Ein echter Jeck als Gastgeber

Rainer Weinacht moderiert Büttenabende

Ganderkesee. Klar, dieser Mann muss etwas mit Fasching zu tun haben – oder mit Karneval, wie Rainer Weinacht es aufgrund seiner rheinländischen Wurzeln (noch) nennt. Der 49-jährige Krefelder ist der neue Moderator der Büttenabende, und beim Blick in sein lachendes Gesicht mit dem markanten Schnurrbart sind Ähnlichkeiten mit Henning Krautmacher, Frontmann der legendären „Höhner“, nur schwer von der Hand zu weisen. Der gelernte Koch bringt einige Erfahrungen im Umgang mit feierwütigen Narren mit.
10.01.2010, 13:04
Lesedauer: 2 Min
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Rainer Weinacht moderiert Büttenabende
Von Malte Bürger

Ganderkesee. Klar, dieser Mann muss etwas mit Fasching zu tun haben – oder mit Karneval, wie Rainer Weinacht es aufgrund seiner rheinländischen Wurzeln (noch) nennt. Der 49-jährige Krefelder ist der neue Moderator der Büttenabende, und beim Blick in sein lachendes Gesicht mit dem markanten Schnurrbart sind Ähnlichkeiten mit Henning Krautmacher, Frontmann der legendären „Höhner“, nur schwer von der Hand zu weisen. Der gelernte Koch bringt einige Erfahrungen im Umgang mit feierwütigen Narren mit.

So hat er nicht nur in seiner Heimatstadt am Niederrhein auf der Bühne gestanden, auch in den Hochburgen Köln und Düsseldorf hat er bereits kleinere Duftmarken gesetzt. Der Liebe wegen verschlug es den Frührentner vor rund einem Jahr nach Delmenhorst, wo er im vergangenen Frühjahr auf das Moderatoren-Casting der Ganderkeseer Faschingsorganisatoren aufmerksam wurde. Da Weinacht zuvor bereits bei zwei Büttenabenden in der Gemeinde als Zuschauer dabei gewesen war, hatte er einen ersten Eindruck davon bekommen, wie auch abseits des Rheins ausgelassen die fünfte Jahreszeit gefeiert wird. „Ich habe mich dann einfach beworben.

Mehr als Nein sagen, können die ja nicht, habe ich mir gedacht“, erzählt der Büttenabend-Moderator 2010. Doch an eine Absage dachte das Regieteam um Dirk Wieting, Rebecca Khoshbin und Claudia Thomann gar nicht. Denn der Krefelder stach aus dem – zugegebenermaßen kleinen – Teilnehmerfeld deutlich heraus. „Wir würden ihm diese Aufgabe nicht geben, wenn wir nicht hundertprozentig von ihm überzeugt wären“, verteilt Wieting einige Vorschusslorbeeren.

Auch wenn sich der Auserwählte riesig über Komplimente wie dieses freut, so sieht er sich und seine Aufgabe keinesfalls als das zentrale Element der Büttenabende: „Ich bin vielmehr der Conférencier, der zwischen den Auftritten der anderen mit kleinen Geschichten, Liedern oder Stand-Up-Comedy-Einlagen die Umbauzeiten überbrückt.“ Einige Ganderkeseer könnten sogar schon in den Genuss eines Auftritts von Weinacht gekommen sein, denn mit seiner mobilen Discothek ist der 49-Jährige nicht nur auf Familien- oder Firmenfeiern im Einsatz, sondern er moderierte zuletzt auch schon beim „Ganter-Tach“. „Ich bin mir sicher, dass wir eine schöne, lustige Session auf die Beine stellen werden, über die man noch lange sprechen wird“, ist der Unterhalter überzeugt.

Alle Ganderkeseer Faschingsfreunde, die jetzt befürchten, die Büttenabende könnten einen zu großen kölschen Einschlag bekommen, will Weinacht beruhigen. „Das Kölsche steht nicht im Mittelpunkt, auch wenn es vermutlich zwei Lieder auf Kölsch geben wird.“ Auch sprachlich sollen nicht zu viele rheinländische Vokabeln fallen – schließlich handele es sich um den Ganderkeseer Fasching. „Aus ihm wird noch ein reiner Norddeutscher“, erklärt Dirk Wieting augenzwinkernd. Doch Rainer Weinacht bremst ihn sofort aus: „Sagen wir ein halber, denn ming Heimat jevv ich nit op.“ Seine Feuertaufe hat der Entertainer am Freitag, 29. Januar, beim ersten Büttenabend.

Der Vorverkauf für diese und die weiteren Veranstaltungen läuft seit Sonnabend. Neben den vier Büttenabenden (29./30. Januar und 5./6. Februar), dem bunten Faschingsstrauß (3. Februar) und dem Kinderfasching (31. Januar) kommt dieses Mal auch das Sinfonische Blasorchester der Stadt Oldenburg in den Narrensaal Am Steinacker. Am Dienstag, 2. Februar 2010, heißt um 20 Uhr das Konzertmotto „Der ausgefallene Büttenabend“. Film- und Musical-Melodien werden dabei auf dem Programm stehen. Die Karten sind für die Leser des DELMENHORSTER KURIER im Zeitungshaus Delmenhorst, Lange Straße 41, erhältlich.

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