Vielseitigkeit Sandra Auffarth mit Viamant du Matz für Weltmeisterschaft nominiert

Die Bergedorferin Sandra Auffarth gehört zum Vielseitigkeitsteam bei der Weltmeisterschaft in knapp einem Monat in Italien. Als Ziel gibt sie ein Mannschaftsmedaille und die Olympiaqualifikation aus.
16.08.2022, 11:03
Lesedauer: 3 Min
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Sandra Auffarth mit Viamant du Matz für Weltmeisterschaft nominiert
Von Michael Kerzel

Sandra Auffarth hat es mit Viamant du Matz geschafft: Die Bergedorferin und ihr Wallach gehören zur deutschen Auswahl für die Weltmeisterschaft im italienischen Pratoni del Vivaro in der Nähe von Rom. Dort reitet sie mit Christoph Wahler auf Carjatan, Olympiasiegerin Julia Krajewski mit Amande sowie Mehrfach-Olympiasieger und -Weltmeister Michael Jung mit Chipmunk im Team um die Medaillen. Bekannt gegeben wurde die Nominierung kürzlich im Rahmen eines Wettbewerbs in Haras du Pin (Frankreich). Auffarth startet in Italien vom 15. bis 18. September sowohl im Team als auch im Einzel. Das teilte die Deutsche Reiterliche Vereinigung (FN) mit. "Das klare Ziel ist, mit der Mannschaft eine Medaille zu holen und sich für die Olympischen Spiele zu qualifizieren", sagt Auffarth. Diese stehen 2024 in Paris auf dem Programm.

Fünfte Einzelstarterin wird Alina Dibowski mit Barbados sein. Als erste Reservisten werden Nicolai Aldinger mit Timmo für das Team sowie Sophie Leube mit Jadore Moi bei Ausfall der Einzelreiterin nominiert. Die weiteren Reservisten werden wie folgt einsortiert: Dirk Schrade mit Casino, Malin Hansen-Hotopp mit Carlitos Quidditch sowie Ingrid Klimke mit Equistros Siena just do it.

Auffarth in den Top Ten

Bei der Vier-Sterne-Prüfung in Haras du Pin war Auffarth mit zwei Pferden an den Start gegangen und landete mit Viamant du Matz unter 112 Starten auf Rang 40. "Ich bin damit zufrieden. Ich wollte mit ihm eine ruhige Runde reiten, ohne zu viel rauszunehmen vor der WM", erklärte sie. In Italien sind dann wieder 100 Prozent gefragt. "Sonst wird das nichts", meinte die Bergedorferin. Ein konkretes Ziel im Einzel habe sie sich nicht gesetzt: "Ich will natürlich so weit vorne wie möglich landen", blickt die 35-Jährige voraus. Beim CHIO in Aachen holte das Duo bereits einen großen Sieg in dieser Saison. "Mats ist in Topform. In Aachen war das richtig, richtig gut. Er hat sich kontinuierlich weiterentwickelt, und ich sehe ihn auch noch nicht ganz am Ende", so Auffarth.

Mit ihrem Nachwuchspferd Rosveel schaffte sie es in Frankreich knapp in die Top Ten. Den Sieg holte Michael Jung mit Chipmunk. Dieser hatte am Ende 22,8 Minuspunkte und verwies damit die Britin Mollie Summerland auf Charlie van ter Heiden mit 24,1 Minuspunkten auf Rang zwei. Auffarth und Rosveel verbuchten 31,1 Minuspunkte. 29,9 davon kamen aus der Dressur, hinzu gesellten sich 1,2 Zeitfehler beim Geländeritt. Den abschließenden Springparcour meisterte das Duo ohne Abwurf in der vorgegebenen Zeit. Das bedeutete Rang zehn. Mit Viamant du Matz hatte die 35-Jährige in der Dressur im Vergleich zu ihrem Ritt mit Rosveel (29,8 Minuspunkte) ein nahezu identisches Ergebnis eingefahren. Hier handelte sie sich im Gelände mehr Zeitfehler (6,8 Minuspunkte) ein und schaffte auch keinen fehlerfreien Abschluss im Springen: Das Duo überschritt die Zeit und hatte zudem einen Abwurf – gleichbedeutend mit 5,6 weiteren Strafpunkten. Insgesamt waren es 42,2 und damit eine Mittelfeldplatzierung.

Schwerer Parcour in Italien

In Pratoni erwartet die Teilnehmer ein schwieriger Geländeritt, Auffarth kennt die Strecke. "Das Gelände ist sehr hügelig. Es wird nicht so einfach, in der Zeit zu bleiben", ordnete sie ein. Viamant du Matz verfüge generell über eine enorme Sprungkraft, was im Gelände und Springparcours ein Vorteil sei: "Das Besondere an der Vielseitigkeit ist ja, dass man alle Disziplinen trainieren muss", so Auffarth. Die Dressur werde in den kommenden Wochen vermehrt auf dem Programm stehen, ohne die Kondition zu vernachlässigen. Nach Italien geht es für das Duo und ihre Teamkameraden ein paar Tage vor WM-Beginn. Sollte es auch im September noch sehr heiß sein, wäre das kein Nachteil. "In Frankreich war es jetzt sehr heiß, bei Olympia in Tokio auch. Damit hat Mats wenig Probleme", berichtete die Bergedorferin.

Künftig will die Weltmeisterin und Olympiasiegerin auch mit Rosveel für Furore sorgen: "Er ist noch relativ jung und dafür unglaublich sicher. Er hat schon ein gutes Niveau und viel Springvermögen. Wenn die Abmessungen höher werden, wird er eher noch besser. Das ist schon sehr beeindruckend. Gerade auch, wie er konstant gut in den schweren Prüfungen gelaufen ist bisher. Das ist etwas Besonderes für das Alter", analysierte Auffarth ihren achtjährigen Wallach. Zudem sei Rosveel ein "ehrliches Pferd, das es gut machen will". 

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