüberträger in Betracht. Wasservögel erkrankten oft nicht an Geflügelpest. Die Übertragung erfolge auch leicht über Personen und Fahrzeugverkehr. Für den Menschen bestehe keine Gefahr. Die durch die Geflügelpest verursachten wirtschaftlichen Schäden seien enorm. Jeder Verdacht einer Geflügelpest-Erkrankung müsse daher sofort dem Veterinäramt gemeldet werden, betont die Kreisverwaltung.

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