Schulbauprojekte in Ganderkesee

Verwaltung hat Mehrbedarf von 190.000 Euro errechnet

Die Preissteigerungen in der Baubranche führen dazu, dass die Gemeinde Ganderkesee bei ihren Bauprojekten an den Grundschulen Lange Straße und Dürerstraße deutlich tiefer in die Tasche greifen muss.
16.06.2021, 14:09
Lesedauer: 2 Min
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Verwaltung hat Mehrbedarf von 190.000 Euro errechnet
Von Jochen Brünner
Verwaltung hat Mehrbedarf von 190.000 Euro errechnet

Auch die Sanierung der Grundschule Lange Straße ist unter dem Strich deutlich teurer geworden als zunächst geplant.

INGO MöLLERS

Die Kostensteigerungen in der Baubranche führen dazu, dass die Gemeinde Ganderkesee auch bei den Bauprojekten an den Grundschulen Lange Straße und Dürerstraße tiefer in die Tasche greifen muss als ursprünglich vorgesehen. Die Verwaltung informierte die Mitglieder des Ausschusses für Schulen, Jugend und Sport am Mittwochabend darüber, dass für die Sanierung der Grundschule Lange Straße 47.200 Euro mehr benötigt werden, für die Erweiterung der Verwaltungsräume an der Langen Straße sind es 50.000 Euro und für den Neubau des Fachklassentraktes an der Grundschule Dürerstraße haben die Experten im Rathaus einen Mehrbedarf von 90.000 Euro errechnet.

Bei der Sanierung der Grundschule Lange Straße, für die die Politik bereits im vergangenen August 180.000 Euro mehr bewilligt hat, liegt der Grund für die Verteuerung unter anderem bei den Elektroarbeiten. Die Hochrechnung für die Schlussrechnung der Elektroarbeiten habe im August nicht über der kalkulierten Auftragssumme von 114.000 Euro gelegen, teilt die Verwaltung in ihrer Sitzungsvorlage mit. Die im März eingereichte Rechnung habe dann aber rund 45.000 Euro über dem ursprünglichen Auftragswert abgeschlossen.

Für die Erweiterung des Verwaltungstrakts der Schule sind im aktuellen Haushaltsplan 180.000 Euro vorgesehen. Aber auch hier geht die Verwaltung davon aus, dass das Geld nicht reichen wird, insbesondere durch die massiven Preiserhöhungen in den Bereichen Holz, Wärmedämmung, Dachabdichtungen und Trockenmaterialien. "Der Baupreisindex ist von Juli 2019 bis Februar 2021 um sieben Prozent gestiegen. Durch die enormen Preissteigerungen der letzten drei Monate muss von einer Kostensteigerung von mindestens weiteren sieben Prozent ausgegangen werden, sodass die Preissteigerung insgesamt bei circa 14 Prozent liegt", heißt es in der Sitzungsvorlage.

Schließlich ist auch die Finanzierung für den neuen Fachklassentrakt an der Grundschule Dürerstraße nicht mehr zu halten. So seien etwa die hautechnischen Gewerke bereits 11,5 Prozent teurer angeboten worden, als in der Kostenberechnung der Planer vorausgesagt. Und die Metallbauarbeiten der Fenster und Türen seien sogar 22 Prozent teurer als vorgesehen. Der Zimmer- und Dachdeckerbetrieb habe mitgeteilt, dass er den Angebotspreis nicht halten könne, da sich die Kosten für Bauholz seit der Erteilung des Auftrags mehr als verdoppelt hätten. Auch für Dämmung und Dachabdichtungen seien Preissteigerungen von 30 bis 40 Prozent zu erwarten. Aus diesem Grund seien die finanziellen Reserven, die in der ursprünglichen Kalkulation berücksichtigt waren, bereits aufgebraucht.

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