Neuer Schredder-Rekord in Ganderkesee Lauter „Stammgäste“ auf dem Marktplatz

Zum fünften Mal lud die Werbegemeinschaft „Gantermarkt“ am Sonntag zum „Knutschen“ auf den Marktplatz: Mit 786 geschredderten Weihnachtsbäumen stand am Ende ein neuer Rekord.
05.01.2020, 18:46
Lesedauer: 2 Min
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Lauter „Stammgäste“ auf dem Marktplatz
Von Jochen Brünner

Über dem Ganderkeseer Ortskern lag am Sonntagnachmittag ein intensiver Tannenduft, wie er an den Weihnachtstagen nicht schöner hätte sein können: Verantwortlich dafür war ein leistungsstarker Häcksler auf dem Marktplatz, der gerade einmal fünf bis zehn Sekunden benötigte, um eine etwa zehn Jahre alte und zwei Meter große Nordmann-Tanne in kleine Holzschnipsel zu zerlegen. Zum fünften Mal hatte die Werbegemeinschaft „Gantermarkt“ zum „Knutschen“ eingeladen, und erneut machten mehrere hundert Familien von dem Angebot Gebrauch, ihren ausrangierten und abgeschmückten Weihnachtsbaum fachgerecht entsorgen zu lassen.

Mit 786 geschredderten Bäumen wurde die Bestmarke von 630 Bäumen aus dem Jahr 2018 geradezu pulverisiert. Bei einer Aktionsdauer von rund fünfeinviertel Stunden bedeutete das immerhin eine Quote von fast 2,5 Bäumen pro Minute. Dementsprechend zufrieden war Timo Vetter, Vorsitzender der Werbegemeinschaft „Gantermarkt“, mit dem Verlauf des Tages: „Es ist sehr gut gelaufen. Man hat gemerkt, dass die ‚Knutscheine‘ attraktiv waren und die Leute die haben wollten“, kommentierte er mit Blick auf die Aktion der Einzelhändler.“ Für das nächste Jahr überlege man nun, die Veranstaltung auch noch auf den hinteren Bereich des Marktplatzes auszudehnen.

Mit den Bäumen im Gepäck war am Sonntag also fast jeder Gast auf dem Marktplatz ein „Stammgast“: Zu denen, die sich dieses Prädikat auch aufgrund ihrer wiederholten Teilnahme verdienten, gehörten etwa Jan und Katrin Badberg, die mit ihren Kindern Jette und Neele gekommen waren. Sie hatten von dem Angebot Gebrauch gemacht, lediglich eine Spitze des Baumes mitzubringen, die sie in Jettes Kinderwagen zum Ort des Geschehens transportierten. Andere Besucher hatten ihre Tanne zum Beispiel auch aufs Fahrrad geschnallt.

Die Mitarbeiter des Garten- und Landschaftsbaubetriebs von Volker Kreye entschieden sich auch diesmal wieder für das Prinzip des Intervall-Schredderns. Erst einmal sammelten sie rund 50 bis 100 Bäume, die dann unter der fachkundigen Hand von Thorsten Rüdebusch in kürzester Zeit zerkleinert wurden. Das Konzept des Ganderkeseer „Knutschens“ ist einfach, aber effektiv: Das Schreddern der Bäume und der Weihnachtsbaum-Weitwurf, der einmal mehr unter der Regie der Jugendfeuerwehr stattfand, sorgen für das Spektakel, Wurstbude und Getränkestände für den geselligen Teil. Dritte Zutat sind die geöffneten Geschäfte, die sich während des gesamten Nachmittags über regen Zulauf freuen konnten. Den Weihnachtsbaum-Weitwurf gewann einmal mehr Seriensieger Tim Intemann, der die über zwei Meter große Wettkampf-Tanne auf eine Weite von 8,50 Meter wuchtete. Bei den Damen siegte Sonja Meyer-Tecklenburg mit einer Weite von 4,35 Metern, die Kategorie der Kinder gewann Nils Pleus mit 5,64 Metern. Während sich die Sieger bei den Herren und den Damen über 100 Euro Siegprämie (beziehungsweise einen Warengutschein in dieser Höhe) freuen durften, gab es für den Sieger bei den Kindern immerhin 80 Euro. Intemann kündigte im Übrigen an, das Preisgeld (mit Hilfe einer gewonnenen Wette) zu verdoppeln und es an das Laurentius-Hospiz in Falkenburg zu spenden.

Doch auch der neue Schredder-Rekord muss noch nicht in Stein gemeißelt sein: Am Sonntag, 10. Januar 2021, wird auf dem Ganderkeseer Marktplatz das nächste Mal geknutscht. Dann nehmen die Initiatoren die 800-Bäume-Marke in den Blick.

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