Highland Games Bremen Schottischer Zehnkampf in Falkenburg

Fünfmal haben die Highland Games Bremen auf dem Campingplatz am Steller See stattgefunden. Am Sonnabend, 25. Juni, dürfen nun in Falkenburg Baumstämme geschubst und Treckerreifen gewendet werden.
27.05.2022, 18:00
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Schottischer Zehnkampf in Falkenburg
Von Jochen Brünner

Ganderkesee-Falkenburg/Stuhr. Nicht nur kleidungstechnisch sind Schotten für eine gewisse Eigenwilligkeit bekannt. Das trifft auch auf ihre sportlichen Wettkämpfe zu, in denen unter anderem Baumstämme, Kuhglocken oder „scheißschwere Steine“ zum Einsatz kommen, wie Heiko Matz, Vorsitzender des Vereins Highland Games Bremen, verrät. Am Sonnabend, 25. Juni, ab 12 Uhr ist der Campingplatz am Falkensteinsee erstmals Schauplatz der „Highland Games Bremen“. In den Jahren 2015 bis 2019 hatte die Veranstaltung bereits fünf Mal auf dem Märchencampingplatz am Steller See in Groß Mackenstedt stattgefunden. „Wir haben ganz klein angefangen, sind aber von Jahr zu Jahr gewachsen, und irgendwann reichten die Kapazitäten dort nicht mehr. Beim letzten Mal hatten wir 1200 Zuschauer und 100 Teilnehmer“, begründet Matz den Umzug, der in der Gemeinde Stuhr durchaus mit einem gewissen Bedauern zur Kenntnis genommen worden sei.

So fanden die Initiatoren also eine neue Heimat in Falkenburg, wo sie am Veranstaltungstag sogar bis zu 2000 Zuschauer erwarten. Und weil die Highland Games durchaus noch etwas weiter wachsen dürfen, werden diesmal rund 60 Zweierteams (Clans) an den Start gehen. „50 Startplätze sind bereits vergeben“, nennt der zweite Vorsitzende Sebastian Notbom den aktuellen Stand der Dinge. Die Wettbewerbe beschränken sich diesmal auch nicht auf einen Siebenkampf, stattdessen haben die Clans zehn Disziplinen zu meistern. Baumstammschubsen (Tossing the Caber) hat es in der Vergangenheit ebenso gegeben wie Hammerwerfen, Speerwerfen, Bogenschießen, Kettlebell, Reifen ziehen oder den Steinwurf. Neu im Programm ist etwa der Tire Flip: Hier geht es darum, einen auf der Seite liegenden Traktorreifen (80 Kilogramm) fünfmal möglichst schnell zu wenden. Bei den Atlas Stones müssen vier Betonkugeln auf ein 1,10 Meter hohes Podest gehievt werden, wobei die Schwierigkeit darin besteht, dass die Kugeln immer schwerer werden. „Die Männer starten mit 50 Kilogramm, die Frauen mit 42 Kilogramm“, erklärt Matz. „Die Disziplinen orientieren sich sehr stark an den Original-Wettkämpfen, aber wir haben die Schwierigkeiten ein bisschen runtergeschraubt, um die Veranstaltung auch für Einsteiger attraktiv zu halten“, sagt er weiter.

Zudem sei Kraft nicht alles, bei einigen Disziplinen stehe auch die Geschicklichkeit im Vordergrund. So sei der Baumstamm, den es zu schubsen gilt, nur 3,40 Meter lang und 25 Kilogramm schwer. „In Schottland ist er mindestens sechs Meter lang“, erklärt der Vorsitzende. Überhaupt geht es beim Baumstammschubsen nicht darum, das Wettkampfgerät möglichst weit zu befördern. Entscheidend ist vielmehr, dass es möglichst gerade zu liegen kommt. Ähnlich ist es auch beim Speerwerfen. Hier ist es das Ziel, möglichst in die Mitte von drei 17 Metern entfernten Ringen zu treffen. „Gerade dabei tun sich die reinen Kraftpakete oft schwer“, weiß Matz.

Das Dudelsack-Ensemble der Hamburg Caledonian Pipes & Drums wird der Veranstaltung den passenden akustischen Rahmen geben. Aber auch darüber hinaus stellt der Bremer Verein einiges auf die Beine. Für junge Besucher wird es kindgerechte Übungen geben, ein kleiner Markt präsentiert rustikales Handwerk, es gibt einen Bauchredner, ein Folk-Duo sowie Gin- und Whisky-Tastings. In einer Mittelalter-Abteilung präsentiert eine Gruppe unter anderem Wikinger-Schaukämpfe. „Die hauen sich schon ordentlich auf den Helm“, verspricht Matz.

Und ab 20.30 Uhr heizt die Nordbremer Band The Rockalots Teilnehmern und Zuschauern mit Rock-Klassikern ein. Gegen 16.30 Uhr sollen die Wettbewerbe beendet sein, die Siegerehrung ist für 18.30 Uhr geplant. Dann wird ein Highlander, eine Highlanderin sowie der Sieger-Clan gekürt. In diesem Fall kann es also nicht nur einen, sondern sogar drei geben. Heiko Matz und sein Team formulieren einen klaren Anspruch: „Wir wollen euch beeindrucken und uns hier etablieren.“

Weitere Informationen sowie Möglichkeiten zur Anmeldung finden sich online unter www.highland-games-bremen.de. Wer sich noch nicht ganz sicher ist, ob er sich traut, kann am Sonntag, 12. Juni, ab 15 Uhr bei einem öffentlichen Training am Falkensteinsee schon einmal einige Disziplinen ausprobieren.

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