Försterei Sandkrug Damit sich die Wälder stabil und gesund entwickeln

Wanderer, Jogger und Naturliebhaber müssen im Barneführer Holz und den Altosenbergen bis Ende Januar mit Einschränkungen leben. Die Hauptwege sind gesperrt. Der Grund: Waldpflegearbeiten seitens der Försterei.
05.01.2022, 12:29
Lesedauer: 2 Min
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Damit sich die Wälder stabil und gesund entwickeln
Von Kerstin Bendix-Karsten

Motorsägen und Forstmaschinen sind seit Anfang der Woche im Barneführer Holz und in den Altosenbergen im Einsatz. "Wir führen Holzerntemaßnahmen durch und pflegen dabei gleichzeitig unsere Wälder, damit sie sich weiter stabil und gesund entwickeln können", erklärt Justin Böning, Revierleiter der Försterei Sandkrug.

Im Barneführer Holz liege das Hauptaugenmerk auf der Pflege junger Eichen. Ziel sei der für den Naturschutz wichtige Erhalt wertvoller Eichenlebensraumtypen. Der größte Teil der forstlichen Maßnahmen werde aber die Pflege der Nadelholzbestände einnehmen. "Voraussichtlich werden die Holzerntearbeiten Ende Januar abgeschlossen sein“, sagt Böning.

Vorsicht: Lebensgefahr

Der Wald wird von Wanderern, Joggern, Fahrradfahrern und anderen Naturliebhabern aufgesucht. Doch diese müssen nun vorübergehend mit Einschränkungen bei ihren gewohnten Waldbesuchen leben. „Die Hauptwege im Arbeitsbereich werden allesamt abgesperrt", erklärt der Förster.  Abgesperrte Waldwege dürfen auf keinen Fall betreten werden, hier bestehe Lebensgefahr. Das Gleiche gelte für die Gefahrenbereiche im Arbeitsumfeld der Maschinen. "Leider können wir nicht jeden Fußweg und Trampelpfad sperren. Nähern sie sich daher auf gar keinen Fall den Arbeitsmaschinen, wählen sie unbedingt eine andere Route bei ihrem Waldspaziergang“, warnt Böning.

Das anfallende Holz wird je nach Qualität an verschiedene Sägewerke im Norden oder als Brennholz vermarktet. Es kann, obwohl alles bereits verkauft ist, bis zur Abfuhr durch die Firmen durchaus noch einige Zeit vor Ort an den Waldwegen lagern.

Schäden an Wegen

Die Niedersächsischen Landesforsten bewirtschaften eigenen Angaben zufolge ihre Wälder nach den Grundsätzen der langfristigen ökologischen Waldentwicklung. Dabei sei es wichtig, die anstehenden Holzerntearbeiten mit den Naturschutzaspekten, den Freizeitinteressen der Bevölkerung und den Nutzungsbelangen der Waldbesitzer in Einklang zu bringen. „Grundsätzlich werden alle Pflege- und Holzerntearbeiten in Übereinstimmung mit der Nutz-Schutz- und Erholungsfunktion des Waldes durchgeführt. Bei aller Umsicht und Vorsicht werden sich aber vorübergehende Schäden an einzelnen Wegen nicht vollständig verhindern lassen", sagt Justin Böning. Bei geeigneter Witterung werde man die Wege schnellstmöglich wieder herstellen. "Auf unsere Waldbesucher wird der Wald nach den Arbeiten zeitweilig unordentlich wirken“, so der Revierförster.

Im Anschluss an die regulären Pflegehiebe werden noch Nadelholz, überwiegend starke Douglasien und Küstentannen, in den künftigen Naturwaldflächen geerntet. "Nach dieser Erstinstandsetzung sollen in diesen Waldflächen danach alle Pflegemaßnahmen und jedwede Holzernte unterbleiben. Die Wälder werden dadurch noch ein Stück natürlicher. Die biologische Vielfalt wird deutlich erhöht und es werden viele Tier- und Pflanzenarten davon profitieren“, erläutert Regina Dörrie, Leiterin des Forstamtes Ahlhorn, zu dem die Försterei Sandkrug gehört.

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