Worldwide Soccer Cup

Fußball als Integrationsmotor

Neun Teams haben an der Premiere des Turniers teilgenommen. Die Integrations-Mannschaft des Ahlhorner SV gewann. Im Vordergrund stand aber das Miteinander.
26.02.2020, 13:31
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Fußball als Integrationsmotor
Von Justus Seebade

Landkreis Oldenburg. Dass Sport beim Thema Integration eine wichtige Rolle spielen kann, ist kein Geheimnis. Einen weiteren Beweis dafür lieferte eine Veranstaltung, die kürzlich in der Großraumsporthalle der Gemeinde Hatten über die Bühne ging. Die Steuerungsgruppe der Ehrenamtlichen der Flüchtlingshilfe Wardenburg, der Malteser Hilfs- und Integrationsdienst und die Koordinierungsstelle „Integration im und durch Sport“ des Kreissportbundes Landkreis Oldenburg hatten erstmals den „Worldwide Soccer Cup“ organisiert, an dem neun Mannschaften mit und ohne Vereinszugehörigkeit teilnahmen.

„Es war insgesamt ein sehr harmonisches und faires Turnier mit vielen attraktiven Fußballspielen“, berichtete Mareike Appel vom Kreissportbund. Die Teams traten im Jeder-gegen-jeden-Modus an. Das Ziel war, dass die Teilnehmer genügend Zeit bekamen, um zusammenzukommen, erklärte die Mitorganisatorin. Dadurch sei es ein langer Turniertag geworden, doch die Anstrengungen hätten sich gelohnt. „Die Mannschaften haben uns zurückgemeldet, dass sie zufrieden waren“, sagte Appel. Positives Feedback habe es aber nicht nur von den Aktiven gegeben, sondern auch von den Schiedsrichtern – und vom Publikum. „Was uns gefreut hat, war, dass Zuschauer auf uns zugekommen sind und Interesse gezeigt haben“, berichtete Appel. Alles in allem seien zwischen 120 und 150 Leute vor Ort gewesen.

Wenngleich das Miteinander im Vordergrund stand, kam auch der sportliche Aspekt der Veranstaltung nicht zu kurz. Einen richtig starken Auftritt legte der Ahlhorner SV hin. Dessen Integrations-Mannschaft entschied all ihre acht Partien für sich und gewann den Worldwide Soccer Cup. Doch damit nicht genug. Mit Alla Aid Hamid stellte der ASV zudem den besten Spieler des Turniers. Als bester Torhüter wurde Lars Zimmermann vom SV Tungeln ausgezeichnet. „Es ist schon aufregend zu sehen, wie Fußball zur Integration von Migranten in unsere Gesellschaft beiträgt“, sagte Ahlhorns Betreuer Engin Akcay, der auch Vorstandsmitglied und Co-Trainer der 1. Herren des ASV ist.

Neben Ahlhorn wirkten der TV Munderloh, SV Tungeln, Freie Adler Wardenburg, Pro Asyl Barnstorf, Team Ultimate, Tura 76 sowie zwei Teams der Rewis (Refugees Welcome in Sports) Oldenburg mit. Das Turnier richtete sich – die Namen lassen es erahnen – eben explizit auch an Teams, die sich einfach so zum Fußballspielen treffen und nicht in einer Liga spielen. „Wir wollten Hobby-Mannschaften erreichen“, erklärte Appel. Dementsprechend war auch die Altersstruktur des Teilnehmerfeldes. Vom 17- bis zum 50-Jährigen traten alle möglichen Kicker gegen den Ball.

Da die Premiere aus Sicht der Organisatoren ein Erfolg war, sind sie motiviert, im kommenden Jahr eine Neuauflage zu veranstalten. „Wir würden das sehr gerne wiederholen, gerade dadurch, dass wir sehr gutes Feedback bekommen haben“, erzählte Appel. Die Kapazitäten sind in jedem Fall noch nicht ausgeschöpft. „Es wäre natürlich schön, wenn wir noch weitere Mannschaften erreichen“, fügte sie hinzu.

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