Fußball-Kreisklasse Stenums Joker retten einen Punkt

Der FC Hude II hat eine 2:0-Führung aus der Hand gegeben. Die Gäste des VfL Stenum II sicherten sich spät einen wichtigen Zähler und hielten die Huder so auf Distanz.
Lesedauer: 3 Min
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Von Ralf Kilian

Hude. Die Reserve des FC Hude ist auf dem Vormarsch Richtung Aufstiegsplätze der 1. Kreisklasse kurz vor dem Abpfiff gestoppt worden. Nach hochverdienter 2:0-Pausenführung durch zwei Treffer von Oliver Giehl vergab der Tabellenfünfte gute Kontermöglichkeiten und musste am Ende mit einem 2:2-Remis gegen die Fußballer des VfL Stenum II zufrieden sein. Die Gäste sind damit punktgleich mit Spitzenreiter VfL Wildeshausen II. Hude II liegt acht Punkte hinter dem dritten Aufstiegsplatz, auf dem KSV Hicretspor Delmenhorst rangiert. „Unser Ziel für die Hinrunde war, dass wir uns die Liga zunächst mal anschauen wollen“, erklärte das Huder Trainerduo Bengin Barispek und Jacek Pieniazek nach dem Abpfiff unisono. Doch durch die Erfolgsserie der vergangenen sieben Partien ohne Niederlage hat man Lust auf mehr als nur einen Platz im oberen Drittel.

„Stenum war cleverer als wir“, kommentierte Barispek den späten Punktverlust. „Allein Christian Nordbruch hätte noch drei Tore machen können“, fügte er hinzu. In der Tat hatten die Stenumer in der zweiten Halbzeit gefühlte 80 Prozent Ballbesitz und Hudes Abwehr schlug die Bälle oft nur unkontrolliert hinten raus. Aber wenn die Kugel mal Sturmspitze Nordbruch erreichte, wurde es immer brandgefährlich. Nicht umsonst führt Hudes Nummer 18 mit einem dutzend Treffer gemeinsam mit Hicretspors Germain Martens die Schützenliste der Liga an.

Die erste Halbzeit ging komplett an Hude. Schon beim Flugkopfball von Sebastian Voigt in der dritten Minute jubelten die Gastgeber. Doch der Ball hatte sich nur im Außennetz verfangen. Oliver Giehl hatte nach neun Minuten die nächste Möglichkeit, erst nach einer Viertelstunde bekam Stenum Zugriff auf die Partie. Den Grund für diese Anlaufzeit wollte VfL-Coach Uwe Hammes nicht am Kunstrasenplatz am Huder Bach suchen: „Der Platz ist top. Wir haben die erste Hälfte einfach verpennt. Und bei den Gegentoren eklatante Fehler gemacht.“ Stenums Torwart Marc Landwehr hatte zunächst stark gegen Nordbruch reagiert, doch seine Vorderleute verdaddelten die Kugel umgehend wieder. Voigt holte sich das Spielgerät und bediente Giehl, der aus zehn Metern zum 1:0 traf (28.). Nachdem Landwehr noch einmal stark gegen Giehl reagiert hatte (34.), unterlief VfL-Kapitän Marten Kämena der nächste Lapsus: Ballverlust gegen Giehl, der alleine auf Landwehr zulaufen durfte und cool zum 2:0 vollstreckte (44.).

Hammes brachte zur Pause gleich drei Neue ins Spiel. Es wirkte aber fast so, als hätte der Übungsleiter das komplette Team getauscht. Zwar hatte wiederum Nordbruch den ersten Abschluss, doch Stenum beherrschte jetzt das Geschehen und der eingewechselte Tim Strodthoff veredelte einen tollen Pass von Alexander Ruge zum 2:1 (48.). Das gab Aufwind und eine klare Feldüberlegenheit, Hude stand jetzt nur noch hinten drin. Doch bis auf Halbchancen (Kämena ans Außennetz 55., Mattis Esch aus spitzem Winkel vorbei 78.) sprang für Stenum zunächst nichts heraus. Hude war in seinen wenigen Aktionen zwingender. Der unermüdlich rackernde Nordbruch, der vorne viele Bälle festmachte und die Hinterleute entlastete, hätte nach langem Abschlag von seinem Torwart Patrick Ruge das 3:1 (63.) erzielen können, Voigt ebenso (83.). Hammes ging in der Schlussphase volles Risiko. „Wir haben zur Pause umgestellt und sind ganz offensiv geworden“, berichtete der Coach. Er brachte in der Schlussviertelstunde mit Kevin Sass den vierten Stürmer, der schließlich im Zusammenspiel der Joker am Ausgleich beteiligt war. Strodthoff flankte auf Sass, der auf Tammo Oetken ablegte. Oetken – ebenfalls zur Pause gekommen – traf aus zwei Metern zum 2:2 (85.). Arg abseitsverdächtig, Hude reklamierte vehement gegen die Entscheidung von Schiedsrichter Conrad Ammermann. Am Ende analysierte Barispek kühl: „Wir können nicht 90 Minuten Gas geben. Trotzdem müssen wir aus den dicken Chancen das dritte Tor machen.“

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