Haus Müller in Ganderkesee

Kultur für alle Generationen

Das Kulturhaus Müller baut im ersten Halbjahr 2019 sein Programm für Kinder aus. Aber auch an die Bedürfnisse der „älteren Semester“ hat Programmverantwortliche Wiebke Steinmetz gedacht.
11.02.2019, 06:05
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Kultur für alle Generationen
Von Jochen Brünner
Kultur für alle Generationen

Sebastian Butte wird auch am Sonnabend, 18. Mai, wieder den Slam-Poetry-Abend moderieren und eine Handvoll erlesener Künstler der Szene präsentieren.

Matthias Nau

Das Kulturhaus Müller baut im ersten Halbjahr 2019 sein Angebot für Kinder spürbar aus. Neben den wiederkehrenden Angeboten mit Ausstellungen, Amateurfilm-Abenden, Opern-Übertragungen, Poetry Slam, Vorträgen und vereinzelten Konzerten sind etwa philosophische Lesungen für Kinder neu im Programm. Außerdem bietet Programmverantwortliche Wiebke Steinmetz interessierten Familien jetzt die Möglichkeit, Kindergeburtstage im Kulturhaus zu feiern.

„Die Philosophie-Vorlesungen für Erwachsene mit VHS-Chef Jens Kohne sind so gut besucht, dass wir jetzt einfach mal das Experiment wagen, so etwa auch für Kinder anzubieten“, sagt Wiebke Steinmetz. Im Fokus stehen dabei zunächst die Bücher „Der kleine Prinz“ von Antoine de Saint-Exupéry, „Alice im Wunderland“ von Lewis Carroll, sowie „Pu, der Bär“, laut Kohne alles Bücher, die in einem philosophischen Zusammenhang gelesen werden können. „Die Idee ist zu schauen, was in einem Kinderkopf dabei rauskommt“, sagt der VHS-Chef. Dabei sei es eine gute Voraussetzung, keine Voraussetzungen zu haben. Nach der gedanklichen Beschäftigung mit dem jeweiligen Stoff bietet Wiebke Steinmetz im Anschluss die Verarbeitung in kreativer Hinsicht an. Los geht's bereits an diesem Montag, 11. Februar, um 15.30 Uhr, wenn „Der kleine Prinz“ im Fokus steht. Weitere Veranstaltungen der Reihe finden am 11. und am 25. März statt.

Fest etabliert hat sich inzwischen der Slam-Poetry-Abend, zu dem die beiden Szenengrößen Simeon Buß und Sebastian Butte am Sonnabend, 18. Mai, ab 19.30 Uhr wieder eine Reihe von „Slammern“ zum Dichterwettstreit um sich scharen werden. Sehr beliebt ist auch der Bremer Kult-Kunsthistoriker Detlef Stein, der in diesem Halbjahr Vorträge über die Pariser Zeit der Worpsweder Malerin Paula Modersohn-Becker (13. März) sowie über die Verhüllungskünstler Christo und Jeanne-Claude (8. Mai) halten wird.

Bei den Opern-Übertragungen aus der Wiener Staatsoper stehen diesmal vier absolute Klassiker auf dem Programm, nämlich Giacomo Puccinis „Tosca“ (19. Februar), „Der Rosenkavalier“ von Richard Strauss (23. März) sowie die beiden Verdi-Opern „Rigoletto“ (9. Mai) und „Aida“ (30. Juni).

Eine Änderung hat es in der Kleinkunstreihe gegeben, für die Steinmetz dieses Mal die Kabarettisten und Comedians Peter Vollmer, Hans Gerzlich, Anka Zink und Michael Eller gebucht hat. Eller, der das Thema Kreuzfahrten satirisch aufbereiten wird, wird die Reihe nicht am 31. März eröffnen, sondern diese am 4. Juli beschließen. So startet Peter Vollmer am 25. April mit seinem Beziehungsprogramm „Er hat die Hosen an – Sie sagt ihm welche“. Hans Gerzlich präsentiert am 23. Mai Bürocomedy unter dem Titel „Und wie war Dein Tag, Schatz“, ehe Anka Zink am 27. Juni „Das Ende der Bescheidenheit“ proklamiert und ihrem Publikum „eine kleine Anleitung zum Größenwahn“ anbietet.

Humoristisch geht es auch beim Gastspiel von "Madda & Kede" zu, das am Dienstag, 26. März, ab 15.30 Uhr vor allem für fortgeschrittene Semester interessant sein dürfte, heißt es. Renate Worm und Margret Rink bringen die Geschichten der Autorin Adda Halenza in bestem Bremer Missingsch, also einer Mischung aus Hochdeutsch und Platt, auf die Bühne. Und wem das gut gefällt, den erwartet am Dienstag, 14. Mai, noch eine Zugabe, wenn Margret Rink im Rahmen eines plattdeutschen Nachmittags in die Rollen der Fisch Luzie und anderen Bremer Originalen schlüpft.

Die Webinar-Reihe „vhs.culture“ will diesmal Lust auf aktuelle Ausstellungen an großen Häusern machen. Am 12. März steht unter dem Titel „Licht und Leinwand“ zunächst das Spannungsfeld zwischen Fotografie und Malerei im 19. Jahrhundert im Blickpunkt, ehe am 19. März die Kunst der 1920er-Jahre Thema ist. Weitere Webinar-Vorträge widmen sich am 4. Juni den französischen Künstlern Henri de Toulouse-Lautrec und am 9. Juli Henri Matisse.

Anmeldungen für alle Veranstaltungen sind unter der Rufnummer 0 42 22 / 80 65 50, per E-Mail an die Adresse kultur@regiovhs.de oder online unter www.kulturhaus-mueller.de möglich.

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