A-Jugend-Oberliga

Hinter den eigenen Ansprüchen

Die HSG Grüppenbühren/Bookholzberg bleibt nach einer Pleite gegen den OHV Aurich auf dem vorletzten Platz kleben. Die Handballer kassierten in Aurich bereits die zweite Pleite mit nur einem Tor Unterschied.
17.02.2019, 17:42
Lesedauer: 2 Min
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Von Olaf Kowalzik
Hinter den eigenen Ansprüchen

Kian Krause und die HSG Grüppenbühren/Bookholzberg enttäuschten auf ganzer Linie.

OLAF KOWALZIK

Bookholzberg. Die männliche A-Jugend der HSG Grüppenbühren/Bookholzberg läuft ihren Ansprüchen in der Handball-Oberliga weiter mit großen Schritten hinterher: Sie kassierte mit dem 22:23 (10:12) beim OHV Aurich bereits die zweite knappe Niederlage mit nur einem Tor Differenz in der noch jungen Saison. Dadurch bleiben die Oldenburger Landkreisler in der Tabelle mit 2:6 Punkten auf dem vorletzten Platz kleben.

Glück im Unglück hatte wenigstens der HSG-Kreisläufer Henk Braun. Ihm war bei der letzten Aktion – beim Abschirmen von Kian Krauses Sprungwurf – ein Gegenspieler auf das linke Knie gefallen. Danach wurde Braun unter Schmerzen ins Krankenhaus gefahren, eine erste Röntgenaufnahme schloss zumindest schon einmal einen Bruch aus.

Selbst um Punkte gebracht

„Highway to hell“ wummerte es kurz nach dem Abpfiff aus der Kabine der Ostfriesen – wie passend für die Gäste. Denn die standen immer noch bedröppelt in der Halle und ärgerten sich über sich selbst. Völlig zu Recht. Denn es waren weniger die Auricher, sondern viel mehr die Oldenburger Landkreisler, die sich schlicht und ergreifend im Wege standen. Überhaupt wirkt der Bundesliga-Absteiger zurzeit wie ein Rennbolide, der klappernd auf drei Töpfen fast allen hinterherfährt. „Uns fehlte, wie in dieser Saison so oft, der letzte Wille“, bestätigte der Linksaußen Bennet Krix den Eindruck. Er war nach dem Seitenwechsel zusammen mit Jakub Anuszewski einer der wenigen Aktivposten im HSG-Angriff, spielerisch blieben die Bookholzberger meilenweit hinter ihrer gewohnten Leistung zurück. „Vieles war nur Stückwerk“, monierte der HSG-Trainer Stefan Buß.

Das war aber nichts gegen die katastrophale Torausbeute der HSG Grüppenbühren/Bookholzberg, die ihren Gegner im ersten Durchgang mit einer unterirdischen Trefferquote von 40 Prozent offensichtlich unbedingt auf den Schild heben wollte. „Unser Rückraum war ein Totalausfall“, sprach Andreas Müller, der zweite Coach des Teams, Klartext.

In diesem Team hatten vor allem die beiden hoch aufgeschossenen halblinken Angreifer Kian Krause und Jona Schultz einen ganz schwarzen Tag erwischt, worunter der Rest entsprechend litt. An den neun verworfenen Hochkarätern hatten sich im ersten Durchgang allerdings nahezu alle ihre Mitspieler reichlich beteiligt.

Ständig im Rückstand

Der 1:4-Auftaktrückstand der Gäste war die logische Konsequenz (7.). Bis auf den Tempogegenstoßtreffer von Bennet Krix zum 6:6 (19.) lief die HSG ständig einem Rückstand hinterher. Schon im Anschluss ging es mit dem 6:10 (25.) weiter, beim 10:12 aus Sicht der Grüppenbührener wurden die Seiten gewechselt. Wenigstens hatte der starke HSG-Schlussmann Jan Kinner seine Mannschaft mit einer fantastischen Quote von 39 Prozent parierter Bälle im Spiel gehalten und seine klasse Form im zweiten Durchgang weiter bestätigt. In dem schien sich das Blatt sogar zugunsten der Gäste zu wenden, als Soheil Ramin in Unterzahl zum 12:12 traf und Kian Krause das 13:13 erzielte (36.). Neun Minuten später lag der ehemalige Bundesligist sogar erstmals mit 16:15 vorne. In dieser Phase überzeugten vor allem Jakub Anuszewski (drei Treffer) und Bennet Krix (zwei).

Die HSG Grüppenbühren/Bookholzberg schlug jedoch aus der immer größer werdenden Unruhe im Auricher Spiel und aus der lautstark verärgerten Reservebank der Gastgeber kein Kapital. „Wir haben im Angriff die falschen Entscheidungen getroffen“, kritisierte Andreas Müller, dass seine Mannschaft die nachlassenden OHV-Kräfte nicht zum K.o-Treffer nutzte.

Die Hausherren glichen das 22:21 von Bennet Krix aus. Danach parierte Jan Kinner in klasse Manier zwei Auricher Würfe, um 109 Sekunden vor Schluss im dritten Versuch doch noch hinter sich greifen zu müssen (22:23). Zu mehr als zu einem Freiwurf kamen die Gäste drei Sekunden vor Schluss nicht mehr, mit dem scheiterte Kian Krause von halblinks am Torwart.

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