Rat der Gemeinde Hude

CDU, FDP und Freie Wähler verlieren ihre knappe Mehrheit

Die Sozialdemokraten können mit einem Minus von fast fünf Prozent zwar als Wahlverlierer gelten, durch die geänderte Stimmzuteilung verlieren sie allerdings nur einen Sitz.
13.09.2021, 16:53
Lesedauer: 2 Min
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CDU, FDP und Freie Wähler verlieren ihre knappe Mehrheit
Von Tobias Hensel
CDU, FDP und Freie Wähler verlieren ihre knappe Mehrheit

In Hude wird zukünftig der Bürgermeister bei knappen Abstimmungen im Gemeinderat das Zünglein an der Waage sein.

INGO MÖLLERS

Für Ulrike Janz-Janzen, stellvertretende Vorsitzende der SPD-Gemeinderatsfraktion, war der Wahlabend gelungen: "Wir sind sehr glücklich darüber, dass es unser Bürgermeisterkandidat Jörg Skatulla in die Stichwahl geschafft hat", sagte sie am Tag nach der Wahl. Die Sozialdemokraten sind zwar im Verhältnis der größte Verlierer bei der Gemeinderatswahl, das geänderte Zuteilungsverfahren für die begehrten Sitze im Rat federt den Stimmenverlust allerdings ab, die SPD verliert fast fünf Prozent der Stimmen, aber nur einen Sitz im Rat. Doch trotz der Schwäche der Sozialdemokraten dürfte sich die Entscheidungsfindung im Rat zukünftig anders gestalten: Hatten CDU, FDP und Freie Wähler zuvor noch eine Stimme Mehrheit gegenüber SPD, Grünen und Linken, so gibt es jetzt eine Pattsituation. Die Stimme des in zwei Wochen zu bestimmenden Bürgermeisters dürfte dann häufiger das Zünglein an der Waage sein.

Die Grünen hingegen haben ihr Ergebnis stark verbessert. Ein Plus von 5,98 Prozent führt zu einer Vergrößerung der Fraktion um 50 Prozent, die nun sechs statt vier Mitglieder hat. Doch auch wenn sich die Grünen-Fraktionsvorsitzende Karin Rohde sehr über ihr Ergebnis freut, machte sie kein Geheimnis aus ihrer Enttäuschung darüber, dass es der von den Grünen unterstützte Bürgermeisterkandidat Uwe Schubert nur auf den fünften und damit letzten Platz schaffte. "Wir sind um die Haushaltsentwicklung in der Gemeinde sehr besorgt und hatten unsere Hoffnung in die Ideen Schuberts gesetzt. Nun müssen wir schauen, dass wir als Rat gemeinsam kluge Entscheidungen treffen. Gerade in Hinsicht auf ökologisches Bauen und den Klimaschutz wollen wir uns in den kommenden Jahren engagieren", sagte sie.

Dirk Vorlauf, Vorsitzender der Huder CDU, zeigte sich noch am Wahlabend zufrieden: "Wir haben gegen den Bundestrend unser Ergebnis gehalten. Wir haben insbesondere viele jüngere Kandidaten auf unserer Liste gehabt, das hat sicherlich geholfen." Genau darin sieht Janz-Janzen den Grund für das schlechte Abschneiden ihrer Fraktion: "Wir müssen bereits jetzt beginnen, uns auch in den Bauerschaften breiter aufzustellen und mehr jüngere Leute für die Ratsarbeit gewinnen, damit unsere Kandidatenliste wieder länger wird." Die Parteien werden jedoch zunächst noch die Werbetrommel für die Bürgermeister-Stichwahl am 26. September rühren müssen.

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