Handball-Oberliga Frauen

In der Findungsphase

Die HSG Hude/Falkenburg steht vor einem Umbruch und strebt eine solide Saison in der Handball-Oberliga der Frauen an. Coach Lars Osterloh ist mit der Vorbereitung zufrieden und freut sich, dass es losgeht.
30.09.2020, 17:27
Lesedauer: 3 Min
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Von Frederic Oetken
In der Findungsphase

Trainer Lars Osterloh ist mit der Vorbereitung zufrieden. Dennoch steht eine komplizierte Saison bevor, da mehrere Leistungsträgerinnen die HSG Hude/Falkenburg verlassen haben.

INGO MöLLERS

Vor knapp sieben Monaten, am 8. März dieses Jahres, bestritten die Oberligahandballerinnen der HSG Hude/Falkenburg ihr letztes offizielles Ligaspiel, ehe die Corona-Pandemie für den Abbruch der Spielzeit 2019/20 sorgte. Nun ist aber endlich wieder Licht am Ende des Tunnels zu sehen. Nach unzähligen Wochen der Ungewissheit soll die neue Oberligasaison für die HSG Hude/Falkenburg am kommenden Sonnabend endlich starten. „Also wegen uns kann die neue Saison endlich losgehen – wir sind bereit“, erklärt Hudes Trainer Lars Osterloh, der auf eine sehr intensive Vorbereitung zurückblickt. „Im Großen und Ganzen bin ich mit der Vorbereitung wirklich sehr zufrieden. Wir haben viele Einheiten absolviert und wirklich hart gearbeitet. Das hat die Mannschaft wirklich hervorragend durchgezogen“, fügt Osterloh hinzu.

In allererster Linie galt es, die Abgänge zu ersetzen und die neuen Spielerinnen in die Mannschaft zu integrieren. Denn mit Ashley Butler, Frauke von Freeden, Laura Meyer, Tina Deeben, Lena Faske und Jessica Galle verließen gleich sieben Akteurinnen die HSG aus unterschiedlichen Gründen. Zudem ist Spielmacherin Maike Deeben nur noch als „Stand-by“-Spielerin verfügbar. „Uns haben einige Leistungsträger verlassen. Zudem fehlt uns mit Maike Deeben ganz klar der Kopf der Mannschaft. Aber vielleicht wird sie uns das ein oder andere Mal unterstützen, wenn Bedarf ist“, erläutert der Trainer.

Doch die HSG war in der Kaderplanung sehr fleißig und verstärkte den Kader mit sechs Neuzugängen. Von Blau-Weiß Lohne stößt Amelie Bredehorst dazu und wird den Rückraum ebenso verstärken wie Chiara Illgen von der HSG Stuhr und Maike Klein vom TV Cloppenburg. Kira Birken (VfL Oldenburg III) und Antonia Brinkmann (BV Garrel) sind für die rechte Außenposition vorgesehen. Zudem kehrt Lena Seidel nach einem einjährigen Auslandsaufenthalt ins Team zurück. „Ich denke, dass wir durch unsere Neuzugänge wesentlich breiter aufgestellt sind und mehr Wechselmöglichkeiten haben. Alle haben sich bislang super integriert und fühlen sich pudelwohl“, freut sich Osterloh.

In der Vorbereitung war es daher eine der Hauptaufgaben, den Integrationsprozess voranzutreiben. „Wir mussten erst mal die Grundlagen schaffen und an den Abstimmungen sowohl im Angriff als auch in der Abwehr feilen. Dafür haben wir die vielen Testspiele genutzt“, blickt Osterloh zurück. Aber auch das Trainingslager am vergangenen Wochenende war sehr wichtig aus seiner Sicht. „Ich denke, dass die Mannschaft da auch noch mal wesentlich enger zusammengerückt ist. Da hat man auch mal Zeit, sich über andere Dinge als nur Handball zu unterhalten. So ein Trainingslager schweißt einfach zusammen.“

Wenn der Coach nun auf die kommende Spielzeit blickt, hat er noch viele Fragezeichen im Kopf. „Der normale Ligabetrieb war jetzt über ein halbes Jahr ausgesetzt. Von daher ist es schwer zu sagen, wo welche Mannschaft aktuell steht. Deshalb ist es wichtig, einen guten Start hinzulegen“, sagt Osterloh, der zwei klare Favoriten hat. „Ich persönlich sehe den Wilhelmshavener HV und SV Werder Bremen II ganz vorne. Dahinter kommt dann ein großes Mittelfeld, wo eigentlich jeder jeden schlagen kann.“ Das Ziel für seine Mannschaft sieht Osterloh aber zunächst in der Weiterentwicklung des Kaders. „Wir sind eine junge, neu formierte Mannschaft. Wir müssen uns zunächst einmal finden und versuchen dann, uns im oberen Drittel festzusetzen.“ Für die HSG beginnt die neue Spielzeit gleich mit einem Nachbarschaftsderby gegen den TV Neerstedt. „Das Spiel will ich unbedingt gewinnen, damit wir gleich mit einem Sieg starten“, betont Osterloh.

Kader: Katharina Woltjen, Fenja Schwark, Tabea Westermann – Mareike Zetzmann, Malin Blankemeyer, Saskia Saß, Lisa-Marie Hillmer, Yvonne Weilke, Lisa Maus, Amelie Bredehorst, Chiara Illgen, Maike Klein, Kira Birken, Antonia Brinkmann, Lena Seidel

Trainer: Lars Osterloh

Torwarttrainerin: Sandra Peters

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