Schwerer Verkehrsunfall in Elmeloh Kleinwagen kollidiert mit Linienbus

Ein Kleinwagen ist am Dienstagvormittag auf der Elmeloher Straße mit einem Kleinwagen kollidiert. Dabei wurde die 65-jährige Fahrerin des Kleinwagens lebensgefährlich verletzt.
14.07.2020, 13:38
Lesedauer: 2 Min
Zur Merkliste
Kleinwagen kollidiert mit Linienbus
Von Andreas D. Becker

Lebensgefährliche Verletzungen hat sich eine 65 Jahre alte Autofahrerin zugezogen, deren Wagen am Dienstag gegen 9.15 Uhr auf der Elmeloher Straße mit einem Linienbus kollidierte. Wie die Polizei mitteilte, befuhr sie mit ihrem Kleinwagen die Neue Straße in Richtung Elmeloher Straße. Doch anstatt dort zu halten, um den vorfahrtberechtigten Verkehr passieren zu lassen, fuhr sie einfach weiter. „Die von links kommende 49-jährige Busfahrerin aus Twistringen konnte einen Zusammenstoß nicht mehr verhindern. Der Bus kollidierte frontal mit der Fahrerseite des Pkw“, heißt es im Polizeibericht.

Der Zusammenstoß der Fahrzeuge war so heftig, dass der Wagen der 65-Jährigen gegen einen Gartenzaun geschleudert wurde. Dort blieb das Fahrzeug stehen. Dabei wurde die Autofahrerin in ihrem Wagen eingeklemmt und zog sich die lebensgefährlichen Verletzungen zu. Bis zum Eintreffen der Rettungskräfte wurde sie von Ersthelfern betreut und anschließend durch Kräfte der Berufsfeuerwehr Delmenhorst und der Freiwilligen Feuerwehr Ganderkesee aus ihrem Fahrzeug befreit. Danach wurde sie umgehend ins Krankenhaus transportiert.

Der Linienbus der Delbus war mit insgesamt vier Personen besetzt, bei denen es sich um Mitarbeiter handelte, die sich auf einer sogenannten Streckeneinweisung befanden. Von den vier Personen wurden eine 55-jährige Frau und ein 34-jähriger Mann leicht verletzt.

Der Wagen der 65-Jährigen wurde durch den Verkehrsunfall stark beschädigt. Den Schaden bezifferten die Beamten mit rund 3000 Euro. Zudem wurde die Fahrzeugfront des Busses ebenfalls stark in Mitleidenschaft gezogen. Die Schadenshöhe in diesem Fall dürfte bei rund 8000 Euro liegen. Der Schaden am Gartenzaun wurde auf 500 Euro geschätzt. Die Elmeloher Straße wurde für die Dauer der Verkehrsunfallaufnahme voll gesperrt.

„Der Einsatz der Ersthelfer war in diesem Fall äußerst vorbildlich, da sie keine Scheu gezeigt haben, bei einem schweren Verkehrsunfall Hilfe zu leisten“, erklärte Polizeisprecherin Lorena Lemke. Aber nicht alle verhielten sich lobenswert. „Vollkommen gegensätzlich verhielten sich einige Verkehrsteilnehmer, die trotz des augenscheinlich schweren Unfallgeschehens die Unfallstelle über den angrenzenden Gehweg umfahren und sich an dem beteiligten Bus ‚vorbeigedrängelt‘ haben. In diesem Zusammenhang weisen wir darauf hin, dass eine Pflicht zur Hilfeleistung besteht und durch das Durchfahren einer Unfallstelle (auch als Radfahrer) wichtige Unfallspuren unkenntlich gemacht werden können.“

Jetzt sichern: Wir schenken Ihnen 1 Monat WK+!
Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Einwilligung und Werberichtlinie

Ich erkläre mich damit einverstanden, dass die von mir angegebenen Daten dazu genutzt werden, regelmäßig per E-Mail redaktionelle Inhalte des WESER-KURIER seitens der Chefredaktion zu erhalten. Die Daten werden nicht an Dritte weitergegeben. Ich kann diese Einwilligung jederzeit formlos mit Wirkung für die Zukunft widerrufen, z.B. per E-Mail an widerruf@weser-kurier.de.
Weitere Informationen nach Art. 13 finden Sie unter https://www.weser-kurier.de/datenschutz

Schließen

Das Beste mit WK+