Gefahrgut ausgelaufen Feuerwehrgroßeinsatz im Harpstedter Gewerbegebiet

In einem Lastwagenanhänger ist am Montag aus mehreren Kanistern Natriumhydroxid ausgelaufen. Rund 130 Kräfte von Feuerwehr, Polizei und Rettungsdienst waren mehr als drei Stunden im Einsatz.
02.11.2021, 14:17
Lesedauer: 1 Min
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Feuerwehrgroßeinsatz im Harpstedter Gewerbegebiet
Von Kerstin Bendix-Karsten

Eine umgestürzte Palette mit Natriumhydroxid hat am Montag einen Großeinsatz im Gewerbegebiet in Harpstedt ausgelöst. Um 13.15 Uhr ging der Notruf bei der Feuerwehr Harpstedt ein. Unter dem Stichwort „ABC Erkundung“ wurden die Brandschützer an die Stettiner Straße alarmiert, berichtet Pressewart Christian Bahrs. Vor Ort zeigte sich dann, dass in einem Lastwagenanhänger Natriumhydroxid aus mehreren Kanistern ausgelaufen war.

Der Gruppenführer des zuerst eingetroffenen Fahrzeugs verschaffte sich mit Hilfe der Ladepapiere einen Überblick über das transportierte Gefahrgut. Währenddessen kontrollierte bereits ein Trupp unter Atemschutz den Anhänger und die beschädigte Ladung. Nachdem die Harpstedter Feuerwehrleute mit einem Fachberater von der Berufsfeuerwehr Oldenburg Rücksprache zur weiteren Vorgehensweise gehalten hatten, zog sich der Atemschutztrupp jedoch zurück. Der betroffene Bereich wurde weiträumig abgesperrt und weitere Kräfte aus dem Landkreis Oldenburg nachalarmiert. Denn das weitere Vorgehen musste mit Chemikalienschutzanzügen (CSA) erfolgen.

Es rückten der Gefahrgutzug, die Informations- und Kommunikationseinheit des Landkreises Oldenburg und die Feuerwehren Wildeshausen und Groß Ippener an. Nachdem die Einheiten eingetroffen waren, erfolgte zunächst eine Lagebesprechung mit allen anwesenden Führungskräften. Anschließend rüsteten sich laut Bahrs die Kräfte der Feuerwehr Wildeshausen mit Atemschutz und CSA-Montur aus. Außerdem bauten die Kräfte zusammen mit den Einsatzkräften vom Gefahrgutzug den Dekontaminationsbereich auf. Zusätzlich wurde ein Platz hergerichtet, auf dem die heilen sowie beschädigten Kanister abgelegt werden konnten. Für die beschädigten Kanister wurden zudem spezielle Auffangwannen bereitgestellt. Nach diesen Maßnahmen gingen zwei CSA-Trupps zum Anlieger vor und sicherten die Kanister. Anschließend wurde die ausgelaufene Flüssigkeit mit einem speziellen Bindemittel abgestreut.

Nach über dreieinhalb Stunden war der Einsatz für alle Einsatzkräfte beendet. Insgesamt waren rund 130 Kräfte von Feuerwehr, Polizei und Rettungsdienst im Einsatz.

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