Tennis-Regionalliga

Remis gegen den Vizemeister

Die Damen 50 des Huder TV haben mit dem 3:3 gegen den SV Grün-Weiss Harburg einen wichtigen Zähler für den Klassenerhalt geholt.
29.10.2019, 12:05
Lesedauer: 2 Min
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Von Heino Horstmann
Remis gegen den Vizemeister

Die Huder Damen 50 um Chun Oberwandling freuten sich letztlich doch über den Punktgewinn.

INGO MÖLLERS

War das nun ein Punktgewinn oder doch eher ein Punktverlust? Darüber war man sich im Lager der Damen 50 des Huder Tennisvereins zunächst nicht einig. Später überwog doch die Freude, dem Vizemeister des Vorjahres, SV Grün-Weiss Harburg, einen tollen Kampf geliefert und einen wichtigen Zähler für den Klassenerhalt in der Regionalliga Nord-Ost eingefahren zu haben. Die Partie endete 3:3. „Es wäre sogar ein knapper Sieg möglich gewesen, doch dann hätten alle zum Quartett der Huderinnen gehörenden Akteurinnen ihr bestes Tennis auspacken müssen“, zog die Mannschaftsführerin des HTV, Elvira Precht, Bilanz.

Das war eine durchaus realistische Einschätzung der auf hohem spielerischen und kämpferischen Niveau ausgetragenen Partie. Damit scheint bereits nach dem ersten Spieltag der höchsten Altersklasse beim Deutschen Tennisbund (DTB) festzustehen, dass sich das Team um Spitzenspielerin Edeltraud Horstmann als Aufsteiger sofort etabliert hat und im weiteren Verlauf der Meisterschaftsrunde weiterhin für Furore sorgen dürfte. Danach sah es auch zu Beginn der Begegnung in der Halle am Rosenkäferweg aus. Chun Oberwandling, die etwas langsam ins Spiel fand und erst einmal dem Powertennis ihrer Kontrahentin Andrea Anisic nur wenig entgegenzusetzen hatte, fand im weiteren Verlauf mehr und mehr zu ihrem wahren Leistungsvermögen. Aus der Defensive heraus und mit immer besseren Kontern gelang der Huderin noch ein souveräner 5:7, 6:2, 10:7-Erfolg.

Hohes Niveau gab es auch in der Partie zwischen Gaby Ulrich und Cornelia Höbig, aus der die Nummer vier des HTV zwar als deutliche 6:1, 6:2-Siegerin hervorging, aber ihr bestes Tennis auspacken musste, ehe der Erfolg unter Dach und Fach war. An ihre Leistungsgrenze gehen wollte sicherlich auch Annette Behnen, allerdings gelang ihr das nur ganz selten im Spiel gegen die um einige Leistungsklassen schlechtere Kerstin Ludewig-Heck. In der nur auf mäßigem Niveau ausgetragenen Partie musste sich die Huderin völlig überraschend mit 4:6, 2:6 geschlagen geben.

Großer Tennissport war dagegen in der Parallelpartie zweier deutscher Ranglistenspielerinnen zu sehen. Was Edeltraud Horstmann im Spitzeneinzel gegen Christine Rohde erlebte, dürfte die Nummer sechs der deutschen Rangliste (Damen 60) wohl kaum jemals in ihrer langen und überaus erfolgreichen Karriere erlebt haben. Die elf Jahre jüngere Rohde packte knallhart geschlagene Vor- und Rückhandbälle aus. Die Huderin konnte lediglich reagieren statt agieren, sodass die Partie mit 1:6, 0:6 verloren ging.

Vielleicht ein kleiner Trost: In der vergangenen Saison gingen alle Spitzenspielerinnen der gegnerischen Vereine auf dieser Ebene gegen Rohde mit ebenso deutlichen Niederlagen vom Platz.

Auch im Doppel war die Harburger Spitzenspielerin eine Klasse für sich. Mit ihrer Partnerin Ludewig-Heck gewann sie mit 6:4, 6:4 gegen die wirklich gut dagegenhaltende HTV-Kombination Horstmann/Ulrich. Für das alles in allem gerechte Unentschieden sorgten dann Oberwandling und eine jetzt wieder zu ihrem wahren Leistungsvermögen findende Behnen durch den souveränen 6:4, 6:0-Erfolg über das Gastgeberduo Anisic/Höbig.

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