Fußball-Bezirksliga Spannender als unbedingt nötig

Der FC Hude hat den ersten Auswärtssieg der Saison gefeiert, musste aber zum Schluss noch etwas um die drei Punkte zittern.
02.09.2018, 14:32
Lesedauer: 2 Min
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Von Nico Nadig

Wiefelstede. Der Aufsteiger FC Hude hat den ersten Auswärtssieg in der Fußball-Bezirksliga eingefahren: Mit 2:0 (1:0) gewann die Elf von Trainer Lars Möhlenbrock beim SV Eintracht Wiefelstede. Somit haben die Huder mit sieben Punkten aus den ersten fünf Begegnungen einen durchaus soliden Start in die neue Spielzeit hingelegt. "Das war super. Zuletzt haben wir es in der Anfangsphase nicht gut gemacht, diesmal waren wir gleich da", freute sich Möhlenbrock über die drei Punkte und die Leistung seiner Mannschaft.

Die Gäste diktierten gegen das Schlusslicht von Beginn an das Geschehen, hatten viel Ballbesitz und belohnten sich dafür früh: Torben Hellemann verlängerte einen gut getretenen Standard mit dem Kopf zur 1:0-Führung für die Huder (10.). "Das war wichtig, dass wir aus dem Ballbesitz auch was machen. Weil man hat schon gemerkt, dass Wiefelstede nach den vier Niederlagen recht unsicher war", berichtete FCH-Coach Lars Möhlenbrock. Im Anschluss zog der Aufsteiger sein Spiel noch konsequenter durch und spätestens als der Eintracht-Akteur Fabian Laue in Minute 43 mit der Ampelkarte vom Platz flog, hielten die Gäste alle Trümpfe in der Hand.

Nichtsdestotrotz musste der Aufsteiger bis zur Nachspielzeit um die drei Punkte bangen. Denn statt die Überzahl und die spielerische Überlegenheit in Tore umzumünzen, stellte sich der FC Hude vor dem gegnerischen Gehäuse bisweilen ungeschickt an. "Wir hatten Chancen, waren aber mal zu hektisch, mal zu egoistisch oder zu unsicher. So ist Wiefelstede nochmals zu ein, zwei Möglichkeiten gekommen", kritisierte Möhlenbrock. Letztendlich war es Mohamed Alawie, der in der vierten Minute der Nachspielzeit für die Entscheidung sorgte: Er hatte sich gut durch den Sechzehner der Eintracht getankt, ehe er von einem Wiefelsteder zu Fall gebracht wurde. Den anschließenden Elfmeter verwandelte er sicher zum 2:0-Endstand. Möhlenbrock: "Er hat das stark gemacht. Wir haben die Entscheidung meiner Meinung nach zu lange rausgezögert, wir hätten das Tor schon eine Viertelstunde eher machen können", sagte er, "aber das ist der nächste Schritt für uns." Er ist davon überzeugt, dass die Chancenverwertung mit der Routine besser wird. Denn viele Situationen könne man nicht trainieren, sie würden im Spiel einfach passieren.

Aus einer "absolut geschlossenen" Mannschaftsleistung hob Möhlenbrock Maik Spohler hervor. Er habe nicht nur gegen Wiefelstede, sondern überhaupt in den vergangenen Wochen gute Leistungen gezeigt – und das auf ungewohnter Position. "Ich hab ihn ja vom Stürmer zum Sechser umfunktioniert und er macht das sehr gut", lobte Möhlenbrock.

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