Klostermuseum Hude

Die Pläne der Huder Klosterfreunde

Ihr 40-jähriges Jubiläum haben die Freunde des Klosters Hude nur im kleinen Kreis gefeiert. Großes hat der Verein indes im kommenden Jahr vor: In das Museum wird einiges investiert.
30.12.2020, 19:31
Lesedauer: 2 Min
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Von Klaus Derke

Für die Freunde des Klosters Hude war das zu Ende gehende Jahr ein ganz besonderes. 40 Jahre gibt es den Verein der Klosterfreunde inzwischen. Der runde Geburtstag konnte aufgrund der Corona-Pandemie nur im kleinen Kreis begangen werden, in Verbindung mit der Einweihung des neuen Eingangsbereichs mit Kassentresen und Museumsladen. Mit dabei waren der dänische Botschafter S. E. Friis Arne Petersen und der niedersächsische Minister für Wissenschaft und Kultur, Björn Thümler. Ein Video mit den Ansprachen wurde aufgenommen, um es den Mitgliedern später zu präsentieren, wenn Corona Zusammenkünfte wieder zulässt.

Der Vorsitzende Klaus Rademacher erinnert auch an die umfangreiche Festschrift, die anlässlich des Jubiläums herausgegeben wurde und viele Beiträge zur Klostergeschichte sowie zum Wirken des Vereins enthält. Anlässlich seines ersten Todestages erinnert seit Anfang September im Museum eine Wandzeitung an das Leben und Wirken von Professor Rudolf Prinz zur Lippe (1937 - 2019), der treibende Kraft der Vereinsgründung im Jahr 1980 war. Auch die Dauerausstellung des Museums wurde neu gestaltet.

„Wir bedanken uns sehr herzlich bei unseren Führerinnen und vielen tatkräftigen Aktiven, die eine Öffnung des Museums ab Mitte Mai trotz erhöhter Schwierigkeiten möglich gemacht haben“, sagte Rademacher. Mittlerweile ruht aber aufgrund der Pandemie der Museumsbetrieb wieder. Durch diese habe in der Saison 2020 nur ein Bruchteil der sonst üblichen Führungen durchgeführt werden können. Auch die Zahl der Besucher sei zurückgegangen. „Dank erhöhter Spendenfreudigkeit werden die Einnahmen voraussichtlich jedoch ausreichen, um unsere Betriebskosten zu zahlen, ohne dafür Reserven anzugreifen“, erklärt der Vorsitzende des Vereins.

Mit der Sicherung und Restaurierung der Klosterruine wurde auch ein neuer Zaun errichtet. „Die Einzäunung wurde so ausgeführt, dass das Ruinengelände für Besucher nun durch das Museum zugänglich ist“, erklärt Rademacher. Die Klosterfreunde wollen im neuen Jahr weitere Pläne umsetzen. Die einfach verglasten Türen an der Seite des Museums sollen erneuert werden. Auch ist eine Dämmung der Außenwand des Büros im Museum vorgesehen sowie der Einbau eines Doppelfensters – alles in enger Absprache mit dem Denkmalschutz. Zwei Förderzusagen aus dem Niedersächsischen Investitionsprogramm für kleine Kultureinrichtungen sowie aus dem Digitalbonus Niedersachsen machen es möglich, die insgesamt rund 30 000 Euro teuren Investitionen durch den Verein zu stemmen. Mit der Förderung aus dem Digitalbonus soll ein digitales Kassensystem angeschafft werden. Beide Projekte sollen – wenn möglich – bis zur Saisoneröffnung realisiert werden.

Ein weiteres Projekt ist bereits im Gange: Im laufenden Wintersemester 2020/21 beschäftigen sich Studierende des Fachbereichs Architektur der Jade Hochschule in ihrem Masterstudium mit dem Museum. Mehrere Einzelprojekte aus dem Masterplan werden zu einem Gesamtkonzept zusammengefasst. „Die Ergebnisse werden in einer öffentlichen Ausstellung im ersten Quartal 2021 im Museum präsentiert“, erklärte Rademacher.

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