Kreissportbund

Eine erfolgreiche Zwischenbilanz

Die Koordinierungsstelle „Integration im und durch Sport“ des Kreissportbundes blickt auf eine gelungene Startphase zurück. Seit Februar 2019 wurden viele Projekte auf die Beine gestellt.
29.06.2020, 08:00
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Eine erfolgreiche Zwischenbilanz
Von Justus Seebade
Eine erfolgreiche Zwischenbilanz

Freuen sich über die positive Entwicklung der Koordinierungsstelle (v.l.): Inga Marbach (Sportregion Delmenhorst/Oldenburg-Land), Astrid Grotelüschen (Bundestagsabgeordnete), Ute Frankenfeld (Landkreis Oldenburg), Mareike Appel und Jörg Skatulla (beide Kreissportbund).

Justus Seebade

Beim Thema Integration gibt es grundsätzlich immer etwas zu tun. Seit Februar 2019 ist der Kreissportbund Landkreis Oldenburg (KSB) in dieser Hinsicht besonders engagiert – in Form der Koordinierungsstelle „Integration im und durch Sport“. Und insbesondere in Person von Mareike Appel, denn sie nimmt sich seit dem Start dieser Aufgabe an.

Die Stelle wird durch Fördermittel des Landessportbundes Niedersachsen und des Landkreises Oldenburg finanziert. Eine wesentliche Aufgabe besteht darin, die Sportvereine rund um das Thema sportliche Integration zu beraten und zu betreuen. Den Ursprung bildet gewissermaßen die Zusammenarbeit mit dem Ahlhorner SV. Mareike Appel unterstützt hier die Fußballabteilung, die sich als Stützpunktverein für eine gelingende Integration von Menschen mit Migrationshintergrund einsetzt. Anschließend nahm die Entwicklung ihren Lauf – ihren positiven Lauf wohlgemerkt, denn nach und nach kamen immer mehr Aktionen hinzu. In enger Zusammenarbeit mit der Gemeinde Großenkneten, der Diakonie und den örtlichen Sportvereinen sind Veranstaltungen wie der „Familien- und Aktionstag“ oder das „Bewegungspicknick“ entstanden. Zudem wurde gemeinsam mit der Gemeinde Großenkneten die „Vereinssprechstunde“ als Projekt entwickelt. Diese dient als Schnittstelle zwischen den ortsansässigen Vereinen, Familien sowie öffentlichen Einrichtungen und Institutionen. Und sie soll nicht unbedingt ein Unikat bleiben, sondern „kann bei Bedarf auch als Beispiel für andere Kommunen im Landkreis dienen“, erklärt Jörg Skatulla, Vorsitzender des KSB.

Zu Beginn dieses Jahres gingen in der Großraumsporthalle der Gemeinde Hatten insgesamt neun Fußballmannschaften mit und ohne Vereinszugehörigkeit beim erstmals organisierten „Worldwide Soccer Cup“ auf Torejagd. Die Veranstaltung wurde in Kooperation mit der Steuerungsgruppe der Flüchtlingshilfe Wardenburg und dem Malteser Hilfs- und Integrationsdienst auf die Beine gestellt. Mareike Appel berichtete bereits damals von einem „sehr harmonischen und fairen Turnier“. Eine Wiederholung ist daher sehr wahrscheinlich. Darüber hinaus kümmert sich Mareike Appel um Fort- und Weiterbildungen wie etwa den lokalen Qualitätszirkel „Sprache lernen in Bewegung“, der bereits in Hude umgesetzt wurde.

Die Bundestagsabgeordnete Astrid Grotelüschen (CDU) setzte sich besonders dafür ein, dass die Koordinierungsstelle geschaffen wurde. Für Menschen etwa mit sprachlichen Barrieren sei Sport „ein toller Weg, der Spaß macht und es auf spielerische Weise ermöglicht, Fuß zu fassen“. Bei der großen Gesamtaufgabe Integration sieht sie im Kontakt zu Eltern einen entscheidenden Faktor. „Das wird auch in Zukunft eine zentrale Aufgabe bleiben.“

Auch der Vorstand des KSB blickt zufrieden auf die ersten Projekte der Koordinierungsstelle zurück. „Wir möchten uns herzlich für den Einsatz von Frau Grotelüschen bedanken. Ohne ihren Einsatz hätten wir Frau Appel, die bereits im ersten Jahr tolle Erfolge erzielt hat, nicht gewinnen können. Wir sind froh, dass sie bei uns ist und von Anfang an sehr gute Leistungen gezeigt hat. Ein weiterer Dank geht an unsere Kooperationspartner. Wir freuen uns auf weitere gemeinsame sportliche Projekte“, sagt Jörg Skatulla.

Weitere Informationen zur Koordinierungsstelle gibt es auf der Internetseite des KSB (www.kreissportbund-ol-land.de).

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