THW Hude-Bookholzberg Neubau hat deutlich Fahrt aufgenommen

Viele Jahre schon laufen die Planungen für eine neue Unterkunft des THW-Ortsverbandes Hude-Bookholzberg. Nun hat der Bau an Tempo gewonnen. Zum Richtfest kam sogar THW-Präsident Albrecht Broemme.
16.08.2019, 16:03
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Neubau hat deutlich Fahrt aufgenommen
Von Jochen Brünner

Der launige Vergleich mit dem Berliner Flughafen BER, den THW-Präsident Albrecht Broemme anlässlich des Richtfestes der neuen Unterkunft des Ortsverbandes Hude-Bookholzberg am Donnerstagabend zog, kam nicht von ungefähr: Denn schließlich sind bei dem Neubau an der Harmenhauser Straße seit dem Beginn der Planungen bereits acht Jahre ins Land gegangen. Das Vorhaben in Bookholzberg sei aber dennoch eine Erfolgsgeschichte, weil die neue Unterkunft deutlich vor dem Flughafen BER fertig werde, versprach Broemme den mehr als 100 Gästen.

Mit einem Investitionsvolumen von rund 1,8 Millionen Euro entstehen an der Harmenhauser Straße ein zweigeschossiges Unterkunftsgebäude mit knapp 400 Quadratmetern Nutzfläche sowie eine 25 mal zwölf Meter große Fahrzeughalle. Während im Untergeschoss unter anderem Umkleiden, Waschräume und die Werkstatt untergebracht sein werden, wird es im Obergeschoss einen großen teilbaren Unterrichtsraum mit Zugang zum Balkon, eine Küche mit Vorratsraum und eigener Toilette, einen Jugendraum und mehrere Büros für den OV-Stab geben. In der Fahrzeughalle sollen unter anderem sechs große Fahrzeuge, zwei Mannschaftswagen und ein Personenwagen abgestellt werden können. Von außen folgt das Gebäude einem Musterbauplan, bei der Innenausstattung hat der Ortsverband in begrenztem Rahmen Wünsche einbringen können.

Die Verantwortlichen des THW-Ortsverbandes um den Ortsbeauftragten Niels Kähler hätten sich sehr darüber gefreut, dass so viele Gäste der Einladung zum Richtfest gefolgt seien, berichtete Britta Kindler, Sprecherin des THW-Landesverbandes Bremen/Niedersachsen. Darunter nicht nur die eigenen Helfer, sondern auch Gäste aus den Regionalverbänden, aus dem Bundestag, aus der lokalen Politik sowie eben THW-Präsident Albrecht Broemme und die niedersächsische Landesbeauftragte Sabine Lackner an der Spitze.

Bauherrin für das Gebäude ist die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben. Nach Auskunft des zuständigen Projektmanagers Alexander Bellstedt soll der Ortsverband seine neue Unterkunft im ersten oder spätestens im zweiten Quartal 2020 beziehen können. Anschließend wird dann der Altbau abgerissen und an dessen Stelle eine neue Fahrzeughalle errichtet. „Wir hoffen, dass wir Ende 2020 mit allem durch sind“, sagte Bellstedt auf Nachfrage.

Der Wunsch nach einer Sanierung der in die Jahre gekommenen Dienststelle an der Harmenhauser Straße existiert beim THW Hude-Bookholzberg sogar schon seit mehr als 15 Jahren. Bissen die Verantwortlichen vor Ort bei den zuständigen Stellen in Bonn lange auf Granit, so ist in den vergangenen fünf Jahren Bewegung in die Sache gekommen – obwohl der Ortsverband auch dann noch mehrfach vertröstet worden ist. So hatten THW-Verantwortliche etwa im Mai 2016 einen Baustart für Herbst (also 2016) versprochen. Richtig los ging es dann im Januar 2018 mit dem Abriss der alten Fahrzeughalle. Das war nötig, um Platz für den Neubau zu schaffen.

Doch auch im vergangenen Jahr ruhte die Baustelle aus planungsrechtlichen Gründen noch einmal mehrere Monate, ehe das Bautempo in diesem Jahr deutlich an Fahrt aufgenommen hat. So hat der Ortsverband auf seiner Internetseite ein „Bautagebuch“ eingestellt, das seinem Namen inzwischen auch gerecht wird. Im April waren die Fundamente fertig, im Mai stand das Erdgeschoss, und im Juli wurde das Obergeschoss errichtet, ist den Beiträgen zu entnehmen.

Der THW-Ortsverband Hude-Bookholzberg zählt gegenwärtig knapp 100 aktive Helfer, etwa 40 Prozent davon sind Jugendliche. Was Broemme am Donnerstag auch den Anlass gab, den Ortsverband für seine außergewöhnliche Jugendarbeit zu loben.

Gute Nachrichten gab es darüber hinaus auch für die Helfervereinigung, eine Art Förderverein des THW: So wird der Baggerhersteller Atlas die Anschaffung eines neuen Anhängers mit einer Spende in Höhe von 5000 Euro unterstützen, wie der örtliche THW-Sprecher Arne Wiechmann berichtete. Auch dem Atlas-Werk in Ganderkesee hatte Broemme während seines Aufenthalts im Landkreis einen Besuch abgestattet.

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