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Wüsting im Zeichen des Reitsports

Sechs mehrtägige Springreitturniere bis zur Klasse S** stehen in der Halle auf dem Messegelände in Wüsting bis Jahresende auf dem Programm. Zuschauer sind nicht zugelassen, wenn Amateure und Profis antreten.
19.11.2020, 17:32
Lesedauer: 3 Min
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Wüsting im Zeichen des Reitsports
Von Michael Kerzel
Wüsting im Zeichen des Reitsports

Am ersten Tag des Reitturniers Urban ClassX in Wüsting trat Weltmeisterin Sandra Auffarth auf Comcador an. Die Bergedorferin startet für den RV Ganderkesee.

INGO MöLLERS

Der Sport im Landkreis Oldenburg ist im November nahezu zum Erliegen gekommen. Doch es gibt einzelne Lichtblicke, so ist der Individualsport unter Bedingungen erlaubt. In Wüsting stehen die letzten sechs Wochen dieses Jahres komplett im Zeichen des Reitsports. Die neue Turnierserie „Urban ClassX“ beinhaltet insgesamt sechs drei- bis viertägige Springreitturniere bis Jahresende. Los geht es jeweils an den kommenden Donnerstagen. Das erste Turnier läuft bereits, der erste Höhepunkt ist an diesem Freitag das Springreitturnier der Klasse S*.

Einige Einschränkungen gibt es. Es dürfen keine Zuschauer vor Ort sein und es gibt auch keinen gastronomischen Service. Zudem fallen die Siegerehrungen aus. Jeder Reiter darf pro Pferd nur eine Begleitperson mitbringen, es gibt eine dauerhafte Maskenpflicht aller Anwesenden. Ausgenommen sind die Reiter, während sie auf dem Pferd sitzen.

Für das erste Turnier haben Reiter für rund 800 Starts gemeldet, unter anderem jede Menge hiesige Sportler. Mit dabei sind 17 Mitglieder des RV Ganderkesee. Prominenteste Vertreterin ist sicherlich die Weltmeisterin und Olympiasiegerin Sandra Auffarth, die mit zehn Pferden gemeldet hat. Auch Heike Jahncke oder Nina-Carlotta und Tabea-Marie Meiners vom RVG sind am Start. Der RC Hude ist mit neun Reitern vertreten, unter anderem mischt Loort Fledermann mit. Von der TG Wohlde starten vier Reiter, darunter Nicolas und Sören Pedersen. Auch der RSV Schierbrok ist mit drei Aktiven vor Ort, der RV Grüppenbühren entsendet eine Starterin. Das Turnier bekommt durch Teilnehmer aus Österreich, Italien, Bulgarien, den Niederlanden, Bosnien und Herzegowina, Schweden, Dänemark, Polen und sogar Indien internationales Flair.

Amateure und Profis am Start

Beim ersten Turnier der Serie, das an diesem Sonnabend endet, stehen insgesamt 13 Wettbewerbe an. Auf vier Springpferdeprüfungen der Klassen A**, L und M* folgen Springprüfungen der Klassen M*, M** und S*. Am Sonnabend sind dann eine Springprüfung (A**), zwei Stilspringprüfungen (A** und L) sowie zwei Punktespringprüfungen dran (L und M*). Veranstaltet werden die sechs Turniere in der Halle auf dem Messegelände an der Holler Landstraße in Wüsting, das durch die „Landtage Nord“ bekannt ist. Veranstalter ist die H. U. Planungs- und Veranstaltungs-GmbH, die von Helmut Urban geführt wird.

Springen bis Klasse S**

Die Turniere zwei bis fünf sind für den 26. bis 29. November, 3. bis 6. Dezember, 10. bis 13. Dezember sowie 17. bis 20. Dezember geplant. Hier wird es jeweils Springwettbewerbe der Klassen A bis S geben. Beim Abschlussturnier vom 28. bis 30. Dezember sind dann die Dressurreiter dran. Auch hier gibt es Prüfungen der Klassen A bis S. Eventuell wird die Serie sogar verlängert, heißt es auf der Homepage des Veranstalters: „Mit unserem Konzept halten wir die Option offen, die Turniertage sogar auf fünf Tage in der Woche zu erweitern und die Turnierserie bis April 2021 zu verlängern.“ Aktuelle Informationen zu den jeweiligen Ausschreibungen der Turniere gibt es unter www.urban-classx.de. Weitere Informationen sind bei Ulrike Hartmann unter der Telefonnummer 0 44 84 / 92 04 14 oder per E-Mail an hartmann@urban-classx. erhältlich. Die Ergebnisse der Turniere werden live auf www.equi-score.de mitgeteilt.

Urban und sein Team haben die 3500 Quadratmeter große Mehrzweckhalle für die Wintermonate zu einer Reitsportarena umgebaut. Auf einem Prüfungsplatz mit den Maßen 34 x 75 Meter werden Springprüfungen der Klassen A bis S ausgetragen. Ein beheiztes Abreitezelt (20 x 40 Meter) und feste Parkplätze direkt an der Halle sind vorhanden. „Die Bedingungen für Reiter und Pferd suchen seinesgleichen", teilt das Veranstalterteam auf Facebook mit. Der Prüfungsplatz und das Abreitezelt haben laut Veranstalter hochwertige Sandböden.

Die Ausschreibungen für die Turniere drei bis sechs folgen noch, für die ersten beiden ist der Nennungsschluss abgelaufen. Mitmachen durften jeweils die Stammmitglieder der Reitvereine aus den Verbänden Weser-Ems, Hannover, Bremen, Westfalen, Rheinland und Schleswig-Holstein sowie insgesamt 20 Einzelstarter nach Absprache mit dem Veranstalter.

Amateure dürfen bei den Turnieren teilnehmen, da in Niedersachsen die Ausübung von Freizeit- und Amateursport eingeschränkt erlaubt ist. Mannschaftssport ist derzeit untersagt, Individualsport – und dazu zählt Reiten – nicht.

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