Huder Reinigungsfirma Aus Leidenschaft am Reinigen

Schon als Kind hat sie gern das Bad geschrubbt. Das macht Janine Marquardt Spaß. Da passt es perfekt, sich mit einer Reinigungsfirma selbstständig zu machen. Das neue Büro liegt an der Huder Parkstraße.
29.03.2021, 00:00
Lesedauer: 2 Min
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Von Imke Harms

Das Gespür für Hygiene nimmt im Verlauf der Corona-Krise merklich zu, da ist sich Janine Marquardt sicher. Die Wildeshauserin, die seit 20 Jahren in der Gemeinde Hude lebt, hatte aber schon vor Corona eine Leidenschaft, die andere Menschen vielleicht nicht so nachvollziehen können: Sie liebt es, zu reinigen. Und so hat sie sich mit „Freie Zeit“ selbstständig gemacht und Ende 2020 ein neues Büro an der Huder Parkstraße bezogen. Sie bietet die Reinigung für Privathaushalte und Gewerbeflächen an.

Los ging alles 2015 als Nebengewerbe. Janine Marquardt arbeitete damals in einer Firma in Bremen als Buchhalterin, „und da habe ich nie wirklich Dankbarkeit erfahren, wollte endlich einen Bereich finden, der mir Spaß macht.“ Die 38-Jährige muss lachen: „Ja, mir macht das wirklich Spaß.“ Schon als Kind habe sie das Bad geschrubbt, die Pingeligkeit liege in der Familie. „Bei meiner Mama durften wir nur Schuhe ohne Profil tragen“, sagt sie.

Dann nahm alles seinen Lauf. Um die Anfragen abarbeiten zu können, stellte Janine Marquardt eine Aushilfe ein. Seit Betriebseröffnung ist auch ihr Mann Tobias Schmitz mit im Team und kümmert sich um die Buchhaltung und Personalplanung der inzwischen 30 Angestellten, die auch über Hude hinaus in Wildeshausen, Oldenburg, Berne und Delmenhorst unterwegs sind und für saubere Häuser sorgen. „Weil wir selbst in den Firmen, für die wir gearbeitet hatten, Schwierigkeiten mit der Kinderbetreuung hatten, wollten wir familienfreundlich sein“, zählt die Geschäftsführerin auf. Flexible Zeiteinteilung für die Mitarbeiterinnen sei ihr deshalb in der Selbstständigkeit wichtig gewesen.

Und: Die Reinigung nach Leitfaden. 30 Seiten hat Janine Marquardt in den vergangenen Jahren mit ihren Erfahrungen zusammengestellt und geht diese sorgfältig mit den Mitarbeiterinnen durch. Aber nicht nur das, sie macht Reinigung auch zur Chefsache. „Ich will mit rausfahren und nicht nur hier im Büro sitzen. Mich stimmt das einfach zufrieden, ein Haus oder eine Wohnung blitzeblank zu hinterlassen. Das will ich nicht aufgeben“, sagt Marquardt.

Und welchen Einfluss hatte nun Corona? „Zu Beginn der Krise haben sich einige Kunden verunsichert gezeigt, haben einige Termine abgesagt“, berichtet die 38-Jährige, aber durch Homeoffice, Homeschooling und Co. seien die Menschen mehr zu Hause, sehnten sich nach Unterstützung. „Auch deswegen haben wir inzwischen viele neue Anfragen“, erklärt Marquardt.

Hat sie noch weitere Pläne? „Mein Traum ist es, mal ein neues Bürogebäude zu bauen. Aber kein typisches, sondern vom Flair eher wie ein Wohnhaus“, schwärmt Janine Marquardt. Eine große Küche schwebe ihr vor, die auch für Events vermietet werden könne: „Ich will noch etwas erreichen. Wenn ich 50 bin, traue ich mich wahrscheinlich nicht mehr.“

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