TS Hoykenkamp

Ausschuss befürwortet neue Sporthalle

Die Turnerschaft hat von der Politik ein erstes positives Signal erhalten. Als nächstes muss der Verein ein schlüssiges Finanzierungskonzept vorstellen.
18.06.2020, 16:19
Lesedauer: 3 Min
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Ausschuss befürwortet neue Sporthalle
Von Justus Seebade

Hoykenkamp. Der Ausschuss für Schulen, Jugend und Sport der Gemeinde Ganderkesee hat sich in seiner jüngsten Sitzung einstimmig dafür ausgesprochen, die TS Hoykenkamp beim Bau einer neuen Sporthalle unterstützen zu wollen. Das Vorhaben wird grundsätzlich befürwortet.

Vorbehaltlich eines schlüssigen Finanzierungskonzepts des Vereins wird für das Projekt eine Finanzbeteiligung oberhalb der Höchstgrenze der außerschulischen Sportförderung in Aussicht gestellt. Über die finanzielle Beteiligung der Gemeinde wird im Rahmen der Aufstellung des Haushaltsplans 2021 beraten. „Alle haben erklärt, dass sie das positiv begleiten wollen“, berichtete die Ausschussvorsitzende Edith Ohlenbusch. Der Beschlussvorschlag muss noch am 1. Juli vom Verwaltungsausschuss abgesegnet werden.

Die neue Halle soll auf dem vereinseigenen Gelände in Hoykenkamp entstehen. Die Turnerschaft wies in ihrer Antragstellung darauf hin, dass die zur Verfügung stehenden Hallenzeiten in den Sporthallen Heide und Altengraben nicht ausreichen würden, um die zahlreichen Sportangebote angemessen anbieten zu können. Die Gesamtkosten für den Neubau betragen laut des Finanzierungsplans knapp 930 000 Euro. Eigenmittel gibt es dem Plan zufolge in Höhe von 80 000 Euro. Fördermittel nach Richtlinie des Landessportbundes sind in Höhe von 100 000 Euro eingeplant, vom Landkreis Oldenburg ebenfalls. Knapp 400 000 Euro entfallen auf die Finanzierung durch Kreditinstitute. Von der Gemeinde Ganderkesee erhofft sich die TSH einen Zuschuss in Höhe von 250 000 Euro.

Die Richtlinie für die außerschulische Sportförderung der Gemeinde sieht eigentlich vor, dass Vereinen für den Neubau, die Erweiterung und Instandhaltung von vereinseigenen Sportanlagen innerhalb von zehn Jahren ein maximaler Zuschuss in Höhe von 50 000 Euro gewährt wird. Die TSH hat in den Jahren 2011 bis 2016 die vorhandene kleine Turnhalle auf dem Hohenborn schrittweise saniert und hierfür Zuschüsse in Höhe von insgesamt 50 000 Euro erhalten. Die beantragten 250 000 Euro für die neue Halle kämen nun hinzu.

Aus Sicht der Gemeinde ist das Geld aber gut angelegt. „Vonseiten der Verwaltung wird der Bau einer neuen Trainingshalle grundsätzlich befürwortet. Der Hallenneubau auf dem vereinseigenen Gelände mit einer direkten Anbindung an die vorhandene alte Turnhalle (und deren Sanitärbereiche) ist eine sinnvolle Ergänzung für das Sportangebot der TS Hoykenkamp“, heißt es in der Beschlussvorlage. Aufgrund der dargestellten hohen Baukosten sei eine Realisierung des Projekts nur möglich, wenn eine Finanzierungsbeteiligung der Gemeinde oberhalb der Höchstgrenze der außerschulischen Sportförderung erfolgt. Dem stimmte der Ausschuss nun zu.

„Das freut uns natürlich im erhöhten Maße“, sagte Burkhard Garmhausen, Vorsitzender der TSH. Zugleich wies er aber darauf hin, dass es „ein erster politischer Aufschlag“ gewesen sei. Der Auftrag lautet nun, das schlüssige Finanzierungskonzept zu erstellen. „Das ist noch mal ein Haufen Arbeit“, bemerkte Garmhausen. Wenn der Zuschuss bereitgestellt wird, können die Bauarbeiten allerdings noch nicht direkt beginnen. Denn dann müssen die Mitglieder der Turnerschaft entscheiden, „ob wir aus der Projektphase in die Bauphase übergehen“, erklärte Garmhausen. Für die Abstimmung werde wahrscheinlich eine außerordentliche Mitgliederversammlung nötig sein. Wenn alles wie geplant klappt, soll es im Januar 2021 mit dem Bau der Halle losgehen.

Wie Garmhausen weiter berichtete, hole man jetzt Angebote zur Finanzierung ein. Der Kreis- und der Landessportbund müssten auch mit ins Boot geholt werden. Zudem gelte es zu gucken, „ob wir auf europäischer Ebene was hinkriegen“. Darüber hinaus müsse beim Neubau ein bestimmter Grad an Erneuerbaren Energien berücksichtigt werden. „Da sind wir auch in einer spannenden Phase, wie wir das realisieren können“, sagte der Vereinsvorsitzende.

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