Handball-Oberliga Frauen Erwartete Pleite

Personell stark angeschlagen hatte die HSG Hude/Falkenburg dem Spitzenreiter SFN Vechta nur wenig entgegenzusetzen.
24.02.2019, 12:04
Lesedauer: 2 Min
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Von Nico Nadig

Vechta. Die Handballerinnen der HSG Hude/Falkenburg haben das Gastspiel beim SFN Vechta mit 21:36 (10:16) verloren. Überraschend war die Pleite keinesfalls, denn das Spiel beim Spitzenreiter der Oberliga Nordsee stand schon im Vorfeld unter keinem guten Stern. Eine Erkältungswelle hat die HSG seit zwei Wochen fest im Griff. Einige Spielerinnen fehlten daher, andere gingen angeschlagen auf die Platte. „Unter den Voraussetzungen muss man das schon einfach abhaken“, sagte Dean Schmidt, der die HSG mit Birgit Deeben trainiert.

Die Höhe der Niederlage störte den Übungsleiter dann aber doch. Mit weniger als zehn Toren Rückstand hätte er leben können, so sei das Resultat zu hoch ausgefallen – gerade mit Hinblick auf die Qualität der HSG. „Wir haben Vechta zu Gegenstößen eingeladen. Wobei man das Spiel in Passagen aufteilen muss“, betonte Schmidt. Die erste Halbzeit sei spielerisch okay gewesen, jedoch habe man zu viele Chancen liegengelassen. Anders als Vechta: Die Gastgeberinnen nutzten ihre Möglichkeiten und hatten laut Schmidt hier und da auch mal etwas Glück mit Nachwürfen. So führte der Spitzenreiter nach 21 Minuten mit 14:6, zur Halbzeit leuchtete eine 16:10-Führung für SFN von der Anzeigetafel. Schmidt: „Aber das war okay.“

Nicht okay waren die fünf Minuten nach der Pause. Schmidt bezeichnete diese Phase gar als gruselig. Seine Sieben leistete sich viele Ballverluste und lag nach 35 Minuten mit 12:21 zurück. „Für die Motivation war das der Genickbruch, auch wenn wir danach noch mal zehn Minuten hatten, in denen wir das Spiel halbwegs offen gestalten konnten“, sagte Schmidt. In der Schlussviertelstunde brachen die Huderinnen dann ein, sodass Vechta das Ergebnis in die Höhe schraubte. „Wir hatten aber auch etwas Pech. Zu Beginn ist eine Gegenspieler Laura Meyer aufs Knie gefallen, sodass sie nur unter Schmerzen und wenig spielen konnte. Maike Deeben wurde gestoßen und ist dabei auf den Kopf gefallen und hatte das ganze Spiel über einen Brummschädel“, berichtete Schmidt. Etwas Positives konnte er der Partie aber abgewinnen: Der Innenblock mit Mareike Zetzmann und Lisa-Marie Hillmer war gut, das ist eine Sache, die das Trainerduo weiter intensivieren will.

Diesen Donnerstag empfängt die HSG nun den ATSV Habenhausen ab 20:45 Uhr zum Nachholspiel. Ein Erfolg wäre dabei angesichts des missglückten Jahresauftaktes sicher wichtig. „Für das Wohlbefinden auf jeden Fall. Aber wir müssen gucken, wie es kadertechnisch bei uns ausschaut“, sagte Schmidt.

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