Seniorenvertretung in Hude

Warnung vor fiesen Betrugsmaschen

Die Huder Seniorenvertreter Helga Gritz und Günter Budde beobachten die Entwicklung mit Sorge: Betrüger lassen sich immer neue Maschen einfallen, um bei älteren Mitbürgern Geld zu ergaunern.
24.06.2021, 13:02
Lesedauer: 1 Min
Zur Merkliste
Von Klaus Derke
Warnung vor fiesen Betrugsmaschen

Helga Gritz und Günter Budde von der Huder Seniorenvertretung warnen vor den vielen Betrugsmaschen, mit denen gerade ältere Mitbürger immer wieder konfrontiert werden.

Klaus Derke

Enkeltricks, Schockanrufe, falsche Polizisten oder Handwerker: Die Maschen von Betrügern, die versuchen, vor allem ältere Mitbürger um ihr Erspartes zu bringen, sind in den vergangenen Jahren immer dreister geworden. Helga Gritz und Günter Budde von der Seniorenvertretung in Hude beobachten diese Entwicklung mit großer Sorge.

Es sei wichtig, die Menschen noch mehr zu sensibilisieren für die fiesen Maschen der Betrüger, sagen Gritz und Budde. Aktuell werden Menschen zum Beispiel angerufen, und am anderen Ende der Leitung wird bitterlich geweint. Die Anruferin ist kaum zu verstehen. Kurze Zeit später melden sich „Polizei“ oder „Staatsanwaltschaft“ und berichten, dass eine Angehörige einen Unfall verursacht hat und in Haft komme, wenn keine Kaution gezahlt werde. Ganz mies sei auch die Masche mit dem Anruf, dass ein Familienmitglied an Corona lebensgefährlich erkrankt sei und dringend Geld für ein Medikament benötigt werde.

Die Huder Seniorenvertretung sei mehrfach darum gebeten worden, Informationsveranstaltungen vor Ort in Zusammenarbeit mit der Polizei anzubieten. Sobald die Corona-Situation das zulasse, wolle man das gerne machen, sagen die Seniorenvertreter. Zurzeit sei das noch nicht möglich.

„Bei Schockanrufen sollte man sich nicht unter Druck setzen lassen und das Telefonat unterbrechen, um sich Rat zu holen“, betonen die Huder Seniorenvertreter. Die Polizei warne immer wieder vor den wechselnden Betrugsmaschen. „Aber man kann es nicht oft genug wiederholen“, sind sich Budde und Gritz von der Huder Seniorenvertretung einig.

Grundsätzlich sollte man immer misstrauisch sein, wenn sich jemand am Telefon nicht selbst mit Namen vorstelle, einen beunruhigenden Sachverhalt mitteile und Geld fordere, geben die Seniorenvertreter den Ratschlag der Polizei weiter.

Niemals sollte Geld an eine unbekannte Person überwiesen oder übergeben werden. Wenn Unbekannte am Telefon Geld forderten, sollte man sofort auflegen. ?Wichtig sei auch, die Polizei über die 110 anzurufen, wenn ein Anruf verdächtig vorkomme.

Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Das Beste mit WK+