Regio-VHS Ganderkesee SPD und Grüne in Sorge über VHS-Zukunft

Seitdem bekannt wurde, dass Leiter Andreas Lembeck die Regio-VHS zum 1. Oktober verlässt, herrscht große Unruhe – zumal die Verwaltung sich nicht klar zur Einrichtung bekennt. Das treibt auch SPD und Grüne um.
26.05.2022, 08:00
Lesedauer: 2 Min
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SPD und Grüne in Sorge über VHS-Zukunft
Von Jochen Brünner

Die Fraktionen von SPD und Grünen im Ganderkeseer Gemeinderat zeigen sich besorgt über die aktuelle Entwicklung bei der Regio-VHS. "Außer den Ankündigungen mit der Bitte um Geduld hört man nichts Offizielles aus den Rathäusern in Ganderkesee und Hude. Diese Mitteilung erfolgte auch nur, weil ein Schreiben des Personalrates an den Bürgermeister an die Presse gelangt war", erklärt SPD-Fraktionschef Ulf Moritz und beklagt, dass die Diskussion über die Zukunft einer so wichtigen Bildungseinrichtung offensichtlich unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfinden solle. Im Wahlkampf habe dies noch ganz anders geklungen. Die SPD Ganderkesee habe sich nun selbst über die Möglichkeiten für eine positive Zukunftsgestaltung durch den Landesverband der Volkshochschulen Niedersachsen informiert. Diese Perspektiven will sie Anfang kommender Woche in einer gemeinsamen Sitzung mit der Huder Ratsfraktion erörtern.

Auch Johannes-Peter Iber, stellvertretender Vorsitzender des Ortsverbandes Bündnis 90/Die Grünen, beklagt, dass die Meldungen zur Entwicklung der Regio-VHS in Ganderkesee nur tröpfchenweise durchsickerten. "Seit 2016 der frühere Leiter Rolf Schütze die Leitung abgegeben hat und diese von Herrn Dr. Kohne für kurze Zeit übernommen wurde, scheint die VHS nicht mehr zur Ruhe zu kommen. Mit dem derzeitigen Leiter Andreas Lemke verlässt mittlerweile die zweite Leitungsperson innerhalb von knapp sechs Jahren die Bildungseinrichtung. Und nun kommt auch noch die überraschende Meldung, dass die Kulturmanagerin Frau Melzer-Ahrnken bereits zum Ende des kommenden Monats die VHS verlässt. Frau Melzer-Ahrnken hatte die Stelle erst vor wenigen Monaten angetreten", fasst Iber die Situation zusammen.

Dass das Personal bei so viel personeller Veränderung beunruhigt sei und um die Zukunft der VHS bange, lasse sich nachvollziehen. "Da kann auch das kürzliche Bekenntnis der Gemeindeverwaltung zum Bildungsstandort Ganderkesee nur wenig beruhigen. Zu unverbindlich sind bisher die Äußerungen zur Zukunft der Bildungseinrichtung", findet Iber. Die Partei Bündnis 90/Die Grünen im Ortsverband Ganderkesee erwarte für die Beschäftigten sowie für die Nutzer der Regio-VHS Ganderkesee von der Verwaltung der Gemeinde ein klares und eindeutiges Handeln für die Anfang Mai zugesagte zukunftsorientierte Weiterentwicklung, insbesondere eine schnelle Ausschreibung zur Nachbesetzung der vakanten Stellen.

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