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Sandra Auffarth holt Silbermedaille

Die Bergedorferin ist mit Viamant du Matz bei der Deutschen Meisterschaft der Vielseitigkeitsreiter auf dem zweiten Platz gelandet.
05.10.2020, 17:27
Lesedauer: 2 Min
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Von Bettina Gnaß
Sandra Auffarth holt Silbermedaille

Sandra Auffarth und Viamant du Matz zeigten in Luhmühlen eine starke Leistung.

Ingo Wächter/imago

Bei der Deutschen Meisterschaft der Vielseitigkeitsreiter hat Sandra Auffarth auf Viamant du Matz die Silbermedaille geholt. Geschlagen geben musste sie sich nur Ingrid Klimke, die in Luhmühlen ihren fünften Meistertitel seit 1999 verbuchte.

Ob die Deutsche Meisterschaft in diesem Jahr überhaupt ausgeritten werden kann, war lange unklar. Denn die Luhmühlen Horse Trials, in deren Rahmen die DM ursprünglich Mitte Juni stattfinden sollte, mussten coronabedingt abgesagt werden. Doch der Pferdezucht- und Reitverein Luhmühlen sprang als Veranstalter ein und erweiterte die Deutschen Jugendmeisterschaften um eine Vier-Sterne-Prüfung für die DM. So hatten 27 deutsche Spitzen-Vielseitigkeitsreiter die Möglichkeit, um den Titel zu wetteifern.

Es war in zweierlei Hinsicht ein besonderes Turnier in Luhmühlen: Nach der Verlegung der Olympischen Spiele in Tokio auf 2021 war es zumindest ein bedeutsamer Titelkampf auf nationaler Ebene für die deutschen Vielseitigkeitsreiter. Andererseits zeichnete sich die DM durch besondere, coronabedingte Rahmenbedingungen aus. Denn es waren keine Zuschauer zugelassen. Statt am Viereck, an der Geländestrecke oder am Hindernisparcours den Reitern zuzujubeln, mussten die Fans sich mit einem Livestream im Internet begnügen. Ohne Publikum zu reiten, war auch für die Aktiven speziell. „Es wird sicher komisch sein, dass man durch die Luhmühlener Heide galoppiert, ohne dass einen Tausende Vielseitigkeitsfans anfeuern“, schrieb Sandra Auffarth im Vorfeld auf ihren Social-Media-Kanälen, ließ sich die gute Laune jedoch nicht nehmen: „Ich freue mich aber natürlich trotzdem über jeden gedrückten Daumen.“

Am Ende durfte sich die 33-Jährige vom RV Ganderkesee über noch viel mehr freuen: Sie ging mit ihren beiden Top-Pferden in den CCI4****-Wettkampf und mischte von Beginn an mit beiden in den Top-Ten-Rängen mit. Nach der Dressur lag sie mit Viamant du Matz (Mat) auf Platz fünf und mit Let’s Dance (Lenny) auf Rang acht. Ingrid Klimke führte das Feld bereits nach dieser ersten Teilprüfung an. Allerdings zunächst mit Hale Bob und nicht auf ihrer Stute Asha P, mit der sie am Ende gewann. Insgesamt war die zweifache Mannschafts-Olympiasiegerin aus Münster gleich mit drei Pferden am Start.

Erst bei der zweiten Teilprüfung, dem Geländeritt, übernahm Klimke mit Asha P die Spitze, nachdem Hale Bob sich mehrere Fehler erlaubt hatte. Sandra Auffarth und Mat blieben dagegen fehlerfrei und in der Zeit. Mit dieser Glanzleistung rückten sie auf Rang zwei vor und sorgten so vor dem finalen Springen für Spannung.

Am letzten Turniertag präsentierte sich das Duo aus Bergedorf dann noch einmal von seiner besten Seite und legte auch hier einen fehlerfreien Ritt ohne Zeitstrafe hin. Allerdings gelang das auch Ingrid Klimke, die als allerletzte Reiterin in den Springparcours ging. So blieb es am Ende bei Platz zwei für Auffarth und Mat. Doch das tat der Freude keinen Abbruch. „In Bergedorf wird immer gern gefeiert, egal welche Farbe die Medaille hat“, sagte Auffarth im Interview mit dem NDR. Und feiern kann sie zu Recht, schließlich ist die Silbermedaille ihre erste Einzelmedaille mit Viamant du Matz.

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